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Gesellschaft

ZDF-Talkshow: Keine Einladung mehr für Björn Höcke (AfD)

Monika Šimić

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„Wir Medien haben niemanden zu erziehen“, sagte der ZDF-Chefredakteur Peter Frey, „aber wir müssen zeigen, wo die Grenzen demokratischer Gesinnung verlaufen“.

Berlin. – ZDF-Chefredakteur Peter Frey will den AfD-Politiker Björn Höcke nicht mehr als Gast in den Talkshows seiner Sender sehen. In einem Zeit-Streitgespräch mit mehreren Fernsehzuschauern verneite er die Frage, ob der thüringische AfD-Chef noch ein geeigneter Gast in Talkshows sei. Wer bei den Landtagswahlen im Oktober Höcke gewählt habe, habe „bewusst rechtsrextrem“ gewählt, so Frey.

ARD ging gegen Gauland ähnlich vor

„Wir Medien haben niemanden zu erziehen“, sagte der Chefredakteur weiter, „aber wir müssen zeigen, wo die Grenzen demokratischer Gesinnung verlaufen“. Frey hatte sich bereits im September dafür gerechtfertigt, dass der Sender ein Interview mit Höcke vorzeitig beendet hatte.

Schon 2018 gab es von ARD-Moderator Frank Plasberg eine ähnliche Ankündigung. Damals gab er bekannt, AfD-Chef Alexander Gauland nicht mehr in seine Sendung hart aber fair einladen zu wollen. „Wer die Verbrechen des Nationalsozialismus relativiert, kann kein Gast bei ‘hart aber fair’ sein. Daher werden wir Alexander Gauland in Zukunft nicht mehr einladen“, hieß es damals hinsichtlich des „Vogelschiss“-Sagers von Gauland.

Grünen-Chefin häufigster Gast in Polit-Talkshows

Im weiteren Verlauf des Zeit-Gesprächs widersprach Frey Äußerungen, die den öffentlich-rechtlichen Rundfunk als „zu links“ bezeichneten. „Es stimmt einfach nicht, dass konservative Positionen auf unserem Sender keinen Platz haben“, sagte Frey. „Zum Glück sind die Zeiten der alten Bundesrepublik vorbei, als man im Sender wusste, wer in welches politische Lager gehörte und das Karrieren befördert hat“.

Wie die Junge Freiheit erst gestern unter Berufung auf eine Analyse des Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND) berichtete, war die Grünen-Chefin Annalena Baerbock 2019 der häufigste Gast in Polit-Talkshows. Die Bundestagsabgeordnete war laut Analyse insgesamt zehn Mal in einer der öffentlich-rechtlichen Sendungen von Frank Plasberg (hart aber fair), Anne Will, Sandra Maischberger und Maybrit Illner zu sehen.

AfD nur selten eingeladen

Auf dem zweiten Platz liegen Juso-Chef Kevin Kühnert und der Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses, Norbert Röttgen (CDU), mit je neun Auftritten. Die ehemalige Linken-Chefin Sahra Wagenknecht war wie die Fraktionschefin der Grünen, Katrin Göring-Eckardt, insgesamt sieben Mal zu Gast in Polit-Talkshows. Der FDP-Vorsitzende hingegen hatte mit sechs einen Auftritt weniger als Göring-Eckardt und Wagenknecht. Alexander Gauland war lediglich vier Mal zu Gast und ist damit der am häufigsten eingeladene AfD-Politiker. Insgesamt waren AfD-Politiker aber selten zu solchen Talkshows eingeladen.

7 Comments

7 Comments

  1. Avatar

    Christian Eberhardt

    18. Dezember 2019 at 12:38

    Naja, egal wie. Deutschland soll zu einem kommunistischen Staat umgewandelt ich habe es selbst gelesen. Googelt mal unter antifaschistische Strategie. Ein großer Schritt dazu ist schon gemacht. Ich bin einmal gespannt wann es die ersten Verhaftungen gibt, die kein Hass schüren aber gegen die Regierung und den Grünen und Linken sind bzw. die ersten Umerziehungslager.

  2. Avatar

    Zickenschulze

    18. Dezember 2019 at 12:49

    Keine Zeitverschwendung mehr für ZDF und ARD
    Zeit ist zu kostbar.

  3. Avatar

    Widerstand.

