Interview Politik

Peter Kaiser (SPÖ): „Kärnten soll zum kinderfreundlichsten Land Europas werden”

Bild: Andreas Sucher, Büro Peter Kaiser via Wikimedia Commons [CC BY-SA 3.0]

Anlässlich der kommenden Kärntner Landtagswahl am 4. März 2018 hat die Tagesstimme den Spitzenkandidaten der verschiedenen Parteien mehrere kurze Fragen gestellt. Im Interview spricht Landeshauptmann Peter Kaiser (SPÖ) über die Ziele seiner Partei.

Tagesstimme: Sehr geehrter Herr Kaiser, am 4. März findet die Landtagswahl in Kärnten statt. Welche Ziele haben Sie sich gesetzt?

LH Kaiser: Ich will mit der SPÖ klar stimmenstärkste Partei werden, um dann Koalitionsgespräche aufnehmen zu können.

Tagesstimme: Wo liegt der Themenschwerpunkt im Wahlkampf?

LH Kaiser: Wir haben fünf Themenschwerpunkte für die nächsten fünf Jahre – damit es mit Kärnten weiter aufwärts geht!

  • Aufwachsen in Kärnten: Kärnten soll zum kinderfreundlichsten Land Europas werden.
  • Lernen in Kärnten: Kärnten soll zum Land der klügsten Köpfe werden.
  • Arbeiten in Kärnten: Arbeiten, dort wo andere Urlaub machen.
  • Leben in Kärnten: Das Land mit der höchsten Lebensqualität.
  • Alt werden in Kärnten: Beste Gesundheitsversorgung – Kärnten, wo man alt werden kann und jung bleibt!
Tagesstimme: Welche wirtschaftspolitischen Maßnahmen wollen Sie in Kärnten setzen?

LH Kaiser: Mit einer Bruttowertschöpfung von 4,7 Prozent hat es Kärntens Wirtschaft im Bundesländervergleich an die Spitze Österreichs geschafft. Das belegen die aktuellen WIFO‐Berechnungen über das Wirtschaftswachstum im ersten Halbjahr 2017. Die Armutsgefährdung konnte um mehr als 5 Prozentpunkte von 16 auf 10,8 Prozent gesenkt werden – das sind 23.000 Kärntnerinnen und Kärntner weniger, die nicht wissen, wie sie den nächsten Tag überstehen sollen. Weiteres werden wir alles daran setzen, die Rahmenbedingungen für Wirtschaftswachstum weiter zu stärken. Dazu zählen ein flächendeckendes Breitband mit Glasfaserausbau für ganz Kärnten, Investitionen in den Straßenbau sowie Schaffung unternehmerfreundlicher Rahmenbedingungen.

Tagesstimme: Ab der kommenden Wahlperiode gilt der Proporz nicht mehr, d.h. Sie brauchen höchstwahrscheinlich einen Koalitionspartner. Würden Sie auch zusammen mit der FPÖ regieren?

LH Kaiser: Die Bundespartei hat unter meiner Federführung einen Wertekompass und einen Kriterienkatalog für zukünftige Regierungsverhandlungen erstellt. Die Koalitionsgespräche werden anhand dieses Papiers geführt. Ich werde mit allen Parteien Gespräche führen. Wir werden sehen, welche Koalition‐Konstellation sich am Ende der Gespräche herauskristallisiert. Es soll jedenfalls eine sein, die zum Wohle der Kärntnerinnen und Kärntner regiert.

Tagesstimme: Herr Landeshauptmann, vielen Dank für das Interview!

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