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Technik

USA und Großbritannien: Neue Hacker-Vorwürfe gegenüber Russland

Redaktion

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Nachdem sich das Verhältnis zwischen Russland und den westlichen Mächten im Zuge des vermeintlichen Giftgasangriffs in Syrien ohnehin schon in einem Tief befindet, haben die USA und Großbritannien den Kreml am Montag mit neuen Vorwürfen konfrontiert. Russische Hacker sollen demnach seit 2015 großflächige Cyberangriffe gegen Regierungseinrichtungen, Organisationen und auch Privatpersonen verüben.

Laut Angaben britischer und amerikanischer Sicherheitsbehörden sollen diese Angriffe der Spionage dienen. Sie sollen darauf abzielen, die Arbeit anderer Regierungen zu behindern und deren geschäftliche Aktivitäten zu stören, berichtete die Neue Zürcher Zeitung. In fachspezifischer Sprache handelt es sich um einen „Man in the Middle“-Angriff. Bei einer solchen Attacke schaltet sich der Angreifer zwischen zwei kommunizierende Personen.  In diesem Fall soll dies durch den Angriff von Routern und Firewalls geschehen sein.

Russland: „Haltlose Vorwürfe”

Ciaran Martin vom britischen National Cyber Security Centre zufolge beobachte man derartige Angriffe bereits seit mehr als einem Jahr. Man vermutet, dass sich die mutmaßlichen Hacker für zukünftige Angriffe in Stellung bringen.  Die russische Regierung selbst hat sich vorerst noch nicht zu den Anschuldigungen geäußert. Die russische Botschaft in London bezeichnete die Vorwürfe aber als „eklatante Beispiele für eine rücksichtslose, provokante und haltlose Politik gegen Russland.“

Immer wieder Gerüchte um russische Hacker

Es ist nicht das erste Mal, dass der Westen Russland eines Hacker-Angriffs beschuldigt. Bereits 2017 machten die USA und Großbritannien den Kreml für den sogenannten NotPetya-Angriff verantwortlich. Damals kam es zu Angriffen auf die IT-Systeme des britischen Gesundheitsdienst NHS sowie einiger großer amerikanischer Stromhersteller.

Des Weiteren vermuten US-Geheimdienste weiterhin eine russische Einmischung in die US-Präsidentschaftswahl 2016. Seit der Kür von Donald Trump zum amerikanischen Staatsoberhaupt wird regelmäßig der Verdacht erhoben, Moskau habe sich einen gefälligen Wahlausgang verschaffen wollen. Im damaligen Wahlkampf fiel Trump mehrmals mit als pro-russisch geltenden Wortmeldungen auf. Als Beleg für einen entsprechenden Angriff gilt dabei das Eindringen einer Hackergruppe in die Systeme der Demokraten-Parteizentrale. Sowohl der Präsident als auch das offizielle Russland weisen diese Vorwürfe seitdem entschieden zurück.

Konflikt könnte hochkochen

Auch wenn sich die kolportierte Cyberattacke schon über Monate hinweg erstrecken soll, so haben die Westmächte einen heiklen Moment für die Veröffentlichung der Anschuldigungen gewählt. Spätestens seit dem Raketenangriff in Syrien durch Großbritannien, Frankreich und die USA am vergangenen Wochenende – Die Tagesstimme berichtete – steht die Stimmung zwischen Russland und dem Westen unter erheblicher Anspannung.

Zuvor sorgten bereits Unterstellungen über eine russische Beteiligung bei einem Giftanschlag auf den ehemaligen Spion Sergej Skripal und dessen Tochter in England für Verstimmung. Etwa zwei Drittel der EU-Staaten verwiesen deshalb russische Diplomaten des Landes. Die neuesten Vorwürfe haben nun erneut das Potential die bilateralen Beziehungen noch weiter zu verschlechtern. Laut übereinstimmenden Medienberichten bezeichnete US-Präsident Trump die Beziehungen vergangene Woche sogar als „noch schlechter als während des Kalten Krieges.”

