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Interview

RFS-Obmann: "Erwarte klare Haltung gegen diese linksextremen Chaoten"

Redaktion

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Die Universität Wien kam in den vergangenen Monaten kaum zur Ruhe. Es gab linksextreme Störversuche in den Vorlesungen des Historikers Prof. Lothar Höbelt und sogar tätliche Angriffe auf rechte Studenten. Die Tagesstimme sprach mit Lukas Heim, Bundesobmann des FPÖ-nahen Ringes Freiheitlicher Studenten (RFS), über die jüngsten Entwicklungen an der Universität.

Die Tagesstimme: Im vergangenen Semester war die Universität Wien Schauplatz linksextremer Proteste gegen den Historiker Lothar Höbelt. Wie bewerten Sie diese Entwicklung und sehen Sie die Freiheit der Lehre in Gefahr?

Heim: Das ist leider kein neues Phänomen, sondern hat sich bereits über eine längere Zeit abgezeichnet, jedoch werden die Mittel und Methoden, mit denen diese „Gesinnungspolizei“ vorgeht, in den letzten Monaten immer radikaler und extremer. Diese Entwicklungen stimmen einen leider sehr bedenklich. Friedliche Proteste gehören zur Universitätskultur dazu, wenn diese jedoch wie im vorliegenden Fall zu Blockaden werden und dann zusätzlich noch Gewalt ausgeübt und Sachbeschädigungen begangen werden, dann müssen hier ganz klare Grenzen gezogen werden.

Wenn unbescholtene Lehrpersonen mit totalitären Mitteln an der Ausübung ihrer Lehre gehindert werden, dann ist diese Grenze ganz klar überschritten. Wie man auch in anderen europäischen Ländern sieht, wird an den Universitäten mittlerweile jeder ausgegrenzt, der sich nicht der Meinung der Masse beugt. Das hat mit der Freiheit der Wissenschaft und ihrer Lehre meiner Auffassung nach nichts mehr zu tun.

Die Tagesstimme: Im Zuge der Proteste gegen Prof. Höbelt wurden Sie auch selbst zum Ziel von Gewalttätern. Doch plötzlich wurde Ihnen vorgeworfen, selbst einen Demonstranten angegriffen zu haben. Können Sie die Ereignisse aus Ihrer Sicht schildern und was sagen Sie zum Vorwurf der Österreichischen Hochschülerschaft (ÖH)?

Heim: Ich besuchte die Vorlesung von Prof. Höbelt im letzten Semester regelmäßig, weshalb ich auch an diesem Dienstag an der Uni war. Vor dem Hörsaal angekommen, musste ich feststellen, dass die Treppe, die zum Hörsaal führt, mit etwa 80-90 vermummten Demonstranten blockiert war. Als diese mich sahen, fielen bereits erste Beschimpfungen und wenige Minuten später wurden mehrere rohe Eier in meine Richtung geworfen. Ein neben mir stehender Student wurde von einem dieser Eier mitten am Kopf getroffen.

Gemeinsam mit den neben mir stehenden Studenten versuchte ich, vor dem Eierbewurf zu einer Seitentüre in den nächsten Gang zu flüchten, woraufhin ich aus nächster Nähe von einem dort stehenden Studenten bespuckt wurde. Als ich diesen zur Rede stellen wollte, wurde ich in eine Diskussion und in weiterer Folge in ein Handgemenge verstrickt, woraufhin etwa sieben bis acht der vermummten Demonstranten auf mich zustürmten und mich mit Tritten und Schlägen gegen Beine, Rücken und Hinterkopf attackierten. Nur mit großer Mühe konnte ich mich durch die Türe in den nächsten Gang flüchten, woraufhin die Vermummten von mir abließen und in der Menge der Blockade untertauchten. Zum Zeitpunkt der Attacke waren weder Sicherheitspersonal noch die Polizei anwesend. Als ich wenig später zurückkehrte und versuchte, die Täter in der Menge auszumachen, wurde ich erneut mit Eiern beworfen.

Den Vorwurf der ÖH weise ich aufs Schärfste zurück. Diese hält regelmäßig Veranstaltungen mit diversen linksradikalen und linksextremen Gruppierungen ab und ist in diese Szene bestens vernetzt. Es sollen auch Vertreter der ÖH selbst unter den Blockierern gewesen sein. Wie eine schriftliche Anfrage an die Vorsitzende der Bundes-ÖH zeigt, solidarisiert sich diese sogar mit den gewalttätigen Blockierern und unterstützt diese. Auch wenn man sich die Plattform anschaut, auf der diverse Bilder der Blockade veröffentlicht wurden, so sieht man auf den ersten Blick, wem die Betreiber ebendieser nahe stehen. So ist es auch wenig verwunderlich, dass keine Bilder des Angriffs veröffentlicht wurden.

Die Tagesstimme: Die ÖH hat dann sogar gemeinsam mit Linksextremen von der Antifa zu einer Sitzblockade gegen den Couleurbummel der Wiener Korporationen aufgerufen, nachdem die Polizei eine Kundgebung untersagt hatte. Haben Sie Verständnis für solche Aktionen?

Heim: Für derartige Aufrufe zum Gesetzesbruch habe ich kein Verständnis, es zeigt jedoch, was die Verantwortlichen von unserem Rechtsstaat halten. Es wird hier versucht, mit allen Mitteln gegen wertkonservative Studenten vorzugehen. Wie die Demonstration in der Vorwoche, wo ein Burschenschafter schwer verletzt und weshalb die Kundgebung untersagt wurde, gezeigt hat, schreckt man hier auch vor Gewalt nicht zurück. Ich verurteile derartige Aufrufe aufs Schärfste und werde mich auch in Zukunft für die Rechte von Couleurstudenten einsetzen.

Die Tagesstimme: Wie bewerten Sie die Rolle der Universität Wien? Wird hier genügend gegen Linksextremismus unternommen?

Heim: Die Universität Wien hat hier leider zu spät reagiert. Sie verurteilt in ihrer Aussendung zwar die Gewalt, jedoch hätte es gar nicht so weit kommen dürfen. Es muss gewährleistet werden, dass jeder Student ohne Angst an die Universität gehen kann und sicher ist. Hier erwarte ich mir weitere Schritte, um die Sicherheit der Studenten und die Freiheit der Wissenschaft und ihrer Lehre sicherzustellen, und eine ganz klare Haltung gegen diese linksextremen Chaoten.

Die Tagesstimme: Was plant der RFS, sollten im kommenden Semester die linksextremen Aktionen gegen Prof. Höbelt weitergehen?

Heim: Wie im aktuellen Fall werden wir derartige Vorfälle veröffentlichen und Druck auf die Verantwortlichen ausüben. Falls es notwendig ist, werden wir auch gemeinsam mit der FPÖ weitere Schritte setzen. Dies sind unter anderem schriftliche Anfragen oder auch eine aktuelle Stunde im Parlament.

Die Tagesstimme: Vielen Dank für das Interview!
2 Comments

2 Comments

  1. Avatar

    Zickenschulze

    3. Februar 2020 at 12:47

    Aufgeschoben ist eben nicht aufgehoben.
    Nun heißt es Farbe bekennen.
    Was bringt mir die beste Uni, wenn das Rückgrat fehlt.

  2. Avatar

    Hans Mayer

    5. Februar 2020 at 6:11

    Gewalttätigen Studenten ist die Studienberechtigung zu entziehen und das Maturazeugnis abzuerkennen, da sie durch ihre Gewalttaten den Beweis der „Nicht-Reife“ erbringen und eine „Reifeprüfung“ somit obsolet geworden ist.

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