Verbinde Dich mit uns

Gesellschaft

Lucke muss Vorlesung wegen Tumulten abbrechen

Joshua Hahn

Veröffentlicht

am

Der ehemalige AfD-Politiker Bernd Lucke sollte am Mittwoch seine erste Vorlesung nach der Rückkehr an die Hamburger Universität abhalten. Nach Tumulten wurde die Veranstaltung zur Makroökonomik jedoch abgebrochen.

Hamburg. – Lucke musste die Universität unter Polizeischutz verlassen. 

Protest wurde angekündigt

Wie bereits von der Tagesstimme berichtet, kündigten die Studentenvertreter die Protestveranstaltung bereits vor einigen Wochen an. Laut der „Welt“ nahmen etwa 350 Demonstranten an der Aktion teil. Auf Videos ist zu sehen, wie der Großteil des Publikums während der Vorlesung durch Störungen auffiel. Offenbar war nur etwa ein Viertel für die Lehrveranstaltung an sich anwesend. 

Im Hörsaal der Hamburger Universität waren unter anderem Flaggen der Antifa zu sehen. Auch die „Omas gegen Rechts“ waren anwesend, welche teilweise Masken mit dem Gesicht des ehemaligen AfD-Politikers trugen. In Form von Sprechchören wurde Lucke dazu aufgefordert, den Saal zu verlassen und als „Nazi-Schwein“ beschimpft.

Lucke setzte sich ins Publikum

Der Professor selbst setzte sich nach Einsetzen der Proteste ins Publikum, wo er unter anderem mit Papierkugeln beworfen wurde. Zuvor wurden laut dem „Spiegel” auch einige Studenten handgreiflich. So soll Lucke angerempelt worden sein, eine Frau hätte zudem versucht, seinen Laptop zuzuklappen, um die Präsentation zu verhindern.

Zuvor erklärte noch ein Sprecher der AStA über ein Megaphon: „Wir wollen, dass hier alle Menschen körperlich unversehrt rausgehen.“ Nach insgesamt zwei Stunden wurde die Vorlesung offiziell abgebrochen und Bernd Lucke wurde unter Polizeischutz aus dem Saal begleitet.

9 Kommentare

9 Comments

  1. Avatar

    Michael Buchholz

    17. Oktober 2019 at 11:05

    … Demoktratie vom allerfeinsten .…

  2. Avatar

    Löwenherz

    17. Oktober 2019 at 11:12

    Sudieren leitet sich übrigens von studere, also „sich bemühen” ab, nicht von „andere stören”.
    Deshalb: Pöbelnde Studenten nach Exmatrikulation in die Produktion! Sollen sie sich da austoben und ihren Lebensunterhalt verdienen.

    • Avatar

      Schorsch

      18. Oktober 2019 at 11:00

      … Zwangsexmatrikulation! 😉

  3. Avatar

    Treukert

    17. Oktober 2019 at 11:33

    Wieso überlässt man einer linksradikalen Minderheit die Meinungshoheit?
    Wie viele Studenten sind an der Uni eingeschrieben und Wo waren all die anderen Studenten?
    Besteht unsere Gesellschaft unter Merkel nur noch aus Mitläufern?

    @DieTagesstimme

    Könnten Sie mal eine Presseanfrage an die Universität stellen, ob die Omas gegen Rechts sich im Sekretariat angemeldet haben? Denn die Universität ist ein nichtöffentliches Gebäude. Sollten die Omas keinen Studentenausweis haben, hat dann die Polizei die Personalien festgestellt und wurde eine Anzeige wegen Hausfriedensbruch gestellt?

  4. Avatar

    Zickenschulze

    17. Oktober 2019 at 12:12

    Bildung für alle hat die Devise in den sechziger Jahren gelautet.
    Was jetzt vorliegt zeigt auf, dass Bildung für die aus der Gosse nichts bringt, wenn ein desolates Elternhaus vorliegt.
    Ob neureich, oder aus den Gammler Spelunken, oder woher das Geld auch immer, Bildung lässt sich weder klauen noch kaufen.
    Jedes 3. Weltland hat heute die besseren Manieren.

  5. Avatar

    Biernagel

    17. Oktober 2019 at 12:18

    Ich habe mir zwischenzeitlich das Video angeschaut und frage mich, ob die Blockierer tatsächlich die Studienvoraussetzung besitzen, nämlich ein Abitur, soll heißen eine nachgewiesene Reifeprüfung, denn ich sehe hier nur ungezogene Kinder. Wenn man diesen Personen nicht ihre Grenzen aufzeigt und dass ihr Tun Konsequenzen hat, dann werden sie nie Erwachsene und stattdessen als ewige Kindsköpfe unsere Staatsträger von morgen.
    Au weia!

  6. Avatar

    Heimatvertriebener

    17. Oktober 2019 at 13:39

    Armes Deutschland, wenn das deine Zukunft sein sollte. Einem Ex SED und Stasi Spitzel wäre das an Luckes Stelle garantiert nicht passiert. Die Dummen sterben nie aus? Nein, aktuell sind sie dabei sich exorbitant zu vermehren und noch mehr zu verblöden.