1 Kommentar

1 Kommentar

  1. Avatar

    Zickenschulze

    20. April 2018 at 3:00

    Die nicht enden wollenden Vorwürfe an die Seite der Russen legen offen, daß die Nachhut eines kulturlosen Wild-West Platzbesetzer Volkes große Schwächen in der eigenen Besetzung mit erneuertem, geistigem Kapital aufweist.

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Technik

StopCovid”: Französisches Parlament stimmt für Tracing-App

Christin Schneider

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Der Einsatz der umstrittenen Tracing-App StopCovid soll für alle Bürger freiwillig sein.

Paris. – Am gestrigen Abend stimmte das französische Parlament über die Einführung einer „Corona-Tracing-App“ ab. In der Nationalversammlung stimmten 338 Abgeordnete dafür, 215 dagegen, 21 enthielten sich. Auch der Senat sprach sich für die die Anwendung aus. Somit wird StopCovid in den nächsten Tagen allen Franzosen zur Verfügung stehen.

Die Französische Regierung erhofft sich von StopCovid ein weiteres Mittel zur Eindämmung der Corona-Pandemie. Der französische Staatssekretär für Digitales, Cédric O, äußerte hierzu, dass die App eine weitere Schutzmaßnahme gegen das Corona-Virus darstelle, genauso wie das Tragen einer Maske und das Abstandhalten im öffentlichen Raum

Nutzung freiwillig

StopCovid soll mit Hilfe von Bluetooth-Signalen erfassen, welche Smartphones einander nahekommen. Nutzer sollen so gewarnt werden können, falls sie sich neben einer mit Corona infizierten Person aufgehalten haben. Der Gebrauch der App soll freiwillig sein, es würde keinerlei Sanktionen gegenüber Personen geben, die sich gegen eine Nutzung der Anwendung entscheiden, berichtete die französische Tageszeitung Le Figaro. Die gesammelten Daten der App sollen innerhalb von 15 Tagen gelöscht werden, was der Inkubationszeit von Corona entspräche. Die Nutzer würden durch die Verwendung von Pseudonymen anonymisiert werden, heißt es im Bericht weiter.

Datenschutzrechtliche Bedenken

Gegner von StopCovid äußern trotzdem datenschutzrechtliche Bedenken. Denn auch wenn die Nutzer der App anonymisiert werden und die Daten nach zwei Woche wieder gelöst, könne es eine totale Sicherheit der privaten Daten in der digitalen Welt nicht geben. Ebenso wird die Gefahr gesehen, die Tracing-App könne auch für andere Zwecke missbraucht werden und der Bürger sich einen Schritt weiter zum „Gläsernen Mensch“ hinbewegen.

Corona-Tracing-Apps bereits in vielen Ländern im Einsatz

Viele andere Länder setzen dessen ungeachtet bereits eine ähnliche App ein, darunter Österreich mit „Stopp Corona“ vom Roten Kreuz und dem Unternehmen Accenture. In Deutschland lässt eine vergleichbare App noch auf sich warten, hier ist eine „Corona-Warn-App“ für Mitte Juni geplant.

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Österreich

Nach Datenleck: ORF-Journalist empört mit Telefonbuch-Vergleich

Julian Schernthaner

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Für Wirbel in der österreichischen Innenpolitik und Medienlandschaft sorgt derzeit die öffentliche Zugänglichkeit von etwa einer Million sensibler Privatadressen. 

Wien. – Am Donnerstag stellte sich heraus, dass das „Ergänzungsregister” des Wirtschafts- und des Finanzministeriums die privaten Anschriften von mindestens einer Million Österreicher abrufbar machte. Darunter befanden sich etwa solche des Präsidenten, von Abgeordneten des Nationalrats, von Journalisten – aber auch die Daten von zahlreichen kleinen Selbständigen.  NEOS und der Verein Epicenter-Works als Aufdecker sprechen vom „größten Datenskandal der Republik”, erst vergangene Nacht wurde der Zugang gekappt.

