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Kultur

ECHO: Beirat-Entscheidung zeigt moralische Schieflage der Kulturszene

Julian Schernthaner

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Jüngst wurde wegen antisemitischer und gewaltverherrlichender Textstellen einige Kritik an der Nominierung der Rapper Farid Bang und Kollegah für den wichtigsten deutschen Musikpreis ECHO laut. Nun gab der Ethikbeirat grünes Licht – ein Zeichen der moralische Schieflage in der deutschen Kulturszene. 

Kommentar von Julian Schernthaner

Die Meinungsfreiheit und die davon abgeleitete Freiheit der Kunst ist ein hohes Gut, deren Verteidigung einen wichtigen Eckpfeiler unserer Demokratie darstellt. Völlig zurecht lassen sich damit auch potentielle geschmacklose, verwirrende und für viele Menschen verstörende Projekte und Werke rechtfertigen. Aber es gibt auch Grenzen: Bei der Verherrlichung von erheblicher Gewalt oder anderweitig gefährlichem Material schiebt der Staat ebenfalls völlig zurecht einen Riegel vor (auch wenn das Ausmaß diskutabel bleibt). Und zwar, ohne ohne dass dies einen Eingriff in die Zensurfreiheit des Grundgesetzes bedeutet. Im jüngsten Fall haben aber der Staat und alle moralischen Instanzen grob versagt.

Vorgeschichte: Die „Causa Frei.Wild”

Der ECHO gilt als wichtigster deutscher Musikpreis, entsprechend steht auch seine Vergabe in öffentlicher Beobachtung. Zur Bewertung der aktuellen Geschehnisse muss man ein wenig in der jüngeren Geschichte graben.  Dass vordergründig die Verkaufszahlen für die Vergabe maßgeblich sind, sorgt nämlich für regelmäßige Kritik an den Nominierten. Der Wirbel erreichte einst seinen Höhepunkt als auf Druck anderer Nominierter die patriotische Deutschrock-Band Frei.Wild von der Liste gestrichen wurde.

Obwohl sich die Band in ihren Texten (z.B. in Das Land der Vollidioten) glaubwürdig und klar gegen politischen Extremismus aller Art positionierte, warfen andere Kapellen ihr vor, den „rechten Rand zu bedienen”. Weit links stehende Gruppen wie Jennifer Rostock oder Kraftklub drohten mit Boykott und begünstigten damit den ‚Sweep’ der ihrer Gesinnung näher verbundenen Gruppe Die Toten Hosen mit vier ECHOs an einem Abend.

Um sich solche Debatten in Zukunft zu sparen, installierte man daraufhin im Folgejahr einen Ethik-Beirat. Dieser sollte mögliche Nominierte überprüfen können und diente fortan als moralisches Feigenblatt des Musikpreises. 2016 erhielten Frei.Wild mit dreijähriger Verspätung übrigens doch noch – freilich wieder unter Protesten.

Textstellen verharmlosen Terror und Antisemitismus

Dieser hatte nun kürzlich auch die Vorwürfe gegenüber den beiden muslimischen Rappern Farid Bang und Kollegah zu prüfen. Nach zwei völlig zurecht indizierten Platten schaffte es der jüngste Tonträger „Jung, Brutal, Gutaussehend 3” diesmal irgendwie durch die Prüfstelle. Dieselbe Prüfstelle, die einst ein Album der Böhsen Onkelz wegen eines Fußball-Liedes und eines Liedes gegen Kindesmissbrauch als „gewaltverherrlichend” indizierte. Seitdem verkaufte sich „JBG 3” trotz vernichtender Kritiken mehrere hundertausend Mal und stand in Deutschland, Österreich und der Schweiz an der Spitze der Charts.