    18. Dezember 2019 at 13:56

    Diesen Meinungsdiktatoren hinterherzujammern bringt NICHTS.
    SCHAFFT EIGENE GROSSE, ALTERNATIVE MEDIEN. Was der Schneebrunzer kann, kann jeder.
    Dann erledigt sich das Problem von selber. Es kann ja jeder einladen, wen er will, mit der Betonung auf JEDER, aber das JEDER MUSS MAN ERST NOCH SCHAFFEN.
    Das beste Beispiel ist doch die Tagesstimme, man müsste sie jetzt GROSS machen.
    Mein Tipp: MACHT EIGENWERBUNG IN AKTIVISTISCHER FORM, kostet ausser ein bisschen Manpower fast nichts und kann die Bekanntheit extrem steigern. Was nützt die beste Arbeit, wenn sie nur wenige registrieren.

    • Avatar

      Zickenschulze

      19. Dezember 2019 at 0:30

      Alternative Medien gibt’s zu Hauf.
      Allein, sie kämpfen um Unterstützung, sprich ums überleben.
      60 Jahre Gehirnwäsche bei vorliegenden Umständen und Ergebnissen lassen sich nur durch die Hebelwirkung „blanke Not“ ins Bewusstsein rücken.

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    Klasube

    18. Dezember 2019 at 15:02

    „Wir Medien haben niemanden zu erziehen”, sagte der Chefredakteur (Frey) weiter, „aber wir müssen zeigen, wo die Grenzen demokratischer Gesinnung verlaufen”.
    „Weil wir nicht nur die Einzigen sind, die wissen was Demokratie ist, sondern auch wo deren Grenzen verlaufen“ – könnte man dieses widersprüchliche Statement ergänzen. Ich bin empört!
    Was für eine Arroganz, was für eine Ohrfeige für Millionen von AfD-Wählern, was für eine unverschämte Anmaßung mir zeigen zu wollen, wo die Grenzen der Demokratie verlaufen, Herr Frey. Am besten, Sie danken ab und nehmen gleich Ihren ganzen Tross von linksverbogenen „Journalisten“ mit…!

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    Klasube

    18. Dezember 2019 at 15:25

    Ich koche immer noch… (vor Wut)
    „Nach dem Rundfunkstaatsvertrag (RStV) ist die Ausgewogenheit des Programms beim öffentlich-rechtlichen Rundfunk nach § 11 Abs. 2 RStV zu berücksichtigen,…“
    Für das oberste Gericht (Bundesverfassungsgericht) ist Ausgewogenheit identisch mit Gleichgewichtigkeit und Vielfalt der bestehenden Meinungsrichtungen.[Quelle Wikipedia]
    Wortlaut des oben genannten Paragraphen:
    Die öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten haben bei der Erfüllung ihres Auftrags die Grundsätze der Objektivität und Unparteilichkeit der Berichterstattung, die Meinungsvielfalt sowie die Ausgewogenheit ihrer Angebote zu berücksichtigen.
    „Wie die Junge Freiheit (…) berichtete, war die Grünen-Chefin Annalena Baerbock 2019 der häufigste Gast in Polit-Talkshows.“ Nennen Sie das Ausgewogenheit, Herr Frey?
    Von der „Objektivität und Unparteilichkeit“ ganz zu schweigen – die sind zur offensichtlichen Lachnummer verkommen…!
    Sie und Ihre Kollegen sollten fristlos entlassen werden, denn Sie sind es, der den sozialen Unfrieden schürt und die Gräben der gesellschaftlichen Spaltung immer tiefer aushebt…!

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    Heimatvertriebener

    18. Dezember 2019 at 18:40

    Der Fortschritt ist einfach nicht aufzuhalten. Heute muss nicht mehr unterschieden werden, wer bei diesen Sendern links oder rechts ist und wessen Karriere zu befördern oder zu bremsen ist.
    Heute sind sowieso alle maßgeblichen Leute links, und die paar anderen werden sich hüten, sich zu outen.
    Die Situation erinnert mich an einen Witz, der aus der DDR stammt, wie die Bevölkerung politisch eingestellt ist. Man müsste ihn nur ein wenig anpassen:
    „Die DDR ist ein großer Garten. Fünf Prozent sind Rote Beete, außen rot, innen rot. Zehn Prozent sind Radieschen, außen rot, innen weiß. Der Rest ist Zittergras.

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