Gesellschaft Welt

Führender Islamgelehrter kündigte eine „Eroberung Europas” an

Bild (Yusuf al-Qaradawi [mitte] mit Flagge der syrischen Rebellen, 2013): Bilal Dweik (بلال الدويك) via Wikimedia Commons [CC BY-SA 3.0]

Für Aufregung in sozialen Medien sorgt derzeit ein Video des führenden Islamgelehrten Yusuf al‐Qaradawi, welcher bereits vor fast zwanzig Jahren eine bevorstehende islamische Eroberung Europas ankündigte. 

Yusuf al‐Qaradawi war über Jahrzehnte hinweg prominentes Gesicht der islamischen Muslimbruderschaft, welcher er bereits zu Studienzeiten in Ägypten beitrat. Ein Gastkommentator der Welt bezeichnete ihn 2010 sogar als „einflussreichsten TV‐Scheich der arabischen Welt”. Seine im pan‐arabischen Sender al‐Jazeera gesendeten Predigten gehen thematisch oftmals über das Religiöse hinaus und erreichen in der islamischen Welt ein Millionenpublikum.

Eroberung Europas durch Missionierung

Im vorliegenden Video aus dem Jahr 1999 spricht er von einer Prophezeiung, wonach auf die historische Eroberung Konstantinopels ausgangs des Mittelalters nun die kommende Eroberung Roms bevorstünde. Dies bedeute eine Rückkehr des Islams nach Europa. Dabei handle es sich um keinen militärischen Feldzug sondern eine ideelle Eroberung durch die Da’wa. Dieser Begriff beschreibt den Vorgang islamischer Missionsaktivität. Al‐Qaradawi wörtlich :

Diese nächste Eroberung wird wahrscheinlich ein Eroberung durch Da’wa und Ideen sein. Es gibt keinen Grund, die Eroberung mit dem Schwert durchzuführen. Wir werden diese Länder ohne Armeen erobern. Wir wollen Armeen von Da’wa-Predigern und Lehrern.”

Einflussreicher Prediger unter Muslimen in Europa

Diese Ankündigung ist besonders deshalb brisant, weil Al‐Qaradawi auch in Europa kein unbeschriebenes Blatt ist. In London gründete er Ende der 1990er‐Jahre mit dem Europäischen Rat für Fatwa und Forschung sowie der Internationalen Union muslimischer Gelehrter gleich zwei Organisationen, welche die Verbreitung des Islams in Europa fördern sollen. Erstere beschäftigt sich mit der Anwendung islamischer Normen auf europäische Normen, während zweitere selbst im arabischen Raum in einem Näheverhältnis zum politischen Islam gesehen wird.

Indes galten über Jahrzehnte hinweg seine Schriftwerke ungeprüft als führende Schriften islamischer Organisationen in Europa. Sein 1960 erschienenes Leitwerk „Das Erlaubte und das Verbotene im Islam” fand über Jahre hinweg auf Empfehlung der Islamischen Glaubsgemeinschaft in Österreich (IGGÖ) als Lehrmittel im islamischen Religionsunterricht Verwendung. Außerdem sollen seine Ansichten aufgrund der weitreichenden Erhältlichkeit des Buches im deutschsprachigen Raum auch unter jugendlichen Muslimen in Deutschland Gehört finden.

4 Kommentare

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  • Leider kommt das überhaupt nicht überraschend, fügt es sich doch nahtlos an ähnliche Aussagen in der Vergangenheit. Unser Politik und unsere Massenmedien schauen bewußt seit Jahrzehnten weg.

  • Das Gros der Politiker, das der Masseneinwanderung positiv gegenüber steht, kann einfach nicht zu blöd sein, das Resultat ihres Handelns nicht zu begreifen. Sie wollen es genau so.

  • Und genau darum ist es dem Islam immer gegangen ! Scho Ghaddafi hat gewarnt , das die Türken das trojanische Pferd sind , die den Islam nach Europa bringen .

    Und Europa ( besonders Deutschland ) gibt ihnen noch grosszügige Unterstützung Geld , Häuser etc dafür – Geld , das viele die hier hart arbeiten nie verdienen werden !

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