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Rassismus-Debatte: Kommissar fordert EU-weite Aufarbeitung der Kolonialzeit

Monika Šimić

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In die aktuelle Diskussion rund um das Thema Rassismus hat sich nun auch die EU-Kommission eingeschaltet.

Brüssel. – EU-Kommissar Didier Reynders hat im Kampf gegen Rassismus in Europa eine EU-weite Aufarbeitung der Kolonialzeit gefordert. Wichtig sei es, nicht nur die Vergangenheit besser zu verstehen, sondern auch mehr Respekt für die Diversität der europäischen Bevölkerung zu bekommen, sagte Reynders heute in Brüssel. Das sei der beste Weg, um Rassismus zu überwinden.

Umbenennung von Straßennamen nicht der richtige Weg

Forderungen, Straßennamen wegen Rassismusverdachts zu ändern und bestimmte Statuen abzubauen, wies der Belgier jedoch zurück. Es sei nicht der richtige Weg, die Vergangenheit neu zu erzählen. Vielmehr müsse man die Kolonialzeit realistisch aufarbeiten. Bei einer Grundsatzdiskussion seien sich die Kommissare einig gewesen, dass es in der EU immer noch Rassismus gebe und dass entschiedener dagegen vorgegangen werden müsse, sagte Kommissionspräsidentin Vera Jourova. Kommissionschefin Ursula von der Leyen habe für den Herbst konkrete Pläne angekündigt.

Vor allem von den regionalen Verwaltungen der EU-Staaten forderte die Kommission mehr Engagement. Laut Studien spiele die Lebenslage der Menschen eine große Rolle, sagte Jourova. Die Kommission wünsche sich daher, dass regional ausgezahlte EU-Gelder häufiger zur Förderung von Chancengleichheit und zur Überwindung von Rassismus eingesetzt würden. „Wir sprechen vor allem über die junge Generation, der wir eine bessere Perspektive in Europa bieten müssen.“


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