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Kultur

Heute ist Aschermittwoch: Kennen Sie den Brauch?

Redaktion

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Bildquelle: Pixabay

Zwischen all dem Trubel um den heutigen Valentinstag wird so mancher aus dem Sinn verloren haben, dass in diesem Jahr noch ein zweiter Feiertag auf den 14. Februar fällt: Aschermittwoch. Doch was ist das überhaupt? 

Mit dem Aschermittwoch endet die fröhlich ausgelassene Faschingszeit und die 40-tägige Fastenzeit beginnt. Sie soll die Menschen dazu aufrufen, sich auf das Wesentliche zu besinnen und sich in Verzicht zu üben. Sein Name rührt von einem Brauch in der Kirche des ersten Jahrtausends her.

Brauchtum mit tiefen Wurzeln

Im Christentum legten Gläubige, die für eine schwere Schuld büßen mussten, zu Beginn der Fastenzeit ein Bußgewand an und wurden mit Asche bestreut. Die Asche soll als Zeichen für die menschliche Vergänglichkeit und Symbol für Trauer und Buße wirken. Dieser Brauch setzte sich schließlich bei allen Gläubigen fort. Das erste Gebet zur Aschensegnung fand schließlich im 11. Jahrhundert statt und wurde im 12. Jahrhundert um die Vorschrift ergänzt, die Palmzweige des Vorjahrs zu verwenden. Und auch heute noch, Jahrhunderte später, zeichnet der Priester im Gottesdienst Aschekreuze auf die Stirnen der Gläubigen.

Und was hat der Heringsschmaus damit zu tun?

Mit Beginn der 40-tägigen Fastenzeit werden die Menschen wieder daran erinnert, ihren Lebensstil zu mäßigen und sich in Verzicht zu üben. Da früher der Konsum von rohem Fleisch als Verzichtsritual bekannt war, entwickelte sich aus daraus die Tradition des Heringsschmauses, der traditionell am Aschermittwoch gegessen wird. Dabei galt der Heringsschmaus früher als „Arme-Leute-Essen“, da der saure Fisch sehr günstig war. Der Fisch ist zudem bereits seit Langem ein christliches Symbol, das an Christus erinnert.

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Gesellschaft

Akademikerball: Hunderte Gäste feierten stilvoll im Grazer Congress

Monika Šimić

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ASDF Bild: Am Samstag ging der 68. Grazer Akademikerball über die Bühne / Fotocredit: Mario Gimpel

Rund 800 Gäste tanzten und feierten am vergangenen Wochenende stilvoll im Grazer Congress, während rund 150 Demonstrationsteilnehmer gegen die Traditionsveranstaltung demonstrierten.

Graz. – Am Samstag fand im Grazer Congress der 68. Akademikerball statt, der von rund 800 Gästen besucht wurde. Unter dem Motto „Vier Säle – vier Stile” standen Auftritte von einem Streichquartett über einen Pianisten bis hin zu einer Bigband am Programm. Währenddessen zogen rund 150 linke Demonstrationsteilnehmer durch die Grazer Innenstadt, um gegen den Ball zu demonstrieren.

„…ex und dann zerschellt das Glas!”

Neben der feierlichen Eröffnung im prunkvollen Stefaniensaal durch den Unirat Ing. Mag. Alois Gruber und den Dritten Landtagspräsidenten DI Gerald Deutschmann (FPÖ) und der Polonaise, bei der die Tanzpaare in den Farben ihrer jeweiligen Verbindung eintanzen und vorgestellt werden, waren das Tanzspiel und die Mitternachtseinlage mit anschließender Quadrille die Besonderheiten im Programm. Sein offzielles Ende fand der Ball schließlich gegen 3 Uhr, nachdem beim sogenannten Schlusskreis das Grazer Studentenlied gesungen wurde und die Gäste ihre Gläser Richtung Bühne werfen durften. Bereits vorab hatte Jasmin Hans, Vorsitzende des Ballkommitees, betont, dass der Ball durch studentisches Brauchtum geprägt sei. Sie hielt außerdem fest, dass es vor allem die Besucher sind, die ein Zeichen für Gedankenfreiheit und Meinungsvielfalt setzen, „welches gerade in der heutigen Zeit bewahrt werden muss”. Auf Facebook bedankte man sich jedenfalls bei allen Ballgästen und teilte mit, dass man sich bereits auf den 69. Ball freue, der am 23. Jänner 2021 im Grazer Congress stattfinden wird.

