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Österreich

Hofer (FPÖ): „Mittlerweile sind fast alle Medien gegen mich unterwegs“

Monika Šimić

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„Ich bin trotzdem motiviert“, so Hofer. Er sei nämlich „ein ganz normaler Mensch, der Juden, Muslime und Christen zu seinen Freunden zählt, Journalisten, Unternehmer und Arbeiter, Angestellte und Freiberufler“.

Wien. Die neuerliche „Liederbuch-Affäre“ in der Steiermark ist weiterhin Thema. Mittlerweile hat der Vorsitzende der Israelitischen Kultusgemeinde, Oskar Deutsch, sogar den Rücktritt von FPÖ-Obmann Norbert Hofer als Dritter Nationalratspräsident gefordert (Die Tagesstimme berichtete). Hofer äußerte sich nun auf Facebook zu dieser Rücktrittsforderung und fragte seine Fangemeinde, was sie von dieser Forderung halte.

Hofer kritisiert Medien und ÖVP

„Liebe Freunde, die Kultusgemeinde und die Kronen Zeitung – so empfinde ich es – wollen offenbar meinen Rücktritt. Was ist eure Meinung dazu?“, schrieb er dort. Nur kurze Zeit später übte er in einem weiteren Beitrag Kritik an den Medien. „Mittlerweile sind fast alle Medien gegen mich unterwegs“, so Hofer. „Ich bin trotzdem motiviert. Warum? Weil ich ein ganz normaler Mensch bin der Juden, Muslime und Christen zu seinen Freunden zählt, Journalisten, Unternehmer und Arbeiter, Angestellte und Freiberufler. Liebe Kollegen in den Chefredaktionen, ihr kennt mich. Wie fühlt ihr euch bei dieser Kampagne? Liebe Freunde aus der ÖVP: Wir hatten eine tolle Regierung – muss das wirklich sein?“, fragte er abschließend.

Hofer schließt Zanger nicht aus

Zuvor gab Hofer bekannt, dass er rund um die „Liederbuch-Affäre“, in der der der FPÖ-Nationalratsabgeordnete Wolfgang Zanger eine Rolle spielt, keinen Grund für einen Parteiausschluss Zangers sieht. Der Inhalt des Liederbuchs sei „vulgärer und gefährlicher Müll“, aber man dürfe „einen Politiker nicht einfach in eine Nazi-Diskussion verwickeln, nur weil er vor 14 Jahren ein Buch geschenkt bekommen hat, so Hofers Begründung. Daraufhin mehrten sich die Stimmen, die vom FPÖ-Chef Hofer ein Durchgreifen forderten weiter. So forderte am Sonntag Nationalratspräsident Wolfgang Sobotka erneut von Hofer, von seinem Durchgriffsrecht Gebrauch zu machen.

Offenlegung der Inhalte sämtlicher Burschenschaften gefordert

Indes starteten Kunstschaffende eine Petition mit dem Titel „Gegen Nazi-Liedgut und antisemitische Hetze“. Darin fordern die Unterzeichner die Offenlegung der Inhalte sämtlicher Burschenschaften sowie den Rücktritt des FPÖ-Nationalratsabgeordneten Wolfgang Zanger. „Ein Abgeordneter mit diesem Hintergrund ist als parlamentarischer Vertreter der österreichischen Bevölkerung untragbar“, heißt es in dem Aufruf. „Wir fordern alle anderen Parteien dazu auf, die klare Abgrenzung der FPÖ zu allen Burschenschaften und ihren Mitgliedern, die derartiges Gedankengut als Teil ihrer Tradition verstehen und bewahren, zur Grundbedingung für jede weitere Regierungsbeteiligung der FPÖ in Stadt, Land und Bund zu machen“.

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8 Comments

8 Comments

  1. Avatar

    ZIckenschulze

    4. November 2019 at 10:33

    Wenn fast alle Medien gegen Hofer unterwegs sind, dann macht er offensichtlich mehr richtig als falsch.

  2. Avatar

    Josef L. Winkler

    4. November 2019 at 11:06

    Der Präsident der Israelitischen Kultusgemeinde Wien (IKG), Oskar Deutsch, forderte Hofers Rücktritt als Dritter Nationalratspräsident.
    Zum Buch des ehemaligen Oberrabbiners Dr. Moishe A. Friedman“ Der Rabbi, der Mossad und der Mord an Jörg Haider“, – Hintergründe der Ibiza-Video-Affäre und zu den angeblichen Mördern Jörg Haiders: Chaim Sharvit und Peter Linduska (ehem. Chef von Haiders Leibwache) und Co. schweigt er aber, der Elefant im österreichischen Wohnzimmer.
    Für Ihn und die IKG ist ein (zugegeben ekeliges und dämliches) Liederbuch anscheinend viel grauslicher als ein Mord an einem Österreichischen Politiker durch den Mossad.

  3. Avatar

    Andreas Seidel

    4. November 2019 at 11:36

    Das er sich jetzt beschwert nachdem er sich dem linken Mainstream über Monate angebiedert hat zeigt nur, dass er nichts verstanden hat. Die FPÖ sollte endlich wieder klare Kannte zeigen, dann werden die Wähler es auch wieder quittieren.

  4. Avatar

    Michael Buchholz

    4. November 2019 at 13:27

    … erst einmal stimme ich „Zickenschulze“ ohne EInschränkungen zu. Je richtiger der Weg des Einzelnen, desto lauter brüllt die HirnMatschPresse …

    … und wenn das so weiter geht, haben wir im neuen Jahr bald öffentliche Bücherverbrennungen … An was erinnert mich das nur?!

    • Avatar

      Gertrude Steiner

      5. November 2019 at 11:18

      Lässt die FPÖ und deren Minister++++++ endlich in Ruhe geht dort hin wo ihr hin gehört wenn euch Österreich so nicht passt mit einer FPÖ dann verschwindet einfach und kommt nie wieder.All diese Vereine+ Demos gehört verboten.Keinen Österreicher würde es je einfallen irgendwie auf der Welt sich so schäbig zu verhalten wie ihr hir

  5. Avatar

    Widerstand.

    4. November 2019 at 15:55

    Herr Hofer ist für diese Aufgabe einfach nicht geeignet. Wer seine Werte verrät, der hat verloren. Er ist in die Falle gegangen, und wenn Herr Hofer von der Mainstreamlügenpresse geliebt werden will, dann hat er nichts verstanden. Herr Kickl kann nicht klüger sein, denn er stützt den Kurs von Hofer. Die FPÖ sollte mit neuem Personal endlich das nachholen, was sie 70 Jahre versäumt hat:
    1. STRUKTUREN FLÄCHENDECKEND AUFBAUEN.
    2. EIGENE, GROSSE MEDIEN AUFBAUEN.
    3. DIE EIGENEN WERTE KEINEN MILLIMETER AUFGEBEN.

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      Zickenschulze

      5. November 2019 at 3:42

      Alles leichter gesagt, als getan. Es dürfte kein Besserer da sein.
      Ich wiederhole mich. Die Rechten haben ihre besten Pferde in der Wirtschaft eingespannt.

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    Herbert Pirker

    5. November 2019 at 17:23

    Na wie wär’s mit einer Rücktrittforderung an Herrn Deutsch?

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