    Und das wollen Demokraten sein? Diktatur schlimmster Sorte von unten aus der Hölle.

  7. Avatar

    Klasube

    17. Oktober 2019 at 16:36

    Eine gelungene Demonstration von Demokratie- und Toleranzverständnis…!
    Da muss man sich wirklich fragen, ob bei den auf Krawall gebürsteten Herrschaften die „Hochschulreife” vorliegt. Vielleicht sollte man das noch einmal in einem eigens dafür angesetzten Test abfragen und gegebenenfalls die Zulassung zum Studium entziehen!?
    Ist die Beschimpfung als „Nazi-Schwein” eigentlich generell strafrechtlich relevant oder ist das okay weil von „links gegen rechts”?
    (Aber wir sind es ja mittlerweile gewohnt, dass mit zweierlei Maß gemessen wird.)

  8. Avatar

    Heimatvertriebener

    17. Oktober 2019 at 21:58

    Fast schon belustigend, wäre es nur nicht so irre, ist ja auch, dass Herr Lucke in weiten Kreisen der Altparteien wie im TV heute schon als Kronzeuge gegen seine Schöpfung auftritt und auch als solcher vereinnahmt wird.

    Konnte man ihn früher in allen ARD und ZDF Sendern nicht madig genug machen, so wird er heute als der Mann gewürdigt, der die Partei ja nur wegen des Euros gründete, und nichts mit den heutigen „bösen Rechten” zu tun haben will.

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Gesellschaft

Ostholstein: Brandanschlag auf PKW von AfD-Mitarbeiterin

Julian Schernthaner

Veröffentlicht

am

Die Liste mutmaßlich linksextremer Angriffe auf Personal der AfD und deren Eigentum ist eine Episode reicher: Diesmal schlugen bislang unbekannte Täter in Schleswig-Holstein zu. 

Niendorf/Ostsee. – Die Angreifer gingen dabei einmal mehr im Schutz der Nacht zu Werke. In der Nacht auf Donnerstag setzten sie gegen 2 Uhr morgens den Privat-PKW von Sabine Düllmann, AfD-Fraktionsvorsitzende im Kreistag Ostholstein, in Brand, indem sie eine Brandbombe unter den Motorblock legten. Diese ist zudem Wahlkreismitarbeiterin des Bundestagsabgeordneten Uwe Witt.

Staatsschutz ermittelt wegen politischen Motivs

Dem Ostholsteiner Anzeiger zufolge ermittelt das Lübecker Staatsschutzkommissariat in der Causa, ein politischer Anschlag gilt als mögliches Motiv. Auch Witt glaubt daran, dass es darum gehe, „politisch Andersdenkende einzuschüchtern und mundtot zu machen”. Ein Account der „Antifa Lübeck” hätte Düllmann in sozialen Medien seit Monaten „bloßgestellt und angeprangert”.

Über den Angriff zeigte sich er sich über den Angriff schockiert. Er sei „zutiefst entsetzt über diese abscheuliche und feige Tat” und stelle sich selbstverständlich hinter seine Mitarbeiterin. Zudem könne man „nur von Glück sprechen, dass niemand körperlich zu Schaden gekommen ist”.  Er fordert vonseiten des Landeskriminalamts eine „lückenlose Aufklärung” der Umstände. Außerdem teilte er ein Video des brennenden PKWs.

Beispiellose Serie politischer Gewalt gegen AfD

Im gesamten Bundesgebiet sehen sich Akteure aus dem Umfeld der AfD als Ziel einer beispiellosen Serie an Gewalt. Erst in der Vorwoche warfen in Hamburg mutmaßliche Linksextremisten einen Stein durch das Fenster eines AfD-Politikers. Dieser verfehlte das Bett, in dem der Mann schlief nur um Haaresbreite – Die Tagesstimme berichtete.

Unter allen Parteien ist die AfD mit Abstand am häufigsten die Zielscheibe politischer Gewalt. Alleine im ersten Quartal gab es nicht weniger als 41 Angriffe auf AfD-Einrichtungen, 68 Angriffe auf Politiker und 151 zerstörte Wahlplakate. Die in dieser Statistik jeweils am zweitmeist betroffenen Parteien mussten jeweils etwa die Hälfte an Attacken hinnehmen.


Sie wollen ein politisches Magazin ohne Medienförderung durch die Bundesregierung? HIER gibt es das FREILICH Magazin im Abonnement: www.freilich-magazin.at/#bestellen

Weiterlesen

Gesellschaft

Extremismus-Vorwurf: Kramp-Karrenbauer will KSK überprüfen

Joshua Hahn

Veröffentlicht

am

Die CDU-Chefin initiierte jetzt eine Arbeitsgruppe, die sich der „Strukturanalyse“ der Kommando Spezialkräfte (KSK) der Bundeswehr widmen soll.

Berlin. – Weil bei einem Soldaten des KSK einige Waffen in seiner Wohnung gefunden werden, entflammte die alte Extremismus-Debatte neu. Die Verteidigungsministerin Kramp-Karrenbauer will nun die gesamte Eliteeinheit auf den Prüfstand stellen.

