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Gesellschaft

120 Teilnehmer beim „Marsch der Patrioten“ in Wien

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Am 26. Oktober, dem österreichischen Nationalfeiertag, fand in Wien zum zweiten Mal der „Marsch der Patrioten“ statt.

Wien. – Veranstalter der Demonstration war der Verein Okzident. Wie schon im Vorjahr begann die Kundgebung am Michaelerplatz im 1. Bezirk um 14 Uhr, wo mehrere Reden gehalten wurden. Es folgte der Marsch durch die Wiener Innenstadt bis zum Hohen Markt. Die Teilnehmerzahl lag bei etwa 120 und damit deutlich höher als im Vorjahr.

Georg Nagel: Heer soll nicht herumstehen, sondern die Grenze schützen

Georg Immanuel Nagel vom Verein Okzident sprach die einleitenden Worte und betonte dabei, dass der „Marsch der Patrioten“ die einzige patriotische Veranstaltung an diesem Nationalfeiertag sei. Wer wolle schon die Reden eines grünen Bundespräsidenten sowie der Kanzlerin Bierlein und ihres linken Kabinetts hören, so Nagel. Angesichts der großen Staatsmänner, die Österreich hervorgebracht habe, sei es traurig zu sehen, von welchen „Langweilern und Volksverrätern“ Österreich heute regiert werde.

Auch am Bundesheer übte Nagel scharfe Kritik: Dieses stehe nur herum, seine Panzer würden immer nur vorgezeigt, aber niemals irgendwohin fahren. Das Heer solle an die Grenze verlegt werden, um einen „Einmarsch“ aufzuhalten, meinte der Redner. Österreich gebe es nun schon seit über tausend Jahren, doch es sei fraglich, ob das Land in 50 Jahren noch bestehe. Nagel mahnte weiter, die Österreicher müssten „Nein zu Multikulti und Islamisierung“ sagen und sich für die Bewahrung des Eigenen einsetzen, damit Österreich noch weitere tausend Jahre bestehen könne.

Inge Rauscher: EU-Mitgliedschaft verstößt gegen Neutralität

Nach Georg Nagel sprach Inge Rauscher, die Obfrau der unabhängigen „Initiative Heimat & Umwelt“ und Sprecherin der „ÖXIT-Plattform“. Mit ihrer Initiative setzt sie sich bereits seit 30 Jahren für ein „selbstbestimmtes Österreich“ ein. Dieses sei aktuell schwer gefährdet durch eine „schleichende innere Aushöhlung der Substanz des Staates“ und seiner Werte. Dafür sei vor allem die EU verantwortlich. Rauscher rief in Erinnerung, dass Österreich am Nationalfeiertag den Beschluss der immerwährenden Neutralität feiere.

Der EU-Beitritt sei aufgrund der „gemeinsamen Außen- und Sicherheitspolitik“ eine fortdauernde grobe Verletzung der Neutralität. Ein großes Problem der EU sei auch die enge Verzahnung die NATO. Alle großen EU-Mitgliedsstaaten seien auch bei der NATO, die EU werde daher auch als politischer Arm der NATO bezeichnet. Die NATO sei aufgrund ihrer Erweiterungsbestrebungen Richtung Russland höchst friedensgefährdend. Rauschers Initiative ruft auch weiterhin zum EU-Austritt Österreichs auf.

Auch Inge Rauscher forderte ein einsatzfähiges Bundesheers, damit dieses seinem verfassungsmäßigen Auftrag der umfassenden Landesverteidigung gerecht werden könne. Es solle die Grenze vor der Zuwanderung aus anderen Kontinenten schützen. Die sogenannten „Flüchtlinge“ seien laut Rauscher in den seltensten Fällen individuell Verfolgte. In der so genannten „Flüchtlingskrise“ sieht Rauscher eine „internationale Agenda mit der EU an vorderster Front“. Dies gehe aus unzähligen Pakten und Deklarationen hervor. Rauscher empfahl zu dieser Thematik das Buch „Bevölkerungsaustausch in Europa“ von Hermann Mitterer.

