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#metoo: Trump solidarisch mit beschuldigten Männern

Redaktion

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Gage Skidmore [CC BY-SA 3.0], via Wikimedia Commons

Nach dem Rücktritt zweier Mitarbeiter löst Donald Trump erneut mit einem Tweet Wirbel aus. Er mahnt, nicht allen Anschuldigungen blind zu glauben und erinnert an die Folgen, die falsche Beschuldigungen für Männer haben können.

Am vergangenen Samstag erinnerte US‐Präsident Donald Trump seine 50 Millionen Twitter‐Follower daran, dass „das Leben von Menschen durch eine bloße Anschuldigung zertrümmert und zerstört werde.“ Zudem erwähnte er auch den Anspruch dieser Personen auf Rechtsstaatlichkeit.

Missbrauchsvorwürfe im Weißen Haus

Trump nannte in seinem Tweet zwar keine Namen, jedoch folgte dieser unmittelbar auf das Ausscheiden zweier seiner Mitarbeiter, denen häusliche Gewalt vorgeworfen worden war. Wie das Handelsblatt berichtet, trat am Mittwoch Stabssekretär Rob Porter zurück, nachdem drei Frauen behauptet hatten, von ihm misshandelt worden zu sein. Nur zwei Tage später musste auch der Redenschreiber David Sorensen seinen Posten räumen, da ihm seine Ex‐Frau physische und psychische Misshandlung vorwirft.

Solidarität mit den Beschuldigten

Für seine kontroversen Äußerungen muss Donald Trump immer wieder Kritik einstecken, auch aus den eigenen Reihen. Ihm wird vorgeworfen, Zweifel an der gesamten #metoo‐Bewegung zu haben und somit auch an den Hunderttausenden von Frauen, die in den vergangenen Monaten mit Vorwürfen sexueller Gewalt gegen sie an die Öffentlichkeit gegangen sind.

Seine Sympathie mit den beschuldigten Männern kommt aber nicht von ungefähr. Immerhin wurde dem Präsidenten in der Vergangenheit schon von mehr als einem Dutzend Frauen sexuelle Belästigung und Missbrauch vorgeworfen. Trump bestritt diese Vorwürfe jedoch stets und drohte während des Präsidentschaftswahlkampfes sogar mit Klagen. Es überrascht daher nicht, wem er im aktuellen Fall Glauben schenkt. Während Trump zu den Vorwürfen der Frauen gegen seine Mitarbeiter weiter schweigt, wünschte er Rob Porter „alles Gute“ und eine „wundervolle Karriere“.

Demokraten fordern Erklärung

Die Missbrauchsaffäre um Porter belastet auch Trumps Stabschef John Kelly stark. Ihm wird vorgeworfen, schon seit Monaten von den Vorwürfen der Frauen gewusst zu haben – galt Rob Porter doch als seine rechte Hand. Ebenso ergeht es Stephen Miller, der mit David Sorensen im Umweltgremium zusammenarbeitete. Zwölf demokratische Senatoren haben nun in einem Brief Aufklärung darüber gefordert, wer von den Vorwürfen gegen die beiden Männer wusste. Vor allem wollen sie auch erfahren, weshalb die beiden trotzdem so lange in ihrem Amt bleiben durften.

Das Leben danach

Das Leben von Menschen wird durch eine bloße Anschuldigung zertrümmert und zerstört. Manche sind wahr und manche sind falsch. Es gibt keine Genesung für jemanden, der falsch beschuldigt worden ist – Leben und Karriere sind vorbei. Gibt es nicht länger so etwas wie ein rechtsstaatliches Verfahren?“, schrieb Trump  zur Causa wortwörtlich auf Twitter und machte damit auch auf mögliche Schattenseiten der Kampagne aufmerksam.

Peoples lives are being shattered and destroyed by a mere allegation. Some are true and some are false. Some are old and some are new. There is no recovery for someone falsely accused – life and career are gone. Is there no such thing any longer as Due Process?

— Donald J. Trump (@realDonaldTrump) 10. Februar 2018

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Welt

Identität und Demokratie”: Neue patriotische Allianz im EU‐Parlament gegründet

Stefan Juritz

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ASDF Mitglieder der neuen patriotischen ID-Fraktion. Foto: Facebook-Seite Harald Vilimsky

Mit 73 Abgeordneten stellt die neue ID‐Fraktion die größte patriotische Gruppe im EU‐Parlament. Mit dabei sind auch AfD und FPÖ.

Wien/Brüssel. – Am Mittwoch gründete sich in Brüssel die neue patriotische EU‐Fraktion „Identität und Demokratie – ID”, der auch die österreichische FPÖ angehört. Das gab FPÖ‐Delegationsleiter Harald Vilimsky am Donnerstag in einer Presseaussendung bekannt.

Größte patriotische EU‐Fraktion”

Es ist uns gelungen, einen ersten Schritt hin zu einer Vereinigung des freiheitlich‐konservativ‐patriotischen Lagers im EU‐Parlament zu setzen. Die neue ID‐Fraktion vereinigt nämlich sowohl Delegationen aus der ECR, der EFDD, als auch aus der alten ENF‐Fraktion. Und mit nunmehr 73 Abgeordneten stellen wir die größte patriotische Fraktion im EU‐Parlament“, zeigt sich Vilimsky erfreut.

