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Seehofer widerspricht Merkel

„Der Islam gehört nicht zu Deutschland“

In einem Interview mit der Bild-Zeitung sprach der neue deutsche Innen- und Heimatminister Horst Seehofer (CSU) über die Bewältigung der Asylkrise. Mit seiner Aussage, dass der Islam nicht zu Deutschland gehöre, sorgt er bereits zum Amtsantritt für scharfe Kritik.

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<p><i>Foto: <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/User:Mlucan" class="extiw" title="de:User:Mlucan">Michael Lucan</a>, Lizenz: <a rel="nofollow" class="external text" href="http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/legalcode">CC-BY-SA 3.0</a></i> [<a href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0">CC BY-SA 3.0</a>], <a href="https://commons.wikimedia.org/wiki/File%3A2011-11-09_Horst_Seehofer_02.jpg">via Wikimedia Commons</a></p>

Der Satz „Der Islam gehört zu Deutschland“ war durch den ehemaligen deutschen Bundespräsidenten Christian Wulff und seine Rede zur Deutschen Einheit im Jahr 2010 bekannt geworden. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat diese Aussage mehrfach wiederholt und unterstützt.

Traditionen und Bräuche erhalten

Deutschland sei durch das Christentum geprägt, erklärt Seehofer. Dazu gehörten der freie Sonntag, kirchliche Feiertage und Rituale wie Ostern, Pfingsten und Weihnachten.  Der CSU-Chef betonte jedoch gleichzeitig, dass die in Deutschland lebenden Muslime „selbstverständlich zu Deutschland gehören“.

„Das bedeutet natürlich nicht, dass wir deswegen aus falscher Rücksichtnahme unsere landestypischen Traditionen und Gebräuche aufgeben“,

stellte Seehofer klar.

Kritik von der Opposition

Die Opposition reagierte auf Seehofers Aussage mit scharfer Kritik. So twitterte der Vorsitzende der Partei „Die Linke“, Bernd Riexinger, heute:

Auch der Grünen-Politiker Jürgen Trittin kritisierte Seehofers Äußerung. Ein Heimatminister, der es als erste Aufgabe sehe, die Heimat zu spalten, sei fehl am Platze, so Trittin laut eines Berichts der Frankfurter Allgemeinen. „Sie sind hier aufgewachsen. Und natürlich gehört ihr Glaube zu diesem Land“. Es gebe seiner Ansicht nach keine Bedrohung der christlich-abendländischen Traditionen in Deutschland.

Zustimmung für Seehofer

Hinter Seehofer stellte sich hingegen die brandenburgische SPD-Landtagsabgeordnete Kerstin Kircheis. Gegenüber dem Inforadio von rbb sagte die Sozialdemokratin am Freitag, dass sie davon ausgehe, dass Seehofer mit seiner Aussage den politischen Islam ansprechen wollte. „Der gehört generell nicht zu Deutschland.“

Zuspruch erhält Seehofer auch von der AfD. Der AfD-Fraktionsvorsitzende in Sachsen-Anhalt, André Poggenburg, schrieb auf Twitter:

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