Georg Zakrajsek: „Freiheit ist auch Freiheit, sich zu bewaffnen!“

Georg Zakrajsek vom Blog „querschuesse.at“ kam nach Inge Rauscher zu Wort. Er berichtete, ein Polizist habe ihn auf dem Weg zur Kundgebung für seine Blogbeiträge gelobt, insbesondere seine Kommentare zu den Grünen. Er hatte auf seinem Blog nämlich das Wahlrecht mit 16 Jahren kritisiert: In diesem Alter wähle man oft „einen Blödsinn“, zum Beispiel die Grünen.

Zakrajsek ist Zeitzeuge des 2. Weltkriegs sowie der Besatzungszeit. Er stand selbst bei der Verkündung des Staatsvertrages am 15. Mai 1955 vor dem Belvedere. Damals habe er gedacht, Österreich sei frei. Zur Freiheit gehöre für ihn auch, sich bewaffnen zu dürfen. Dies sei in der letzten Zeit jedoch stark in Vergessenheit geraten, da sich die Ansicht breit gemacht habe, es werde „schon nichts passieren“.

Dem sei jedoch nicht so, wie die Poller zur Terrorabwehr zeigen würden. Zakrajsek bezeichnete diese polemisch als „Moslem-Poller“, die nichts nützen würden.

„Islamophobie“ und „Populismus“: Kampfbegriffe gegen unliebsame Meinungen

Christian Zeitz, Leiter des Instituts für angewandte politische Ökonomie, kritisierte wiederum die Aushöhlung der Meinungsfreiheit durch Kampfbegriffe wie „Islamophobie“. Dieses Wort diene dazu, legitime Islamkritiker zu psychisch Kranken oder Kriminellen zu erklären. Die EU mache auch hier mit, indem sie einen sogenannten „Islamophobie-Report“ mit knapp 130.000 Euro gefördert habe. Sogar die liberale Imamin Seyran Ates wird darin als „islamophob“ diffamiert. Zeitz sprach sich ebenfalls gegen muslimische Masseneinwanderung nach Europa aus, die er als „Auswanderungsdschihad“ betrachtet.

Letzte Rednerin war Dorothea Hohner von Pegida München. Sie kritisierte vor allem den Sprachgebrauch der Linken, den sie in die Nähe des „Neusprech“ aus George Orwells Roman „1984“ rückte. Das Wort „Rassismus“ sei heute lediglich eine Keule gegen unliebsame Meinungen. Ähnlich sei es mit angeblichem „Sexismus“. Wahren Sexismus gebe es vor allem unter Einwanderern, dennoch würden meist Deutsche als „sexistisch“ bezeichnet. „Populismus“, den Linke als Vorwurf verwendeten, sei in Wahrheit ein demokratisches Phänomen, nämlich die Umsetzung dessen, was im Volk populär sei.

3 Comments

3 Comments

  1. Avatar

    Dagehtslang

    27. Oktober 2019 at 13:36

    Starke Reden mit starken Standpunkten. Wieso hat man der gleichen noch nie aus den Reihen derer mit Regierungsverantwortung vernommen, auch und gerade nicht vor der Wahl?

  2. Avatar

    Widerstand.

    27. Oktober 2019 at 13:51

    BRAVO.

  3. Avatar

    Karl

    30. Oktober 2019 at 10:46

    Unwörter.
    Da in den Reden Populismus auch Thema war, hier ein Leserbrief den ich an diversen Zeitungen vor ca. 3 Jahren geschrieben habe. Er wurde im Standard leider verändert wiedergegeben, wobei er in einer Schweizer Zeitung voll und ganz erschienen ist und auf div. Webseiten noch zu finden ist.
    https://www.freiewelt.net/nachricht/populismus-rechtspopulismus-unwoerter-des-jahres-10069868/
    Thomas Eisenhut, der ihn auch erhalten hat, hat ihn anderen Worten das selbe geschrieben, siehe:
    https://www.wienerzeitung.at/meinung/gastkommentare/939703-Populismus-das-neue-Unwort.html

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