Ziel der neuen Fraktion sei weder „eine Zerschlagung” noch ein Austritt aus der EU, sondern „die Erzeugung eines notwendigen Reformdrucks auf das europäische Einigungswerk”, wie Vilimsky betont. Als weitere Ziele werden genannt: „echte Subsidiarität”, „Kampf der illegalen Migration”, „mehr direkte Demokratie” sowie der „Erhalt der Vielfalt in Europa auf allen Ebenen”.

Salvini, Le Pen & Co

Der neuen ID‐Fraktion gehören 73 Abgeordnete aus neun Ländern an. Stärkste Kraft ist die italienische Lega von Innenminister Matteo Salvini mit 28 Abgeordneten, gefolgt von Marine Le Pens Rassemblement National aus Frankreich mit 22 Mandataren. Weiters vertreten sind die deutsche AfD (11), die österreichische FPÖ (3), der flämische Vlaams Belang (3) aus Belgien, die Finnen‐Partei (2), die tschechische SPD (2) sowie die Dänische Volkspartei (1) und der estnische EKRE (1).

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Macron wünscht sich Merkel als EU‐Chefin

Stefan Juritz

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ASDF ActuaLitté [CC BY-SA 2.0], via Wikimedia Commons [Bild zugeschnitten]

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron würde die deutsche Bundeskanzlerin unterstützen, sollte sie EU‐Kommissionspräsidentin werden wollen.

Bisher ist die Nachfolge von EU‐Kommissionspräsident Jean‐Claude Juncker noch nicht geklärt. Frankreichs Präsident Emmanuel Macron bringt nun wieder die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel ins Spiel.

Europa braucht Gesichter”

Gegenüber dem Schweizer Sender RTS erklärte Macron, er würde Merkel als neue EU‐Kommissionspräsidentin unterstützen, „wenn sie es machen wollte”.

Europa braucht Gesichter, starke Persönlichkeiten, es braucht Leute, die eine persönliche Glaubwürdigkeit haben und die Kompetenzen, um die Posten auszufüllen”, zitiert die dpa den französischen Präsidenten

Merkel selbst hat einen Wechsel nach Brüssel bereits zuvor ausgeschlossen. Laut eigenen Angaben will sich die Kanzlerin nach ihrer Amtszeit als Bundeskanzlerin aus der Politik zurückziehen.

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Gesellschaft

Vatikan spricht sich gegen „Gendertheorie“ aus

Joshua Hahn

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ASDF Symbolbild: Pixabay [CC0]

In einem offiziellen Dokument warnt der Vatikan vor der „Auslöschung” der Geschlechter.

Rom. – Das Dokument trägt den Titel „Als Mann und Frau schuf er sie“ und wurde am vergangenen Montag vorgestellt. Wie das „Domradio“ berichtet, wird darin scharfe Kritik an der „Gendertheorie“ geübt. Diese sei ein „konfuses Konzept der Freiheit“ und beziehe sich primär auf „momentane Sehnsüchte“ der Betroffenen. Allgemein entspränge der Trend zu den fließenden Übergängen zwischen den Geschlechtern der Postmoderne.

Wie die „Tagesschau“ berichtet, wird die „Gendertheorie“ konkret als Ideologie bezeichnet, welche die „Natur eines Mannes und einer Frau leugnet und eine Gesellschaft ohne geschlechtliche Unterschiede vorsieht“. Dies stehe der „anthropologischen Grundlage“ der Familie klar entgegen, so der Vatikan.

In dem Text ist weiter zu lesen, dass man mit dem Dokument zum Dialog anregen wolle. Und der Vatikan betont auch: Es sei es stets Respekt gegenüber allen Menschen zu lehren und niemand dürfe wegen seins Glaubens oder seiner sexuellen Neigungen verfolgt oder diskriminiert werden.

Kritik von Schwulen und Lesben

Kritik am Dokument folgte rasch. So kritisierte die US‐Organisation „New Ways Ministry“, dass durch das Schreiben lediglich Vorurteile geschürt würden. Auch die Gefahr von „Gewalt gegen Minderheiten“ würde durch solche Aussagen gesteigert werden.

New Ways Ministry” hat ihren Hauptsitz in Maryland und setzt sich für die Rechte von Homo‐, Bisexuellen und Transgender (LGBT) in der katholischen Kirche ein.

Der Vorsitzende der Organisation, Francis DeBernardo, erklärte, es gäbe „Faktoren, die über die Genitalien eines Menschen hinausgingen“. Er plädierte deshalb dafür, dass Menschen vielmehr ihr Geschlecht „entdecken“ sollten, um so die Person zu erkennen, als die sie geschaffen wurden. Der Vatikan fördere durch die Veröffentlichung des Dokuments aktiv „die falsche Lehre“. Er stütze sich auf „Mythen, Gerüchte und Unwahrheiten“.

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