Keine besonderen Vorkommnisse bei der Gegendemo

Bei den Protesten gegen den Ball hatte die linke „Offensive gegen rechts” mit 350 Teilnehmern gerechnet, erschienen sind laut Angaben der Polizei jedoch nur 150 Demonstranten, die sich dann vom Südtirolerplatz in Gang setzten und schließlich ihren Protest am Grazer Hauptplatz beendeten. Es gab keine besonderen Vorkommnisse.

Die Polizei hatte zuvor ein Platzverbot rund um den Grazer Congress verhängt, das ab 16 Uhr galt und mögliche Angriffe auf Ballbesucher verhindern sollte.

KSV organisiert Gratis-Bus nach Wien

Etwa eine Woche nach dem Grazer Akademikerball, am 24. Jänner, findet in der Wiener Hofburg der Wiener Akademikerball statt, der seit 2013 von der FPÖ Landesgruppe Wien organisiert wird. Die „Offensive gegen rechts” ruft auch in Wien zum Protest gegen den Wiener Akademikerball auf. Erwartet werden nicht nur Demonstranten aus Wien, sondern auch aus der Steiermark. Der Kommunistische Studentenverband (KSV) teilte auf seiner Facebook-Seite nämlich mit, einen Bus nach Wien zur Demo organisiert zu haben. „Antifa heißt Busfahren – Am 24. Jänner gratis nach Wien zur Demo gegen den FPÖ-Burschiball”, heißt es etwa in dem Facebook-Beitrag.

Weiterlesen:

Akademikerball: Sellner bestätigt Teilnahme – ÖVP kritisiert FPÖ (19.01.2020)

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Kultur

Zwischen Symbolismus und Syphilis — Künstlerportrait Hugo Simberg

Tino Taffanek

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ASDF The Devil by the Pot (1897) Hugo Simberg [Public domain] (Ausschnitt)

Hugo Simberg (1873–1917) gilt als einer der wichtigsten finnischen Symbolisten. Sein makaberes von der Krankheit beeinflusstes Werk zeigt oft Teufel, Dämonen oder den Tod. Ein kurzer Überblick über sein Schaffen bis zu seinem frühen Ableben.

Hugo Simberg, geboren im Jahre 1873 als Sohn eines Offiziers, war ein finnischer Maler und ist vor allem für seine mystischen Darstellungen von Engeln, Teufeln und dem Tod bekannt. Nach dem zweijährigen Besuch einer Abendschule für Kunst in seiner Heimatgemeinde und dem Abbruch der Schule zog er 1893 zusammen mit seinem Bruder nach Helsinki, um sich an der dortigen Kunstakademie zu bewerben. Nach einem Probesemester wurde er dort auch angenommen.

Neue Einflüsse in Finnland

In seinem zweiten Jahr auf der Akademie fühlte sich der junge Künstler vom trockenen und altmodischen Lehrbetrieb auf der Akademie zunehmend eingeengt und auch durch Mangel an positiver Kritik begannen in Simberg Selbstzweifel zu keimen. Mitte der 1890er schwappten zunehmend neue künstlerische Einflüsse in Form des Symbolismus nach Finnland, welche von Simberg mehr als nur willkommen geheißen wurden.

Symposium (1894 ) Akseli Gallen-Kallelahhh [Public domain]

Ermutigt von seiner Tante kontaktierte er schließlich Akseli Gallen-Kallela, den führenden Verfechter des finnischen Symbolismus, um bei ihm in die Lehre zu gehen. Er zog daraufhin nach Ruovesi, einer ländlichen Gemeinde im Westen Finnlands, wo Gallen-Kallela sein privates Atelier unterhielt. Der bisher das Leben der Hautevolee gewöhnte Simberg zeigte sich vom einfachen und friedlichen Leben am Land und der Nähe der Natur tief beeindruckt. Später sollten hier einige seiner bekanntesten Werke entstehen.

