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Politik

65 Migranten vor Libyen aufgenommen

Monika Šimić

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Außerdem wartet ein weiteres Schiff der italienischen Organisation Mediterranea mit mehr als 50 Migranten auf den Einlass in einen sicheren Hafen.

Nach den Vorkommnissen um die „Sea-Watch 3“ hat nun eine andere deutsche Organisation mit ihrem Schiff Menschenvor Libyen aufgenommen. Wie die Regensburger Organisation Sea-Eye heute mitteilte, habe die „Alan Kurdi“ 65 in internationalen Gewässern auf einem überladenen Schlauchboot entdeckt und folglich aufgenommen. Unter ihnen befand sich eine Frau, sonst sind es überwiegend Männer.

Salvini verbietet Einfahrt

Die Rettungsleitstellen in Libyen, Italien, Malta und Deutschland seien informiert worden. Das Einsatzzentrum in Bremen habe das deutsche Auswärtige Amt eingeschaltet. Die „Alan Kurdi“ fährt unter deutscher Flagge.

Wie der ORF berichtet, wartet derzeit bereits ein weiteres Schiff der italienischen Organisation Mediterranea mit mehr als 50 Migranten auf den Einlass in einen sicheren Hafen. Der italienische Innenminister Matteo Salvini hat indes eine Einfahrt verboten. Seine Regierung werde alles tun, um zu verhindern, dass Italien zu einem „Hafen für Schlepper“ werde, schrieb Salvini auf Twitter. Malta hatte sich bereiterklärt, die Menschen von dem Segelboot „Alex“ aufzunehmen. Allerdings nur, wenn Italien im Gegenzug 55 Personen übernimmt, die bereits in Malta sind.

Weiterlesen:

Sea‐Watch: Erzbischof Heße verteidigt Handeln von Kapitänin Rackete (05.07.2019)

Rackete bleibt trotz Aufforderung zur Ausreise in Italien (04.07.2019)

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2 Comments

2 Comments

  1. Avatar

    Walter Gräbeldinger

    5. Juli 2019 at 18:42

    Mal an dich, Monika Simic, vielleicht stimmst du mir zu.
    Wenn ich mich in die ganze Lage einfühle, einfach in die psychische Situation: Stell‘ dir vor … de facto: Salvini sagt einfach, keine Migranten nach Italien, die Rechtslage ist so, und ich halte mich einfach an das Recht! Punkt! Ganz einfach, damit ist er aus dem Schneider, ohne Schuld!
    Die ganze Schuld liegt jetzt bei denen, die tief motiviert wurden, die Menschen übers Mittelmeer zu holen. Die sitzen doch wie auf Kohlen, können doch nicht einfach sich sagen: Schön, lassen wir’s eben, kann man nichts machen! .. Das geht einfach für sie innerlich nicht! … Darum spreche ich jetzt Herrn Salvini schuldig, denn er könnte mit allergeringsten Mitteln, statt Milliarden für dieses Flüchtlingsproblem auszugeben, mit wenigen Millionen in Afrika ein eigenes Flüchtlingslager errichten und die privaten „Schlepper“ es aufbauen und betreuen lassen. Dann käme niemand übers Mittelmeer. Was werfe ich Herrn Salvini vor, er kann es sich aussuchen: 1. Einfallslosigkeit, denn ein Verbot löst das Problem nicht. 2. Herzlosigkeit, denn er ignoriert kalt mögliche Not. 3. Mangelnde Kreativität, denn er kann das Problem ja kostengünstig lösen. 4. Abwürgen guter Charaktereigenschaften, denn er raubt den hilfsbereiten Jugendlichen jeden Idealismus. … Den brauchen wir aber !

  2. Avatar

    Böhser Deutscher

    5. Juli 2019 at 20:55

    Warum ist die Alan Kurdi dann am 04. Juli in den libyschen Hafen Bouri eingelaufen?
    Dort ist es doch ach so gefährlich.
    Wie übrigens auch am 12. Juni die Sea Watch 3. Werden die Migranten etwa mittlerweile schamlos gleich ohne Umsteigen aufgenommen? Oder dient es nur geschäftlichen Angelegenheiten, wie Übergabe des Schlepperlohns, Passagierlisten, Treffpunkte? Denn so ein Schlauchboot im offenen Meer aufzuspüren dazu muß man schon ganz schön umherkreuzen, viel einfacher ist es doch wenn man sich über die anzulaufende Position schon vorher verständigt hat oder eben diesen Schritt ganz schamlos überspringt und die Migranten direkt im Hafen aufnimmt.

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