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It’s the demography, stupid! – „Europäer sollen Platz für andere machen“

In einem Kommentar im Standard bespricht Joëlle Stolz ein Buch des Anthropologen Stephen Smith über den „Ansturm auf Europa“. Aus den demographischen Gegebenheiten in Europa und Afrika schließt sie, dass die europäische Bevölkerung Platz für andere machen müsse.

Kommentarvon Tino Taffanek
3 Minuten Lesezeit
<p>Symbolbild: By Oxfam East Africa [<a href="http://creativecommons.org/licenses/by/2.0">CC BY 2.0</a>], <a href="https://commons.wikimedia.org/wiki/File%3AOxfam_East_Africa_-_Hundreds_of_families_are_arriving_in_Dadaab_camp_every_day_01.jpg">via Wikimedia Commons</a></p>

Symbolbild: By Oxfam East Africa [CC BY 2.0], via Wikimedia Commons

Kommentar von Tino Taffanek

Letzte Woche ist im Standard ein Kommentar von Joëlle Stolz mit dem Titel „Afrika und der Ansturm auf Europa“ erschienen. Den Anlass für den Kommentar gab das Erscheinen eines Buches des Journalisten und Afrika-Korrespondenten Stephen Smith sowie die Diskussion um das österreichische Neujahrsbaby. Bei den Reaktionen, die das österreichische Neujahrsbaby hervorgerufen hat, ortet Stolz Rassismus und prophezeit uns ein schwarzes Neujahrsbaby. Dass dieses Sichtbarwerden der – als Großer Austausch bezeichneten – demographischen Veränderungen zu Recht Empörung hervorrufen könnte, kam ihr dabei nicht in den Sinn.

Bis zu 150 Millionen Afrikaner in Europa

Laut Smiths Buch könnte die europäische Bevölkerung mit afrikanischer Herkunft von heute neun Millionen in 30 Jahren auf 150 Millionen ansteigen. Immerhin stellt Stolz fest, dass auch Länder ohne koloniale Vergangenheit, wie Österreich, von der Masseneinwanderung betroffen sind. Weiters hebt Stolz die Aufbereitung der Fakten über Afrika in dem Buch lobend hervor.

Als Untertitel für das Essay schlägt sie „It’s the demography, stupid!“ vor. Eine Abwandlung der Phrase „It’s the economy, stupid“ aus dem Wahlkampf von Bill Clinton im Jahr 1992. Um die demographische Entwicklung in Europa auf den Punkt zu bringen, findet sich die abgewandelte Phrase auch schon seit längerem an prominenter Stelle auf dem Twitter-Account des Autors dieser Zeilen.

Bevölkerungsexplosion in Afrika

In den nächsten Absätzen geht Stolz genauer auf die Situation in Afrika, ihre Ursachen sowie auf Prognosen zur Bevölkerungsentwicklung und Umfragen zum Migrationsverhalten ein. Auch das vergleichsweise geringe Risiko einer illegalen Überfahrt nach Europa findet Erwähnung. Zusätzlich wird auf die Rolle der Religion in Afrika eingegangen. Der geneigte Leser möge sich dazu das Original zu Gemüte führen.

Handlungsempfehlung für Europa

Am Ende der neutralen Betrachtung Afrikas folgt eine alarmistische Warnung vor der politischen Rechten in Europa. Für einen im Standard erschienen Kommentar wenig überraschend. Zwar erwähnt sie auch den von Smith kritisierten „engelhaften Humanismus“ mancher NGOs, aber auch die „Festung Europa“ ist für sie keine Option. Als Strategie für Europa wird ein “Zusammenbasteln durch ständiges Verhandeln“ empfohlen. Was „zusammengebastelt“ werden soll, erwähnt Stolz nicht, aber vermutlich meint sie eine neue multiethnische Bevölkerung für Europa.

Europäer sollen Platz für andere machen

Laut Stolz zweifelt Smith an einer „Vereinbarkeit von Wohlfahrtsstaat und offener Gesellschaft“ und deswegen gab es in den USA nie „echte soziale Sicherheit“. Stolz selbst meint: „Die europäische Bevölkerung, die sich seit Jahrzehnten daran gewöhnt hat, am „richtigen“ Ort der Welt geboren zu sein, und dieses Privileg genoss, muss nun Platz für andere machen.“

Dass wir Europäer unsere ethnokulturelle Identität und das, was unsere Staaten an sozialer Sicherheit bieten, aufgeben sollen, um „Platz für andere zu machen“, ist an Dreistigkeit kaum mehr zu überbieten. Wir sind schließlich nicht aus Zufall am „richtigen Ort der Welt“ geboren. Wir sind die Erben unserer Vorfahren, der europäischen Kultur und dieses Kontinents. Europa ist der „richtige Ort der Welt“ für uns, und nicht für die explodierende Bevölkerung Afrikas – vor allem aber löst die afrikanische Auswanderung keines der Probleme des schwarzen Kontinents.

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