In ihren Texten rappen die beiden Skandalrapper unter anderem über einen „Körper definierter als von Auschwitz-Insassen” („0815”), sowie darüber Rentner „ins Koma” zu schlagen („Drecksjob”). Die Krönung folgt aber anschließend mit einer Stelle, die potentiell Terroranschläge verherrlicht: „Mit dem Sprengstoffgürtel auf das Splash-Gelände / In die Menschenmenge und kill sechzug Menschen / Und nach einem Schlag denkst du, dich hätt’ ein LKW überfahr’n/ Als wärst du aufm Weihnachtsmarkt” (ebenfalls „Drecksjob”)

ECHO-Beirat gibt grünes Licht

Für viele halbwegs moralisch lautere Menschen erübrigt sich bei solchen Stellen jedes Verständnis für die Freiheit der Kunst. Sogar der selbst skandalträchtige Bushido, der früher etwa mit eigenartiger Einstellung zum geistigen Eigentum anderer auffiel, kritisierte diese Stellen als „eine moralische Grenze” überschreitend. Kein Problem jedoch für den Ethikbeirat des ECHO. Es handle sich zwar um einen „absoluten Grenzfall zwischen Meinungs- und Kunstfreiheit und anderen elementaren Grundrechten”. Gleichzeitig halte man einen Ausschluss nicht für den richtigen Weg.

ECHO-Geschäftsführerin Rebecca Heinz stellte sich bereits zuvor hinter die Beiden. Immerhin sei „die Sprache des Battle-Rap hart” und verbale Provokation darin „ein typisches Stilmittel”. So weit so gut – an sich eine legitime Ansicht. Extreme Texte kennt man schließlich auch aus anderen Genres, die mit solchen Stilmitteln arbeiten.

Textpassagen widerspiegeln traurige Realität

Dass es sich dabei allerdings nicht bloß um „verbale Provokation” sondern traurige Realität handelt, erfahren wir derzeit ständig. Vor einigen Wochen ermordete in Paris ein islamgläubiger Migrant eine 85-jährige jüdische Frau aus rein antisemitischen Motiven. Die Debatte über den wachsenden Antisemitismus besonders unter muslimischen Heranwachsenden beherrscht seit Wochen die Medien. Und: einen Tag nachdem der Ethikbeirat des wichtigsten deutschen Musikpreises grünes Licht für die kritisierten Passagen gibt, fährt ein Irrsinniger in Münster in den Gastgarten eines Traditionsgasthauses – Die Tagesstimme berichtete.

Freilich, die Wahrscheinlichkeit, dass sich der mutmaßliche Amokfahrer von den Weisen auf „JBG 3” inspirieren ließ, geht gegen Null. Aber immerhin geschieht dies in einem Land, das nach jedem Amoklauf mit einer Feuerwaffe eine Debatte über ein Verbot von „Ballerspielen” aufwärmt, zuletzt nach den Geschehnissen in München im Sommer 2016. Ein Land, in dem renommierte Journalisten lieber ein „Macho-Messer-Verbot” überlegen würden anstatt sich der Problematik importierter Gewalt zu widmen. Was aber, wenn im Juli wirklich ein Attentäter oder Amokfahrer einen Lastwagen auf das Gelände des Splash-Festivals steuert und man in dessen Wohnung das möglicherweise bald preisgekrönte Album findet?

Linksextreme Punkband ebenfalls nominiert

Es wäre übrigens nicht der ECHO, wenn mit „Feine Sahne Fischfilet” nicht eine zweite Skandalband zu ihrer Nominierung käme – und zwar ganz ohne jedweden medialen oder gesellschaftlichen Aufschrei. Dieselben empörten Unkenrufer, die unter Textstellen wie „Kurz gesagt, ich dulde keine Kritik / An diesem heiligen Land, das unsre Heimat ist / Darum holt tief Luft und schreit es hinaus / Heimatland wir geben dich niemals auf” (Frei.Wild: „Südtirol”) beinahe die Vorboten eines Vierten Reichs sahen, sind von den Texten der mecklenburgischen Punkband nämlich vollends entzückt.