Erste eigene Werke

Doch allzu bald ist er gezwungen, seine Meinung vom friedlichen Landleben zu ändern, als ihm auch hier die dunklen Seiten auffallen. So bezeichnet er seine Hauswirtin, in einem Brief an seinen Bruder, als schlichtweg verrückt und ihren Mann als mehrmals die Woche betrunken. Auch seine ersten Beiträge zum Herbstsalon der Finnischen Kunstgesellschaft werden von den Kritikern geschmäht. Dennoch entstehen hier weitere vom Lauf der Natur inspirierte symbolistische Werke.

Autumn II (1895) Hugo Simberg [Public domain]

Nur sein Mentor Gallen-Kallela war weiterhin vom Talent des jungen Künstlers überzeugt. Sein Stil entspräche dem Zeitgeist und „dekorative Einfachheit“ sowie „idealisierte Primitivität“ entsprächen den zeitgemäßen Idealen des Symbolismus. Kallela ist es auch, der Simberg seine erste größere Reise, und zwar nach London, ans Herz legt.

Syphilis im Gepäck

Doch bereits zu Beginn der Reise ist Simberg in schlechter Stimmung. Ob wegen des mangelnden Erfolgs seiner Kunst oder aus privaten Gründen, nach seinem Eintreffen in London klagt Simberg in Briefen über Einsamkeit, das schlechte Wetter und darüber „ziellos in hoffnungsloser Sehnsucht umherzutreiben“. Bereits nach einem Monat verlässt er London wieder mit nichts weiter als einem merkwürdigen kleinen Aquarell im Gepäck. Darauf dargestellt ist ein nackter Männerkörper, der in einer wüstenartigen Umgebung liegt und dessen Lenden von einem schlangenartigen Wesen zerdrückt werden. Im Hintergrund entfernt sich eine Frau mit gesenktem Kopf.

Simberg wird, abgesehen von seiner oft dem Tod zugewandten Kunst, von seinen Zeitgenossen als impulsiv und humorvoll beschrieben und soll über ein aktives, wenn nicht sogar ausschweifendes Sozialleben verfügt haben. Aber auch dieses bleibt für ihn nicht ohne negative Konsequenzen. Nach heutigen Erkenntnissen ist davon auszugehen, dass Hugo Simberg an Syphilis litt, die vermutlich auch die Ursache für seinen frühen Tod ist. Die schlangenartige Kreatur auf Simbergs einzigem Werk aus der Zeit in London wird von vielen als Verkörperung der sexuell übertragbaren Erkrankung, an der er litt, gesehen.

Der Tod als Begleiter

In der Zwischenzeit fährt Simberg fort, weiter makabre Bilder mit Bezug zum Tod zu produzieren, bevor er 1898 eine weitere große Reise nach Italien antritt, aus der er mit gebrochenem Herzen zurückkehrt. Daraufhin zieht er sich im nächsten Jahr zu Pferde in den Kaukasus zurück und besucht dort seinen Halbbruder, der in dem an der Grenze Europas gelegenem Gebirge als Eisenbahningenieur arbeitete.

The Garden of Death (1896) Hugo Simberg [Public domain]

Langsam stellt sich aber bei Simberg auch beruflicher Erfolg ein. 1903 präsentiert er sein bis heute bekanntestes Werk „The Wounded Angel“ (dt. „Der verwundete Engel) auf dem Herbstsalon, der ihm zu Beginn seiner Karriere so vernichtende Kritiken eingebracht hat. Dieses neue Werk wird aber bereits damals als Triumph gefeiert. Infolgedessen erhält er den Auftrag, die Fresken für den neu erbauten Dom von Tampere zu malen. Um sich auf diese Aufgabe vorzubereiten, reist er erneut nach Italien, der Wiege der Freskenmalerei.

