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Gesellschaft

Patrioten beschallen Wiener Straßen mit Gebetsruf und Schussgeräusch

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Im achten Wiener Gemeindebezirk Josefstadt fand am Sonntagmorgen eine Protestaktion von Patrioten statt. Aus Lautsprechern eines Kleinlasters wurde der islamische Gebetsruf im Wechsel mit Gewehrschüssen abgespielt. Dies sollte die Einwohner der Josefstadt auf die Islamisierung Wiens und die damit verbundene Terrorgefahr aufmerksam machen.

Wien. – Organisator der Aktion war der Aktivist und Publizist Georg Immanuel Nagel. In Wien hatte erst sechs Tage zuvor ein islamistischer Terroranschlag mit vier Toten stattgefunden. Auf dem Telegram-Kanal „Patriotische Aktion“ wurde folgende Erklärung veröffentlicht:

Der Wiener Bezirk Josefstadt gilt als Hochburg von wohlsituierten Bobos und Gutmenschen. Fast alle wählen hier linke Parteien, wie die Grünen, die ÖVP, die SPÖ oder die Neos. Sie unterstützen also die Politik der Masseneinwanderung und Islamisierung. Was die Multikultis oft mit „Toleranz und Vielfalt“ beschreiben bedeutet für uns in Wahrheit den Verlust unserer Heimat, Gewalt und Terror. Hier im achten Bezirk lässt es sich noch schön leben, während die Arbeiterbezirke längst zu Migranten-Ghettos geworden sind. Trotz dem schrecklichen islamischen Terroranschlag vom Montag wollen sie weiter machen wie bisher. Wir, patriotische Aktivisten, welche die Überfremdung unserer Vaterstadt nicht einfach hinnehmen wollen, haben also beschlossen, der Josefstadt einen morgendlichen Besuch abzustatten, um ihnen eine lautstarke Kostprobe von dem zu geben, was sie den anderen auch zumuten. Wer uns den Terror bringt, der sollte sich über ein bisschen Lärm nicht beschweren!

Passanten reagieren mit Buh-Rufen

Der Kleinlaster der Aktivisten war von etwa 9 bis 10 Uhr in der Josefstadt unterwegs und wurde von zwei Mannschaftswägen der Polizei eskortiert. Auf der Ladefläche stand Georg Immanuel Nagel, der die Lautsprecher bediente und mindestens einmal eine kurze Ansprache hielt. Auf Twitter wurde ein Video gepostet, in dem Teile seiner Rede zu hören sind. Darin werden die Bewohner der Josefstadt kritisiert, durch ihr Wahlverhalten die Islamisierung zu fördern. Weiters ist der Spruch „Heute seid ihr tolerant, morgen fremd im eigenen Land“ zu hören. Danach sind laute Buh-Rufe der Passanten zu hören. Ein Video der Aktion wurde von Georg Immanuel Nagel auf Youtube hochgeladen.

Kritik von SPÖ-Politiker Omar Al-Rawi

Auch der SPÖ-Politiker Omar Al-Rawi veröffentlichte auf Twitter ein Video der Aktion. Gegenüber der Zeitung heute sagte er:

Ad hoc fällt mir dazu eigentlich nur der Satz: ‚Schleicht’s euch, ihr Orschlöcher‘ ein. Ich finde das wirklich letztklassig, dass man die Wiener Bevölkerung am Sonntag in der Früh mit Schusssalven und Gebetsrufen aufweckt. Das hat nur ein Ziel: aufzuhetzen – und das brauchen wir derzeit am wenigsten.

Der Wiener Bürgermeister Michael Ludwig nannte die Aktion auf Twitter „völlig inakzeptabel“. Die Wiener Polizei schrieb auf Twitter, die Kundgebung habe „verständlicherweise für Aufsehen, Unverständnis und Ablehnung“ gesorgt. Später entschuldigte sich die Polizei, die Kundgebung nicht sofort unterbunden zu haben.

Nagel reagiert auf Kritik

Auf die Kritik an der Aktion reagierte Georg Immanuel Nagel mit dieser Erklärung auf seinem Telegram-Kanal:

Mit dieser polizeilich angemeldeten Einzelaktion wollte ich die Leute einmal wachrütteln. Ich hoffe, dass niemand erschreckt wurde, das war sicher nicht meine Absicht. Es war jedenfalls klar, dass es sich um eine Demonstration handelt. Es ist auf jeden Fall wichtig, dass wir weiter über die Gefahren der Islamisierung aufklären. Wer sich jetzt über diesen Lärm mehr aufregt, als über den echten Terror, der hat völlig falsche Prioritäten.

In einer späteren Presseaussendung fügte Nagel noch hinzu:

Momentan wird die Unwahrheit verbreitet, dass die Kundgebung angeblich von der Polizei beendet wurde. Das war nicht der Fall. Die Versammlung wurde von mir persönlich ganz normal beendet, als wir am Ende der angemeldeten Route waren. Während der ganzen Zeit hat die Einsatzleitung uns kein einziges Mal aufgefordert, dass wir etwas anderes machen sollen. Es war ja auch alles legal und genehmigt.

Wenn jetzt Leute wie der dubiose Omar Al-Rawi von „Spaltung“ schwafeln, dann ist das die reinste Heuchelei. Genau weil jetzt immer noch nicht das Problem von der Wurzel her angegangen wird und die Grenzen nach wie vor offen bleiben sollen ist es so wichtig, durch kritische Aktionen auf diese fatale Politik aufmerksam zu machen.

Nagel veröffentlichte außerdem eine Anfrage, die er an die Wiener Polizei aufgrund ihrer Twittermeldung stellte:

Als Betroffener möchte ich gerne wissen, wer das Twitter-Konto der LPD-Wien betreut, bzw. wer für diese unangebrachten Stellungnahmen verantwortlich ist. Es werden hier ja offensichtlich parteipolitische Privatmeinungen wiedergegeben und keine sachlichen Inhalte zum tatsächlichen Geschehen. Der stark wertende und emotionale Tonfall und die Absurdität, sich für das korrekte Vorgehen der Beamten vor Ort zu „entschuldigen“, grenzen mMn an Amtsmissbrauch. Was die linke Presse schreibt darf keinen Einfluss auf das Verhalten der Polizei oder sonstiger Beamter haben.

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