Diverse Medien stimmen regelmäßig in diesen Tenor ein. Denn „Punk heißt gegen’s Vaterland, das ist doch allen klar / Deutschland verrecke, das wäre wunderbar!”  und „Gib mir ein ‚like’ gegen Deutschland / Deutschland ist scheiße, Deutschland ist Dreck!” (Feine Sahne Fischfilet: „Gefällt mir) ist für denselben Spiegel, für den Frei.Wild eine „umstrittene Band” darstellt, halt doch einfach nur „Punkrock für die geilen Leute”. Völlig kritiklos wird die wegen ihrer „explizit anti-staatlichen Haltung” mehrere Jahre lang im mecklenburgisch-vorpommerschen Verfassungsschutzbericht erwähnte linksradikale Band sogar quer durch die öffentlich-rechtlichen Senderangebote hofiert.

Einseitige Kulturpolitik beenden

Ich habe eingangs die Freiheit der Kunst verteidigt, und stehe zu dieser Bewertung – sie soll provozieren dürfen und dabei auch die Grenzen des guten Geschmacks ausloten dürfen. Heute werden aber Musiker, welche etwa Heimat, Brauchtum und Tradition wohlwollend besingen, ausgegrenzt und mit unvorteilhaften Adjektiven beladen. Sie einzuladen sendet für Konzerthauschefs sogar „falsche Signale” aus. Gleichzeitig haben dieselben Entscheidungsträger in Kunst und Kultur offenbar kein Problem mit Phrasen wie „Deutschland verrecke” oder der Verhöhnung toter Weihnachtsmarktbesucher und der Verherrlichung von Gewalt.

Dabei sollten wir uns eingehend überlegen, welche Zeichen wir unseren Kinder und Kindeskindern vermitteln. Dazu gehört auch eine weniger einseitige Kulturpolitik. Der derzeitige Zeitgeist verurteilt patriotische Musiker – und bietet scheinbar Narrenfreiheit für linksextreme Künstler. Darüber hinaus verteilen Ethik-Beiräte offenbar Persil- und Freifahrtsscheine für unter diesem Denkmantel ausfällige Migranten und Islam-Konvertiten in der Kunst. Die angeblich angestrebte Vorbildwirkung wird dadurch vollkommen verfehlt – Fünf, setzen!

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Kultur

Nach Ausladung: Lisa Eckhart soll doch an Literaturwettbewerb teilnehmen dürfen

Stefan Juritz

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Die Kabarettistin Lisa Eckhart wurde vergangene Woche vom „Harbour Front Literaturfestival” ausgeladen. Jetzt soll sie aber doch auftreten.

Hamburg. – Die österreichische Kabarettistin Lisa Eckhart soll nun doch am Literaturwettbewerb um den Klaus-Michael Kühne-Preis teilnehmen dürfen. Das „Harbour Front Literaturfestival” habe dem Verlag und dem Management von Eckhart einen entsprechenden Vorschlag unterbreitet, teilten die Veranstalter auf Facebook mit: „Verlag und Management haben angekündigt, sich in der kommenden Woche zu diesem Vorschlag zu äußern.”

Bedrohliche „Cancel Culture”

Eigentlich sollte die Kabarettistin im Rahmen des Wettbewerbs aus ihrem Debütroman „Omama” lesen. Doch das Veranstaltungslokal „Nochtspeicher” machte einen Rückzieher und sagte die angekündigte Lesung ab. Man habe sich außerstande gesehen, die „Sicherheit der Besucher und der Künstlerin” zu gewährleisten. „Es ist unseres Erachtens sinnlos, eine Veranstaltung anzusetzen, bei der klar ist, dass sie gesprengt werden wird, und sogar Sach- und Personenschäden wahrscheinlich sind”, zitierte der Spiegel aus internen E‑Mails. Man habe aus der Nachbarschaft – „im bekanntlich höchst linken Viertel” – gehört, „dass sich der Protest schon formiert”.

