Connect with us

Gesellschaft

Nach Urteil im Fall Künast: Juristinnenbund zeigt sich empört

Joshua Hahn

Published

on

Der Juristinnenbund fordert einen verbesserten Schutz für Frauen im Internet.

Berlin. – Unlängst entschied das Landgericht Berlin, dass die Politikerin der Grünen, Renate Künast, diverse Beschimpfungen auf Facebook hinnehmen muss. Im Internet empörten sich viele Privatpersonen sowie Politiker über das Urteil, nun schaltet sich auch der Juristinnenbund ein.

Meinungsäußerungen legitim

Vor einigen Tagen entschied das Landgericht in Berlin, dass Renate Künast einige Beschimpfungen unter bestimmten Umständen hinnehmen muss. Sie wurde auf Facebook von einem Kommentator unter anderem als „altes grünes Drecksschwein“ bezeichnet, worauf die Politikerin vor Gericht zog, um an die personenbezogenen Daten des Users zu kommen. Dies berichtete der „Spiegel“.

Das Gericht begründete seine Entscheidung damit, dass der User einen Link zu einem Artikel kommentierte, in welchem die Frage aufgeworfen wurde, ob Künast im Jahr 1986 sexuelle Handlungen mit Minderjährigen bagatellisierte. Von verschiedenen Seiten kam umgehend Kritik am Urteil auf.

Juristinnenbund empört

Der Deutsche Juristinnenbund (DJB) zeigte sich empört über das Gerichtsurteil. Die DJB-Präsidentin Maria Wersig erklärte laut „n-tv“: „Wir brauchen eine zügige Weiterentwicklung des Netzwerkdurchsetzungsgesetzes“. Es käme zu häufig vor, dass sich Frauen, welche sich öffentlich äußerten, von einer „zum Teil organisierten Meute attackiert“ würden. 

Es dürfe nicht passieren, dass Frauen im Netz dazu gezwungen werden, den öffentlichen Diskurs zu meiden. Künast selbst erklärte, das Urteil, wonach die Kommentare „haarscharf an der Grenze des von der Antragstellerin noch Hinnehmbaren“ seien, anfechten zu wollen.

4 Comments

4 Comments

  1. Avatar

    Heimatvertriebener

    21. September 2019 at 17:47

    Solange ein Funktionär als hier lebender Türkischstämmiger das deutsche Volk ungestraft als „Köterrasse“ in den Dreck ziehen darf, ist doch ein solches Urteil nicht verwunderlich.

    Wat dem ihnen sin Uhl is dem andern sin Nachtigall, so ähnlich lautet ein altes plattdeutsches Sprichwort.

    Beschimpfungen sollten unterbleiben, aber bitte für jeden.

  2. Avatar

    Zickenschulze

    21. September 2019 at 19:03

    Die Grünen, ach so toleranten.
    Wenn Worte einmal auf sie selbst zurückfallen, dann erleben wir ihre Dünnhäutigkeit wie Doppelmoral.
    Wer hat denn die politische Bühne zuallererst mit Vokabular von der Bazille bis über Borsten Vieh und darüber hinaus unter Beschuss gebracht?

  3. Avatar

    Fritz Kleeberg

    21. September 2019 at 21:56

    Wenn das Gericht der Künast nachgegeben hätte würden sich viele AfD-Mitglieder melden, die noch viel schlimmer beschimpft werden. Das könnte unseren Machthabern nicht gefallen. Außerdem sind die Gerichte jetzt schon überfordert. Übrigens ab wann sollte eine Beschimpfung strafbar sein? Bei der Ausdrucksvielfalt unserer Sprache ein Unding. Der Juristinnenbund ist einfach lächerlich.

  4. Avatar

    Die Party

    22. September 2019 at 12:21

    gegenüber GrünInnen wie Künast, die bis zur Oberkannte Unterlippe im Kindersex-Sumpf stecken, ist jede Zurückhaltung fehl am Platze.

Leave a Reply

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Beliebt