The Wounded Angel (1903) Hugo Simberg [Public domain]

Nachdem er diese Mammutaufgabe beendet hatte, schlägt jedoch erneut die Krankheit zu und Simberg reist nach Wiesbaden, um sich in dem alten Kurort zu erholen. Bei der Weihe des Doms befindet sich Simberg weiterhin in einem Sanatorium. Das Fresko selbst löste mit seiner Verbindung zwischen künstlerischen und religiösen Ambitionen als für Finnland neue Art von Gesamtkunstwerk eine Kontroverse aus. Aufgrund der dargestellten Nacktheit wird sogar die Forderung nach einer Zensur des Kunstwerks laut. Dieses Vorhaben scheitert jedoch und das Fresko wird für Simberg zum Erfolg, für den er mit Glückwünschen überschüttet wird.

Ein lang gehegter Traum

1907 folgt für Simberg der nächste Karrieresprung. Er nimmt eine permanente Lehrtätigkeit an der Kunstakademie, auf der er einst selbst studiert hatte, an. Im folgenden Jahr verliebt er sich in eine seiner Studentinnen, die er zwei Jahre später auch heiratet. Sie schenkt ihm zwei Kinder. So erfüllt sich für Simberg, nach gebrochenem Herzen und dem Leiden an einer Geschlechtskrankheit, der lang gehegte Traum einer glücklichen Ehe und einer Familie doch noch.

Diese Veränderung macht sich auch in den Werken Simbergs bemerkbar. Dominierten früher symbolistische Darstellung von Krankheit und Tod sein Schaffen, so treten nun vermehrt Portraits in den Vordergrund. Unter anderem auch von seiner Familie wie in „Towards the Evening“ (dt. „In Richtung Abend”), welches Vater und Sohn von Simberg zeigt. Vier Jahre nach „Towards the Evening“, und ohne ein weiteres bekanntes Werk geschaffen zu haben, erreicht Simberg schließlich 1917 seinen eigenen Lebensabend, den er mit dem Titel eines seiner letzten bekannten Werke in prophetischer Weise voraussah.

Towards the Evening (1913) Hugo Simberg [Public domain]

Später Ruhm

Zwar erzielte Simberg auch Zeit seines Lebens einige beachtliche Erfolge, aber wie bei so vielen Künstlern stellte sich auch bei ihm der Großteil des Ruhmes erst posthum ein. Knapp 90 Jahre nachdem Simberg von der Syphilis dahingerafft wurde, gewann sein Meisterwerk „The Wounded Angel” eine von der finnischen Nationalgalerie abgehaltene Wahl zum „Nationalgemälde Finnlands“.

Sogar in der zeitgenössischen Popkultur konnte Simberg Einfluss entfalten. Die finnische Symphonic Metal-Band Nightwish, welche international bekannt und die weltweit erfolgreichste finnische Band ist, veröffentlichte 2007 ein von Simberg inspiriertes Musikvideo. Das Video zur Single „Amaranth“ basiert auf seinem Werk „The Wounded Angel“.

Vereint mit dem so oft von ihm dargestellten Tod wurde ihm endlich auch der in jungen Jahren erträumte Ruhm zuteil und er kann mit Fug und Recht als einer der größten Maler Finnlands bezeichnet werden. Möge der Tod als Simbergs treuer Begleiter auch dieser späten Hommage an den finnischen Künstler lauschen.

Death Listens (1897) Hugo Simberg [Public domain]

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Kultur

20. IfS-Winterakademie: Lesen als Kernthema für junge Rechte

Gastautor

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ASDF Die Teilnehmer der 20. IfS-Winterakademie lauschen gebannt einem Vortrag von IfS-Leiter Erik Lehnert. Bild: © Sezession im Netz via Twitter.

Über 150 junge politisch Interessierte fanden sich vergangenes Wochenende zur bereits 20. Winterakademie des Instituts für Staatspolitik (IfS) in Schnellroda ein. An drei Tagen konnten die Teilnehmer interessanten Vorträgen lauschen und die gute Möglichkeit zur Vernetzung nutzen.

