Deutschland Politik

Rücktritt Poggenburg: AfD‐Kritik an „grob falscher Berichterstattung”

By rufusmovie (https://www.youtube.com/watch?v=g4-Cqu67-FY&t=45s) [CC BY 3.0], via Wikimedia Commons

AfD‐Fraktionschef André Poggenburg kündigt seinen Rücktritt an. Er wolle damit „Druck von Fraktion und Partei nehmen”, begründet Poggenburg seinen Schritt. Medienberichte über einen angeblichen Abwahlantrag oder Rücktrittsforderungen aus der Partei weist die AfD zurück.

André Poggenburg, Fraktionschef der AfD Sachsen‐Anhalt, wird Ende März seine beiden Ämter als Fraktions‐ und Landesvorsitzender der AfD zurücklegen. Das teilte die AfD am Donnerstag in einer Aussendung mit.

Medienberichte über angebliches Misstrauensvotum

Bereits am Abend zuvor hatten mehrere deutsche Medien Meldungen über den Rücktritt Poggenburgs veröffentlicht.  Wie NDR, WDR, Süddeutsche Zeitung und dpa unter Berufung auf Parteikreise berichteten, habe die AfD‐Fraktion ihrem Vorsitzenden das Vertrauen entzogen. In einer geheimen Abstimmung hätten sich nur drei von 22 Abgeordneten für Poggenburg ausgesprochen. Zudem hätte der AfD‐Politiker deshalb seinen Rücktritt für kommenden Montag angekündigt.

AfD widerspricht ersten Medienberichten

Dieser Darstellung widersprach die AfD am Donnerstag. Entgegen verschiedenen Presseberichten habe es weder eine Rücktrittsforderung noch einen Abwahlantrag der Fraktion gegenüber dem Vorsitzenden Poggenburg gegeben, betont die AfD‐Fraktionsvorstand in einer Stellungnahme. Es habe auch keine Rücktrittsforderungen vom Amt des Parteivorsitzenden gegeben. Stattdessen habe es eine ausführliche Diskussion zu Poggenburgs umstrittener Aschermittwochsrede gegeben.

Richtig ist, dass André Poggenburg in der vorigen Woche dem Fraktionsvorstand und nachfolgend der Fraktion gegenüber selbst erklärt hat, zum Ende dieses Monats nach genau zwei Jahren Tätigkeit als Fraktionsvorsitzender zurückzutreten, aber gern weiter im Fraktionsvorstand mitwirken zu wollen.” Zudem habe Poggenburg angekündigt, in diesem Zusammenhang auch von seinem Amt als Landesvorsitzender zurücktreten zu wollen. Der AfD‐Politiker begründete diesen Schritt vor allem damit, so „Druck von Fraktion und Partei” nehmen zu können. Dies sei nach Angaben des Fraktionsvorstands als „äußerst ehrenwert und konstruktiv aufgefasst” worden.

Fraktionsvorstand prüft rechtliche Schritte

Der AfD‐Fraktionsvorstand kritisierte die „grob falsche und unsachliche mediale Berichterstattung” in diesem Fall. Die Berichte seien geeignet, das Ansehen der AfD‐Landtagsfraktion, der Partei und Poggenburg selbst zu schädigen.

Leider kam es nicht zum ersten Mal zu unautorisierten und verfälschten Äußerungen über Fraktionsinterna von Abgeordneten gegenüber der Presse. Der Fraktionsvorstand fordert das oder die betreffenden Fraktionsmitglieder auf, sich zu diesem schweren Fehlverhalten zu bekennen und Verantwortung zu übernehmen.”

Auch die Einleitung rechtlicher Schritte gegenüber der Presse werde der Fraktionsvorstand prüfen.

1 Kommentar

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  • Endlich.
    Sie haben es geschafft.

    Die vermeintlich Aufrechten des politisch‐medialen Kartells mit ihren „Eliten der Repräsentativen Demokratie” im Schleppverbund mit ihrem ganzen Anhang von willfährigen Vasallen und Paladinen in trauter Eintracht mit den ergrauten Polit‐ und Showbusiness‐Eminenzen neben junglinken Weltfremd‐Akademikern und den aggressiven Social‐Justice‐Kriegern aus dem gewaltaffinen Linke‐Antifa‐VERDI‐Bsirske‐Gewerkschafts‐SPD‐Grüne‐Khmer‐Jungvolk‐Gutmenschen‐Einpeitscher‐Verein.

    AfD‐Frontmann Poggenburg wurde zurückgetreten.
    Linker frenetischer Jubel DE‐weit.

    Ein Staat, der einseitige Volksverhetzung zulässt, steht auf sehr tönernen Füßen.
    Man entsinne sich:
    Malik Karabulut, „voll Integrierter türkischer Immigrant” in Hamburg und seine „Köterrasse”:
    Siehe dazu WeLT‐Online / 20170228 / „Deutsche dürfen ungestraft „Köterrasse“ genannt werden”

    „Die Deutschen kann man nicht beleidigen – zumindest nicht als Kollektiv, hieß es von der Staatsanwaltschaft Hamburg.””

    Kein Aufschrei vom politisch‐medialen Komplex.
    Alles richtig gemacht?
    So sah es AUCH die Hamburger Staatanwaltschaft, sie stellte basierend auf 20 Anzeigen ganz locker das Verfahren ein.
    Es kann nicht sein, was nicht sein darf.

    Poggenburgs (AfD) – „Kameltreiber” – Aschermittwochs Polit‐Attitüden‐Überspitzung waren dagegen für ihn tödlich.

    Das Gutmenschen‐Rücktrittspaket war sehr gut geschnürt – Auch das wird ihm noch zum Vorwurf gereicht:

    „Einige Fraktionskollegen kritisierten dem Bericht zufolge auch, dass Poggenburgs Lebensgefährtin eine Anstellung bei der Fraktion erhalten habe.
    Poggenburg hatte dazu früher erklärt, dass seine Lebensgefährtin zwar eine Ausbildung zur Kauffrau in der Fraktionsgeschäftsstelle absolviere, aber keine finanzielle Abhängigkeit zwischen ihm und ihr bestehe.””

    Wie politische, überaus gut dotierte Ämter in hochrangigen Familien verteilt werden, siehe – Familie Schäuble:
    Bei einem gemütlichen Sonntags‐Nachmittags‐Kaffee‐Plausch können beispielsweise Hr. Wolfgang Schäuble, Hr. Thomas Strobl und Ehegattin Christine (Alle hochrangige Mitglieder der CDU) gleich die nächsten Erziehungsaufgaben für den dummen, einfältigen deutschen Michel auskungeln.
    Fr. Strobl ist nämlich Fernsehfilmchefin des SWR, natürlich alles sehr regierungsfern, selbstredend.

    Dagegen ist ein Poggenburg mit seiner „Kauffrau” ein Waisenknabe auf untersten Level.
    Wenn schon Vetternwirtschaft, dann aber auch richtig!
    Nicht kleckern, sondern klotzen – Hr. Poggenburg!

    Ihre Sprüche waren nicht die Schlechtesten!

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