Gegenüber der FAZ erklärte der Mitbegründer der Literaturveranstaltung, Nikolaus Hansen: „Aufgrund der Situation, die sich um Lisa Eckhart gebildet hat, können wir den Wettbewerb, wie wir ihn vorhatten und seit zehn Jahren gestalten, leider nicht mehr machen. Mich erinnert das an Weimarer Verhältnisse. Wir weichen einer Gewalt, aber es gibt auch keinen eleganten Weg, der Gewalt nicht zu weichen.“

Mittlerweile veröffentlichten auch die Betreiber des „Nochtspeichers” eine Erklärung zur Causa. Laut Bericht der FAZ begrüße man darin, „dass die Ausladung Lisa Eckharts vom Harbour Front Literaturfestival zu einer öffentlichen Debatte führt, diese gesellschaftliche Debatte ist überaus wichtig, um der bedrohlich um sich greifenden ‚Cancel Culture’ Einhalt zu gebieten”. Es sei „alarmierend”, wenn Veranstaltungen „gesprengt oder gewaltsam verhindert werden”, betonten die Betreiber.

Debatte entfacht

Kritiker werfen der Kabarettistin vor, in ihren Stücken rassistische und antisemitische Klischees zu bedienen. Die Ausladung vom Festival führte nun zu regen Diskussionen über Kunstfreiheit und die sogenannte „Cancel Culture”.

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Kultur

Kritik an Absage: Dieter Nuhr stellt sich hinter Lisa Eckhart

Stefan Juritz

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Die Kabarettistin Lisa Eckhart darf bei einem Literaturfestival nicht auftreten. Für ihren Kollegen Dieter Nuhr ist das ein „Skandal”. Auf Facebook zeigt er sich „fassungslos” über die Absage der Veranstalter.

Die politisch unkorrekte österreichische Kabarettistin Lisa Eckhart wurde vom „Harbour Front Literaturfestival” in Hamburg ausgeladen. Die Veranstalter hatten Sicherheitsbedenken wegen möglicherweise gewalttätigen Protesten der linken Szene (Die Tagesstimme berichtete). „Was für ein Skandal! Der Protestmob auf der Straße entscheidet also darüber, wer hier bei uns seine Kunst ausüben darf”, kritisierte der deutsche Kabarettist Dieter Nuhr daraufhin auf Facebook.

Nuhr: „Sie ist nur nicht links genug”

Seiner Ansicht nach müsse man nun „endlich” darüber diskutieren, was „Freiheit der Rede” heute noch bedeute. „Der linke und der rechte Mob wünscht sich offenbar nun eine Kunst, die linientreu den eigenen Ideologien folgt. Wer da nicht reinpasst, wird mundtot gemacht”, so Nuhr. Das „Auftrittsverbot” sei eine „klare Entscheidung” gegen die künstlerische Freiheit. Heute schrecke man selbst vor solch „totalitären Maßnahmen” nicht mehr zurück. „Dem muss entgegengesteuert werden. Die Absage macht mich fassungslos.”

Zudem verteidigte Nuhr seine Kollegin gegen Antisemitismus-Vorwürfe. „Sie steht als Künstlerin mit einer verstörenden Kunstfigur auf der Bühne, die eine Performance abliefert, die an Relevanz und Irritation nichts zu wünschen übrig lässt”, betonte er. Doch die Künstlerin Eckhart sei keine Antisemitin: „Sie ist nur nicht links genug.” Der Vorwurf des Antisemitismus sei „lediglich der perfide Versuch, eine politisch verdächtig eigenständig denkende Person zu diskreditieren”, betonte Nuhr.

Alf Poier zeigt Solidarität

Solidarisch zeigte sich indes auch der steirische Kabarettist Alf Poier. Einen Nachrichtenartikel über die Absage kommentierte er auf Facebook mit den Worten „Alles Gute Lisa!” und fügte ein Zitat aus seinem Programm „Humor im Hemd” hinzu: „Obwohl die Zeiten angeblich immer offener und toleranter werden, muss man immer mehr aufpassen, was man sagt! Früher hat man gelegentlich einen Regisseur gebraucht, wenn man auf die Bühne gegangen ist, heute braucht man einen Anwalt!”