Gastbeitrag von Roman Möseneder

Zweimal im Jahr reisen zahlreiche junge Aktivisten und Interessierte verschiedenster politischer Organisationen und Strukturen der politischen Rechten nach Sachsen-Anhalt in das kleine Dorf Schnellroda, um sich zu vernetzen, gemeinsam zu singen und den zahlreichen inspirierenden Theorievorträgen zu folgen.

Erster Tag: Geschichten, Gedanken, Gesang

Nach einem kurzen Gastauftritt des AfD-Politikers Björn Höcke eröffnete Institutsleiter Dr. Erik Lehnert die Akademie offiziell und gab dem randvoll gefüllten Saal eine theoretische Einführung in das Leitthema der „Winterakademie”. Unter dem Motto „Lesen” wurden acht Vorträge und eine Arbeitsgruppe abgehalten.

Den ersten Vortrag des Tages hielt der serbische Politikwissenschafter Dr. Dušan Dostanić. Er referierte über die „politische Romantik” und hob dabei die aus ihr hervorgehenden deutschen Kultur- & Volkstheorien hervor. Den abschließenden Vortrag des Tages hielt Dr. Erik Lehnert. Er sprach über „Geschichtendenker” wie Hanno Kesting oder Armin Mohler. Ein gekürzter Vortragstext erscheint in der Februar-Ausgabe der Sezession.

Es folgte ein freier Abend mit zahlreichen Gesprächen und gemeinschaftlichem Gesang. In lockerer Atmosphäre konzipierten junge Rechte neue Projekte oder loteten Möglichkeiten zur Zusammenarbeit parlamentarischer mit außerparlamentarischen Gruppen aus.

Zweiter Tag: Ein Portfolio der politischen Lektüre

Der zweite Akademietag begann mit dem Vortrag „Warum lesen?”. Daraufhin referierte Benedikt Kaiser über linke Lektüren und gab dem jungen Publikum einen Leitfaden zur ertragreichen Lektüre linker Theorie. Der Politikwissenschafter nannte Namen wie Zizek, Mouffe und Marx. Nach dem Mittagsessen hatten die Teilnehmer die Möglichkeit im Verlagslager zu stöbern.

Nachmittags fuhr Martin Lichtmesz mit seinem Vortrag über rechte Klassiker fort. Den Teilnehmern wurde ein persönlicher Streifzug durch Mohlers Leseerfahrungen und Lehren geboten. Als Tagesabschluss sprach Professor Dr. Felix Dirsch über einen abendländischen Lektürekanon. Wer den europäischen Geist verteidigen will, müssen diesen zuerst kennen und in sich aufnehmen, so der Referent.

Nach Beendigung des formellen Teiles fanden die Teilnehmer in drei Arbeitsgruppen zusammen und diskutierten über rechte Periodika, Lesefaulheit und bewegende Lektüre.

Letzter Tag: Volk, Lesen, Widerstand

Den Sonntagmorgen eröffnete Dr. Dr. Thor v. Waldstein mit seinem Vortrag über Volk, Nation und Staat. Er vermittelte Grundbegriffe und Lehren von Max Weber, Werner Sombart und Hannes Freyer. Den Abschluss der 20. Akademie machte Sezessions-Chefredakteur und Antaios-Verlagsleiter Götz Kubitschek mit seinem Vortrag über innere Emigration. Beispiele für eine heutige „Innere Emigration” erkennt Kubitschek unter anderem im Abwägen jeglichen Sprechens auf der Goldwaage. In den kommenden Wochen werden die Vorträge auf Youtube veröffentlicht.

Eine solche Lektüre-Akademie, mit 150 motivierten jungen Menschen, zeigt, dass es noch Kräfte gibt, die sich leidenschaftlicher für Substanz, Theorie und selbstverpflichtende Bildung interessieren als für Koalitionsgedöns und naive, im Kern antipolitische Parteieskapaden”, resümiert Sezession-Autor Benedikt Kaiser. Dem ist nichts hinzuzufügen.

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