ÖVP spielt Causa herunter: „Künstliche Aufregung”

Für weitaus weniger Aufregung sorgt die Neuigkeit aber bei anderen Akteuren der Öffentlichkeit. So sieht ÖVP-Klubobmann August Wöginger einen „peinlichen Irrtum der NEOS”, es handle sich lediglich um „künstliche Aufregung” und einen Versuch, ein bereits vor über zehn Jahren unter SPÖ-Kanzler Werner Faymann eingerichtetes Register zu skandalisieren. Die NEOS legten „Wissenslücken, Unwissenheit und Ahnungslosigkeit” an den Tag, so Wöginger in einer Aussendung.

ORF-Journalist zieht pikanten Telefonbuch-Vergleich

Locker nimmt das auch ein Journalist des öffentlich-rechtlichen ORF. Hannes Auer, der als Moderator für Burgenland heute fungiert,  schrieb auf Twitter: „Das Entsetzen um den ‚größten Datenskandal der Republik’ belegt vor allem eine Änderung der Kultur. Früher hätte das niemanden aufgeregt – man nannte es ‚Telefonbuch’.” Zahlreiche Nutzer reagierten mit wütenden Kommentaren auf das Gleichnis, warfen Auer eine Verharmlosung der Tatsachen vor.

Veröffentlichung könnte verfassungswidrig sein

Diesen Vergleich wollten auch NEOS als treibende politische Kraft hinter den Enthüllungen nicht gelten lassen. Zum einen sei es möglich, etwa mit einer Software den gesamten Datensatz einfach abzuziehen. Weiters gäbe es keine Schutzmöglichkeit, die Entfernung aus dem Register wäre nicht einmal möglich, wenn eine Person gestalkt würde oder aus beruflichen Gründen ein besonderes Schutzbedürfnis habe. Zuletzt, so die liberale Partei, stünden sogar in Fällen, wo es eine Firmenadresse gebe, die Privatadresse dort.

Epicenter.Works, eine Einrichtung, die sich vordergründig dem Datenschutz widmet, moniert zudem: „Es fehlen die technischen und organisatorischen Maßnahmen, um die Rechte der Betroffenen nach DSGVO [Datenschutz-Grundverordnung, Anm. d. Red] zu schützen.” Dass nicht nur Daten aus dem Firmenregister öffentlich gewesen seien, widerspreche geltenden Gesetzen, die teilweise sogar im Verfassungsrang stünden. Betroffen sei jeder, der einmal selbständige Einkünfte bezog, betont die Plattform.

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Gesellschaft

Animal Crossing”: Für PETA ist das Nintendo-Spiel nicht vegan genug

Stefan Juritz

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Die Tierrechtsorganisation stört es, dass man in dem Nintendo-Spiel unter anderem Fische angelt und Insekten fängt. 

Das neue Nintendo-Videospiel „Animal Crossing: New Horizons” ist aktuell sehr beliebt und gilt eigentlich als äußerst kinderfreundlich. In der Inselaufbau-Simulation leben Menschen und Tiere eigentlich friedlich zusammen. Doch für die Tierschutzorganisation PETA ist das Spiel nicht vegan genug, weil man dort zum Beispiel Fische angeln und Insekten fangen kann. Aus diesem Grund hat PETA eine Anleitung veröffentlicht, wie man „Animal Crossing” richtig vegan spielt und keinen Tieren schadet.

Vegan leben auch im Videospiel

In dem veröffentlichten „PETA’s Vegan Guide to ‘Animal Crossing: New Horizons’” schreibt die Tierschutzorganisation etwa: „Fischen ist nicht vegan! Du solltest im wirklichen Leben nicht fischen, also solltest du das auch nicht im Spiel tun.” PETA kritisiert, das Spiel fördere missbräuchliches Verhalten gegenüber Fischen und Insekten, anstatt sie als „lebende, atmende und fühlende Individuen” zu betrachten. „Deine Insel sollte ein sicherer Ort für alle Tiere sein, egal ob groß oder klein”, heißt es in der Anleitung. Außerdem finden sich in dem „Guide” weitere Tipps, wie man sich als Veganer im Spiel gegenüber Tieren richtig verhält, was man essen und wie man sich kleiden sollte.

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