Politik Schweiz

Zürich: Jungsozialisten wollen christliche Feiertage abschaffen

Symbolbild: JUSO Schweiz via Wikimedia Commons [CC BY 2.0]

Die Jungsozialisten im Kanton Zürich beschlossen auf ihrem Parteitag die Forderung zur Abschaffung christlicher Feiertage. Diese sollen ihrer Ansicht nach vollständig durch „nicht‐religiöse Feiertage” ersetzt werden. Dies hatten die Jusos zuvor bereits in einem Positionspapier vorgestellt. 

Als konkretes Beispiel für allfällige „religionsneutrale” Feiertage nennen die Jusos den Weltfrauentag am 8. März oder den Tag der Menschenrechte am 10. Mai. Die gesetzlichen Feiertage im Kanton – Karfreitag, Ostermontag, Auffahrt, Pfingstmontag, Weihnachten und Stephanstag – würden sich „in vielen Fällen nach dem Christentum” richten. Dies stelle eine „einseitige Bevorzugung des Christentums” dar und sei „in einem säkularen Staat nicht haltbar”.

Jusos: Christliche Leitkultur ist „Mythos”

Des weiteren wehre man sich gegen den „Mythos der christlichen Leitkultur” und akzeptiere nicht, dass „die Rechtskonservativen soziale Konflikte auf den Islam projizieren”. Man erkenne auch „sexistische Strukturen” in Christentum und Kirche. Dies zeigen sich vor allem durch die weiterhin fehlende weibliche Priesterweihe im Katholizismus.

Keine Kritik an islamischen Kleidervorschriften

An Schulen soll nach den Juso‐Plänen der Religionsunterricht durch einen Ethikunterricht ersetzt werden. Man setze sich zum Ziel, dass in Klassenzimmern keine religiösen Symbole mehr „an den Wänden hängen”. Gleichzeitig respektiere man aber das Recht muslimischer Schülerinnen, im Schwimmunterricht einen Burkini zu tragen. Es läge ihnen „als Sozialist*innen und Feminist*innen […] fern, Menschen Kleidervorschriften zu machen”.

Umstrittene Forderungen auch in Bern

Mit ihren umstrittenen Forderungen stehen die Züricher Jungsozialisten in ihrem Lager nicht allein da. Laut einem Bericht der NZZ wollen die Berner Jusos bei ihrem Parteitag am kommenden Wochenende eine Reihe von Anträgen stellen. Man kann sich dabei unter Anderem die Verstaatlichung von Großkonzernen oder auch einen Menstruationsurlaub für Frauen vorstellen.

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