AKK: „Schlagkräftiger in Sachen Extremismus“

Wie die „Zeit“ berichtet, sollen der Arbeitsgruppe unter anderem die neue Wehrbeauftragte Eva Högl (SPD) sowie der KSK-Kommandeur Markus Kreitmayr angehören. Man wolle nun „konkrete Strukturmaßnahmen erarbeiten, um in Zukunft schneller, schlagkräftiger und vor allem nachhaltiger in Sachen Extremismus agieren zu können.“ Dies teilte eine Sprecherin des Verteidigungsministeriums mit.

Geplant ist laut Bericht der „Tagesschau“ zudem eine Gesetzesänderung, aufgrund derer KSK-Soldaten schneller gekündigt werden können, sollten „schwere Tatbestände“ gegen sie vorliegen.

Kommandeur schockiert über „Individuen aus rechtem Spektrum“

Erst kürzlich wurde ein Schreiben veröffentlicht, in welchem sich KSK-Kommandeur Kreitmayr an die Truppe wendet. Er sei schockiert darüber, dass sich „inmitten unserer Gesellschaft“ Menschen befänden, welche „dem sogenannten rechten Spektrum zuzuordnen sind“. Der aktuelle Fall, auf welchem die Vorwürfe beruhen, sei eine „neue alarmierende Qualität“.

Vor einigen Tagen hatten Ermittler die Wohnung eines im Vorfeld beobachteten KSK-Soldaten durchsucht. Im Rahmen der Hausdurchsuchung stellten sie verstecktes Waffenlager sicher.

Weiterlesen

Gesellschaft

Ab 4. Juni: Grazer Oper spielt für jeweils 100 Besucher

Monika Šimić

Veröffentlicht

am

Das Publikum wird über das Parkett, die Logen und den Balkon verteilt. Bis die Besucher an ihren Plätzen angelangt sind, müssen sie eine Schutzmaske tragen. 

Graz. – Nach fast dreimonatiger Pause wird die Grazer Oper ab 4. Juni wieder spielen und bietet jede Woche ein anderes Programm an. Gespielt wird dabei immer für jeweils 100 Besucher. Den Anfang macht dabei der „Musenkuss”, eine Hommage an jene Künstler und mythologischen Wesen, die sich in der prachtvollen Architektur der Oper Graz, also etwa dem Zuschauerraum und dem Eisernen Vorhang, wiederfinden, wie es auf der Homepage heißt.

An zwölf Abenden wird gespielt

Zu hören sein werden Tetiana Miyus, Wilfried Zelinka und Sieglinde Feldhofer ebenso wie Pavel Petrov und Dariusz Perczak. Zelinka wird einen Schubert-Abend unter dem Titel „Schwanengesang” gestalten. Tetiana Miyus lässt in ihrem Liederabend „Gesänge aus Fernost” ertönen, außerdem wird eine künstlerische Auseinandersetzung  mit der „(Dis)Tanz” gezeigt, die das Ballett der Oper Graz so erlebbar machen will.

Wir sind wieder zurück! Ab dem 4. Juni hebt sich unser Vorhang wieder – wir freuen uns sehr, euch wieder in unserem Haus willkommen zu heißen!

Gepostet von Oper Graz am Mittwoch, 27. Mai 2020

Insgesamt wird an zwölf Abenden gespielt, was etwa einer einzigen ausverkauften Vorstellung im Normalbetrieb entspricht. Die Konzerte werden ohne Pause gespielt und die Besucher müssen einen Mund-Nasen-Schutz tragen, bis sie an ihrem Platz angelangt sind. Danach dürfen sie die Masken ablegen. Das Publikum wird über das Parkett, die Logen und den Balkon verteilt.

Abstand halten

In Österreich sind Veranstaltungen im Indoor- und Outdoorbereich ab 29. Mai wieder möglich, wenn die Besucherzahl nicht über 100 liegt. Dabei sind Sitzplätze und ein Meter Abstand Grundprinzipien. Personen, die in einem Haushalt leben oder gemeinsam Tickets kaufen, um eine Veranstaltung zu besuchen, dürfen nebeneinander sitzen. Ansonsten ist ein Platz an der Seite freizuhalten und ein Schachbrett-Muster für die Sitzordnung vorgesehen. Ist ein Abstand von einem Meter nicht möglich, muss bei Indoor-Veranstaltungen vom Publikum eine Mund-Nasen-Schutzmaske getragen werden. Im Freien besteht keine Maskenpflicht. Auch Pausen und Pausenbuffets sind möglich. Ab 1. Juli folgt der nächste Schritt mit einer Besucherzahl von 250 bei Indoor-Events. Auch Kinos dürfen ab dann wieder öffnen. Outdoor-Events dürfen ab 1. Juli von bis zu 500 Menschen besucht werden.

 

Informationen zum Sonderspielplan der Grazer Oper sind >hier< zu finden.


Sie wollen ein politisches Magazin ohne Medienförderung durch die Bundesregierung? HIER gibt es das FREILICH Magazin im Abonnement: www.freilich-magazin.at/#bestellen

Weiterlesen

Werbung

Werbung

Schwerpunkt

Beliebt