Kultur

Jahrhundert‐Physiker Stephen Hawking im Alter von 76 Jahren gestorben

Bild: flickr; Lwp Kommunikáció- Az univerzum, ahogy Stephen Hawking látja - Stephen Hawking at Gonville & Caius College, Cambridge. [CC BY 2.0]

Der britische Physiker Stephen Hawking ist im Alter von 76 Jahren in seinem Haus in Cambridge gestorben. Er galt als einer populärsten Wissenschaftler der letzten Jahrzehnte.

Laut Bericht des britischen Guardian hat die Familie den Tod des Physikers in den frühen Mittwoch‐Morgenstunden bestätigt. In einer Stellungnahme erklärten die Kinder Lucy, Robert und Tim: „Wir sind zutiefst traurig, dass unser geliebter Vater heute von uns gegangen ist.”

Er sei ein großer Wissenschaftler gewesen und ein außergewöhnlicher Mann, dessen Arbeit und Erbe für viele Jahre überdauern würden. Sein Mut und seine Beharrlichkeit gepaart mit Brillanz und Humor hätten viele Menschen auf der ganzen Welt inspiriert. „Wir werden ihn immer vermissen.”

Weltweit anerkannter Wissenschaftler

Hawking war vor allem wegen seiner Theorien zum Ursprung des Weltalls und zu Schwarzen Löchern in der Wissenschaft anerkannt. Beispielsweise lieferte er gemeinsam mit anderen Wissenschaftlern die mathematische Begründung für die Urknall‐Theorie. Außerdem lehrte er viele Jahrzehnte an der renommierten Universität Cambridge. Dort erhielt Hawking die Lucasian‐Professur für Mathematik, die einst auch Isaac Newton innehatte.

Unheilbare Nervenkrankheit

1963 diagnostizierten Ärzte beim 1942 in Oxford geborenen Hawking die unheilbaren Muskel‐ und Nervenkrankheit ALS (Amyotrophe Lateralsklerose), bei der die Muskeln allmählich absterben. Die Mediziner gaben Hawking deshalb nur noch wenige Jahre zu leben. Seit 1968 war er auf einen Rollstuhl angewiesen. Mit der Zeit konnte er sich kaum noch bewegen und nur mehr mit Hilfe eines Computers kommunizieren.

Die Krankheit hielt den Physiker allerdings nicht davon ab, zweimal zu heiraten und dreifacher Vater zu werden. Zudem veröffentlichte er mehrere populärwissenschaftliche Bücher. Vor allem mit seinem 1988 erschienen Werk „Eine kurze Geschichte der Zeit” erlangte er große Bekanntheit abseits des wissenschaftlichen Betriebs.

Reaktionen auf Hawkings Tod

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