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Gesellschaft

Marburg: Linke Studentengruppen fordern Verbot von Islam-Vortrag

Julian Schernthaner

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Die Islam-Expertin Susanne Schröter soll am Mittwoch einen Vortrag zum politischen Islam an der Marburger Uni halten – nicht zur Freude linksgerichteter Studentengruppen.

Marburg/Lahn. – An der traditionsreichen Philipps-Universität in Marburg sprachen über die Jahrhunderte bereits Redner der unterschiedlichsten Denkrichtungen. Dass sich auch Schröter in diese illustre Liste einreiht, wollen nun der SDS, die Linke, der Vorstand des Allgemeinen Studierenden-Ausschusses (AStA) und dessen Autonomes Schwulenreferat mit einem Aufruf verhindern. Das berichtete die Junge Freiheit am Montag.

„Populismus und rassistische Pauschalurteile“

Darin zweifeln die Studentengruppen die Wissenschaftlichkeit des Vortrags an. Man denke nicht, dass dieser eine sachliche Abhandlung würde. Vielmehr befürchte man, dass „der Vortrag von Populismus und rassistischen Pauschalurteilen“ geürägt sein würde. Die Studentengruppen werfen der Leiterin des Forschungszentrums Globaler Islam in Frankfurt vor, vermeintlich antimuslimische oder rassistische Veranstaltungen organisiert zu haben.

Die Kritik dürfte sich dabei auch auf ihr Umfeld beziehen. Denn Schröter gehört zu den Personen, welche hinter der „Initiative säkulärer Islam“ stehen. Weitere Mitglieder derselben sind der bekannte Islamkritiker Hamad Abdel-Samad sowie der Islamismus-Experte Ahmad Mansour, der dem Islam vor zwei Jahren eine Mitverantwortung für die Zunahme religiösen Mobbings attestiert hatte.

Frankfurt: Wirbel um Schröter-Veranstaltung im Vorjahr

Es ist nicht das erste Mal, dass ein Auftritt von Schröter im universitären bereich von Protesten begleitet wird. Im Vorjahr organisierte Schröter an der Frankfurter Goethe-Universität eine Podiumsdiskussion zum Thema Kopftuch im Islam. Daraufhin kam es ebenfalls zu Protesten gegen die Forscherin, linke Studenten forderten damals ihre Entlassung aufgrund angeblicher „anti-muslimischer Ressentiments“ – Die Tagesstimme berichtete. Schröter agiert in der Mainmetropole seit 2008 als Professorin für Ethnologie kolonialer und postkolonialer Ordnungen“.

1 Comment

1 Comment

  1. Avatar

    Tarek

    4. Februar 2020 at 21:45

    Ein wahrliches Armutszeugnis deutscher Universitäten. Mir war aber auch bereits seit längerem bewusst, dass die meisten Universitäten leider einen Mangel an Meinungsfreiheit und Demokratieverständnis haben. Hier ist es jedoch noch radikaler. Man überlege sich das mal: Die Studentengruppen kannten weder den Inhalt des Vortrags noch wissen diese selbst irgendetwas über Islamwissenschaft. Nur der Titel: „Islam-Vortrag“ genügte um eine unsachliche, diffamierende Hetzjagd auf Prof. Dr. Susanne Schröter zu veranstalten. Es ist schon Ironie des Schicksals, dass sich diese Studentengruppen als „Verteidiger von Minderheiten“ lobpreisen, aber praktisch sich nicht anders verhalten als die Nationalsozialisten während 1933-1945.
    Ich kenne jemanden, der geht auf diese Universität. Sollte dieser jemand noch wenistens etwas selbstständig denken können, dann mein Beileid. Ich würde mich für eine solche Universitäten bis auf die Knochen schämen.

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