Provokante Kabarettistin

Mit ihrem provokanten, zynischen und politisch unkorrekten Humor zählt die gebürtige Steirerin Lisa Eckhart aktuell zu den umstrittensten Kabarettisten im deutschen Sprachraum. Kritiker werfen ihr vor, in ihren Stücken rassistische und antisemitische Klischees zu bedienen.

Ursprünglich hätte Eckhart am 14. September im Rahmen des „Harbour Front Literaturfestival” aus ihrem kommenden Buch „Omama” lesen sollen. Doch der Klub „Nochtspeicher”, wo die Lesung hätte stattfinden sollen, legte sich plötzlich quer. Wie interne Mails zeigen, sieht sich der Klub außerstande, die „Sicherheit der Besucher und der Künstlerin” zu gewährleisten. „Es ist unseres Erachtens sinnlos, eine Veranstaltung anzusetzen, bei der klar ist, dass sie gesprengt werden wird, und sogar Sach- und Personenschäden wahrscheinlich sind”, zitiert der Spiegel. Man habe aus der Nachbarschaft – „im bekanntlich höchst linken Viertel” – gehört, „dass sich der Protest schon formiert”.

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Linker Druck: Kabarettistin Lisa Eckhart von Literaturfestival ausgeladen

Stefan Juritz

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am

Die Veranstalter haben massive Sicherheitsbedenken – sie befürchten gewalttätige Proteste aus der linken Szene. 

Hamburg. – Mit ihrem provokanten, zynischen und politisch unkorrekten Humor zählt die österreichische Kabarettistin Lisa Eckhart aktuell zu den umstrittensten Künstlern der Szene. Vor allem linke Kritiker werfen ihr vor, in ihren Stücken rassistische und antisemitische Klischees zu bedienen. Jetzt wurde die gebürtige Steirerin sogar vom „Harbour Front Literaturfestival” in Hamburg ausgeladen – aus Sicherheitsbedenken. Das geht aus aus internen Mails hervor, die dem Spiegel und der Welt vorliegen.

Mail-Verkehr: „Sach- und Personenschaden wahrscheinlich”

Eigentlich hätte Eckhart am 14. September im Rahmen des Festivals eine Lesung im „Nochtspeicher” halten sollen. Doch den internen Mails zufolge sieht sich der Klub außerstande, die „Sicherheit der Besucher und der Künstlerin” zu gewährleisten. „Es ist unseres Erachtens sinnlos, eine Veranstaltung anzusetzen, bei der klar ist, dass sie gesprengt werden wird, und sogar Sach- und Personenschäden wahrscheinlich sind”, zitiert der Spiegel aus dem Mail-Verkehr. Man habe aus der Nachbarschaft – „im bekanntlich höchst linken Viertel” – gehört, „dass sich der Protest schon formiert”.

Laut Spiegel-Bericht sei die Festivalleitung daraufhin mit der „Bitte” an Eckhart herangetreten, freiwillig auf eine Teilnahme zu verzichten. Dies habe die Kabarettistin jedoch abgelehnt.

Dieter Nuhr wegen Absage „fassungslos”

Kritik an der Absage kam kurz darauf vom deutschen Kabarettisten Dieter Nuhr. „Was für ein Skandal! Der Protestmob auf der Straße entscheidet also darüber, wer hier bei uns seine Kunst ausüben darf”, schrieb er auf Facebook. Man müsse nun „endlich” darüber diskutieren, was Freiheit der Rede heute noch bedeute. „Wer Lisa Eckart Antisemitismus vorwirft, muss entweder geistesgestört sein oder böswillig. Ich fürchte, bei einigen ist es eine Mischung aus beidem”, so Nuhr.

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