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Deutscher Verfassungsschutz warnt vor islamistischen Anschlägen

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Die Bilder aus Frankreich und Österreich sind noch präsent, da kommt bereits die Warnung vor weiteren Anschlägen. Immer wieder warnten Sicherheitsbehörden in Deutschland vor der Terrorgefahr, die von radikalen Moslems ausgeht.

Berlin. – Nach den neuesten islamistischen Anschlägen hat der deutsche Verfassungsschutzchef Thomas Haldenwang die deutschen Sicherheitsbehörden dazu aufgerufen, „sehr wachsam“ zu sein. Es gehe aktuell darum, „einen sehr scharfen Blick auf die uns bekannten Gefährder zu werfen“, erklärte Deutschlands oberster Verfassungsschützer dem ARD-Hauptstadtstudio. Die Emotionen radikaler Moslems seien durch die Anschläge und die Debatte um Mohammed-Karikaturen am Hochkochen. Islamisten in Deutschland würde aktuell sehr intensiv darüber diskutieren und Solidarität mit den Moslems in Frankreich zeigen. „Insofern, denke ich schon, müssen die Sicherheitsbehörden in Deutschland zur Zeit sehr wachsam sein und einen sehr scharfen Blick auf die uns bekannten Gefährder werfen“, ist die vollständige Aussage Haldenwangs dazu.

Mehr als 2.000 potentielle Terroristen

Derzeit befinden sich 2.060 Islamisten in Deutschland, die laut Verfassungsschutz dazu bereit wären, einen Terroranschlag zu begehen oder sich an einem solchen zu beteiligen. 620 davon werden als Gefährder gelistet, also als Personen, deren Gefährlichkeit als hoch eingestuft und ständig neu bewertet wird. Eine eigentlich notwendige ständige Bewachung dieser Personen scheitert an dem fehlenden Personal, ein Missstand, der auch nach dem Anschlag in Wien wieder für Diskussionen sorgt. Dies dürfte in naher Zukunft jedoch eher noch schlimmer als besser werden.

Nach Angaben des Terrorismusexperten Peter Neumann werden demnächst hunderte Dschihadisten aus den Gefängnissen entlassen, worauf die meisten europäischen Staaten nicht vorbereitet seien. Die meisten davon seien nach 2010 zu relativ kurzen Haftstrafen verurteilt worden, weswegen nun die Entlassungen anstehen. „Hunderte von ihnen kommen in nächster Zeit frei, und nicht alle sind deradikalisiert. Auf diese Herausforderung haben sich nur wenige Staaten vorbereitet. Diese strategische Lücke muuss rasch geschlossen werden“, erklärte der Professor für Sicherheitsstudien am King’s College London am vergangenen Mittwoch den Zeitungen des Redaktions Netzwerk Deutschland.

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