Deutschland Politik

Seehofer widerspricht Merkel: „Der Islam gehört nicht zu Deutschland”

Foto: Michael Lucan, Lizenz: CC-BY-SA 3.0 [CC BY-SA 3.0], via Wikimedia Commons

In einem Interview mit der Bild‐Zeitung sprach der neue deutsche Innen‐ und Heimatminister Horst Seehofer (CSU) über die Bewältigung der Asylkrise. Mit seiner Aussage, dass der Islam nicht zu Deutschland gehöre, sorgt er bereits zum Amtsantritt für scharfe Kritik.

Der Satz „Der Islam gehört zu Deutschland“ war durch den ehemaligen deutschen Bundespräsidenten Christian Wulff und seine Rede zur Deutschen Einheit im Jahr 2010 bekannt geworden. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat diese Aussage mehrfach wiederholt und unterstützt.

Traditionen und Bräuche erhalten

Deutschland sei durch das Christentum geprägt, erklärt Seehofer. Dazu gehörten der freie Sonntag, kirchliche Feiertage und Rituale wie Ostern, Pfingsten und Weihnachten.  Der CSU‐Chef betonte jedoch gleichzeitig, dass die in Deutschland lebenden Muslime „selbstverständlich zu Deutschland gehören”.

Das bedeutet natürlich nicht, dass wir deswegen aus falscher Rücksichtnahme unsere landestypischen Traditionen und Gebräuche aufgeben”,

stellte Seehofer klar.

Kritik von der Opposition

Die Opposition reagierte auf Seehofers Aussage mit scharfer Kritik. So twitterte der Vorsitzende der Partei „Die Linke”, Bernd Riexinger, heute:

Auch der Grünen‐Politiker Jürgen Trittin kritisierte Seehofers Äußerung. Ein Heimatminister, der es als erste Aufgabe sehe, die Heimat zu spalten, sei fehl am Platze, so Trittin laut eines Berichts der Frankfurter Allgemeinen. „Sie sind hier aufgewachsen. Und natürlich gehört ihr Glaube zu diesem Land“. Es gebe seiner Ansicht nach keine Bedrohung der christlich‐abendländischen Traditionen in Deutschland.

Zustimmung für Seehofer

Hinter Seehofer stellte sich hingegen die brandenburgische SPD‐Landtagsabgeordnete Kerstin Kircheis. Gegenüber dem Inforadio von rbb sagte die Sozialdemokratin am Freitag, dass sie davon ausgehe, dass Seehofer mit seiner Aussage den politischen Islam ansprechen wollte. „Der gehört generell nicht zu Deutschland.”

Zuspruch erhält Seehofer auch von der AfD. Der AfD‐Fraktionsvorsitzende in Sachsen‐Anhalt, André Poggenburg, schrieb auf Twitter:

2 Kommentare

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  • ” „Nein.
    Der Islam gehört nicht zu Deutschland“, sagt der neue Bundesinnenminister Horst Seehofer der „Bild“ vom 16. März 2018.
    Das ist eine bedeutsame Richtungsweisung, und diese Zeitung sollte in keinem gutgeführten Archiv fehlen.””

    Dazu die Antipode:
    Der ewig unverstandene, das permanent personifizierte Religionsopfer Mazyek hetzt einmal wieder gegen die deutsche Köterrasse (So dürfen „unsere lieben muslimischen Mitbürger” ihre gastgebenden Menschen da draußen im weiten Lande ungestraft stigmatisieren – Nach Sicht der Hamburger Staatsanwaltschaft ist das KEINE Volksverhetzung) / WeLT‐Online / 20180308:

    „Der Vorsitzende des Zentralrats der Muslime, Aiman Mazyek, wirft der AfD vor, sich „verfassungsfeindlich“ zu verhalten.
    Mazyek sagte der „Frankfurter Allgemeinen Woche“:
    „Mit ihrer antimuslimischen Politik, dass sie Muslime nicht genauso behandeln möchte wie Christen oder Juden, hat sie gegen das Verfassungsrecht verstoßen.“ „”

    Warum kann man diese unsägliche Islam‐Religion nicht mit Christen‐ und Judentum gleichstellen?

