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Technik

Politisch korrekt: Apple entfernt Begriffe wie „Blacklist“ und „Master“

Stefan Juritz

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Die Rassismus-Debatte erreicht auch die Informatik. Apple will  ab künftig keine „nicht-inklusive Sprache“ mehr verwenden.

Bereits vor Wochen kam im Zuge der „Black Lives Matter“-Proteste die Diskussion um angeblich diskriminierende Begriffe in der Informatik erneut auf (Die Tagesstimme berichtete). Am Donnerstag hat auch Apple auf seiner Entwicklerseite angekündigt, verschiedene Begriffe aus seinen Produkten zu streichen. „Bei Apple arbeiten wir daran nicht-inklusive Sprache aus unserem Entwickler-Ökosystem zu entfernen und ersetzen. Das beinhaltet Xcode, Programmierschnittstellen (API), Dokumentation und Open-Source-Projekte“, heißt es auf der Homepage.

Master/Slave und Blacklist/Whitelist

Konkret geht es der Firma etwa um Bezeichnungen wie „Master“ und „Slave“, die stattdessen beispielsweise durch „primary“ und „secondary“ ersetzt werden sollen. Als problematisch angesehen werden aber auch „Blacklist“ und „Whitelist“ – alt Alternative wird Apple künftig „Deny List“ und „Allow List“ verwenden.

Diese Änderungen betreffen aber nicht nur Apple, sondern haben auch Folgen für Drittentwickler, wenn deren Anwendungen auf Apple-Schnittstellen zugreifen. APIs mit „ausschließenden Begriffen“ würden nicht mehr unterstützt, sobald man die Änderungen umgesetzt habe. Entwickler sollen die Änderungen deshalb genau überwachen und proaktiv auf die neuesten APIs umstellen, gab Apple bekannt.

Google-Richtlinie

Die Diskussion ist freilich keine neue, sondern findet bereits seit Jahren statt. Erst im Oktober 2019 hatte Google ein Dokument veröffentlicht, in dem politisch korrekte Richtlinien für Programmcodes empfohlen wurden. Demzufolge sollen Entwickler etwa auf eindeutig dem Geschlecht zugeordnete Begriffe und Pronomen verzichten.


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