    - Weil es eine Kairoer Erklärung gibt.
    In dieser „Kairoer Erklärung der Menschenrechte“ vom 05‐08‐1990 wird EINDEUTIG definiert, dass NUR die Scharia als „alleinige Grundlage von Menschenrechten“ gilt.
    Diese Erklärung unterstreicht ihren Ursprung im Islam als der „wahren Religion“ und der Lebensart der islamischen Gesellschaft (Umma), die als die beste aller menschlichen Gesellschaften beschrieben und der eine zivilisierende und historische Rolle zugeschrieben wird.
    Die Erklärung steht im Widerspruch zum internationalen Verständnis der Menschenrechte, weil sie die Unumstößlichkeit der Religionsfreiheit nicht anerkennt.
    Entgegen allen anderen Religionen in der Welt erhebt der Islam einen Ausschließlichkeitsanspruch für seine Gläubiger‐Gemeinschaft, andere Religionen zählen nicht, sie müssen unterworfen werden.
    Ein Zusammenleben von Muslimen mit allen anderen Menschen auf dieser Welt ist nur auf Basis dieser Kairoer Erklärung BINDEND.

    - Weil es nur einen, den UNVERÄNDERLICHEN Islam gibt!
    Die Al‐Azhar‐Universität in Kairo gilt als weltweit führende Institution des sunnitischen Islam, dem annähernd 90% aller Muslime angehören.
    Der leitende Imam dieser Universität Ahmed el‐Tayyib bezeugt diese Denk‐ und Auslegungsweise zum Islam JEDEN TAG, in all seiner blumigen islamischen Breite, standfest, permanent, unvermindert, entgegen aller noch so gutgemeinten, verwässerten, kleingeredeten und pausenlos veröffentlichten Sichtweisen deutscher und ausländischer Politiker zu dieser Religion.

    Und eben dieser Ahmed el‐Tayyib positionierte sich gegenüber Kauder (CDU) sehr nachdrücklich und unmißverständlich:
    „Hören Sie bitte auf, mit mir darüber zu reden, dass der Islam durch irgendeine Aufklärung muss.
    Wir wollen nicht durch eine Aufklärung, denn bei der Aufklärung ist das Ergebnis gewesen, dass der Staat über der Religion steht und bei uns muss die Religion stets über dem Staat stehen …“

    Ergo steht die „islamische Religion” mit ihrer Scharia IMMER über die Verfassung des jeweiligen Gastlandes.
    Da kann der Mazyek noch so viel vom kranken Pferd erzählen, seine Gralshüter im flockigen Orient kennen nur die obigen Bezüge.
    Das alles weiss ein Hr. Kauder, die CDU und das gesamte bisherige Parteienkartell des abgelaufenen Bundestages.
    Es gibt KEINEN gemäßigten Islam, es gibt nur ihn, den Einzigartigen, Unveränderlichen.
    Auch der türkische Diktator Erdogan überzeugte mit dieser Aussage.

    Trotz dieser Kenntnis schwafeln diese Herrschaften immer wieder und immer wieder von einem „liberalen” Islam, den es so nicht gibt und NIE geben wird.
    Lieber Nebelkerzen werfen, statt sich der konkreten Sorgen und Ängste der Bürger anzunehmen und die aufgestauten gesellschaftlichen Probleme endlich einer für das deutsche Staatvolk prosperierenden Lösung zuzuführen!

    Alle Liberalisierungsmaßnahmen zu dieser Religion werden sofort mit einer Fatwa belegt und von den Hohepriestern des Islams rigoros ausgemerzt.
    Alles andere ist Lug und Trug.

  • Ist doch merkwürdig, dass es so eine Debatte um keine andere Religion gibt. Und immer wird gefragt, wen man in Deutschland warum wie zugehörig findet. Wie zugehörig fühlen sich denn die Betroffenen und wie zugehörig wollen sie sich überhaupt fühlen?

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