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Front National: Grenzschutz der Identitären war erfolgreich

FN-Vize Nicolas Bay hat die Aktion der identitären Mission Defend Europe verteidigt. Hintergrund: Aktion "Defend Europe: Mission Alps" via Facebook "Defend Europe" / Bild Nicolas Bay: By Josiane06 [CC BY-SA 4.0], from Wikimedia Commons (gespiegelt) / Collage: Die Tagesstimme

Nicolas Bay, Vize‐Parteichef des französischen Front National, hat sich positiv zur neuen identitären Mission Defend Europe an der italienischen Grenze geäußert. Er sprach von einer friedlichen und erfolgreichen Aktion, die das Problem der fehlenden Grenzkontrollen aufzeige.

Die Identitäre Bewegung hat am Wochenende einen symbolischen Grenzzaun an der italienisch‐französischen Grenze errichtet (Die Tagesstimme berichtete). Für diese Aktion bekamen die Identitären nun in Frankreich Zuspruch von der patriotischen Partei Front National.

Friedliche und wirksame Aktion

Die Aktivisten der Generation Identitaire haben das Problem der fehlenden Grenzkontrollen aufgezeigt. Ihre symbolische Aktion war ein Erfolg, da Gérard Collomb soeben eine Verstärkung der Kontrollen angekündigt hat”, sagte Nicolas Bay, Vize‐Parteichef des Front National und EU‐Parlamentarier, am Montag via Twitter.

Auch gegenüber dem französischen Fernsehen verteidigte Bay die identitäre Mission Defend Europe. Die Aktion der Identitären an der italienischen Grenze sei „vollkommen friedlich” gewesen. „Sie kamen, um das Problem der Grenzen zu hinterfragen. Es war eine symbolische Aktion, die wirksam war”, sagte Bay dem Sender LCP.

Identitärer Einsatz mit „amüsanter Folge”

Parteichefin Marine Le Pen äußerte sich ebenfalls via Twitter zu den Folgen der Aktion. „Der Einsatz der Génération Identitaire hat eine amüsante Folge: Die gesamte Linke beschwerte sich im Parlament, was denn mit den Ordnungskräften los sei, welche die Grenze beschützen.” Den Beitrag beendete sie mit „#StopMigrantAlpes”.

Defend Europe: Mission Alps

Laut Angaben der Identitären hatten an der neuen Defend‐Europe‐Mission rund hundert Aktivisten aus mehreren europäischen Ländern teilgenommen. Bei der Aktion am vergangenen Samstag hatten sie den Gebirgspass Col de l’Échelle besetzt, einen Grenzzaun errichtet und die Grenze mit Hubschraubern und Drohnen überwacht. Der Gebirgspass steht nach Ansicht der Identitären stellvertretend für die Politik der „französischen Regierung um den Blender Macron”, der sich weigern würde, „die Grenze effektiv zu schützen”. Defend Europe: Mission Alps möchte deshalb die Aufmerksamkeit der Politik darauf lenken, dass eine restriktive Grenzpolitik „sehr wohl möglich” sei. Außerdem fordern die Identitären auf Facebook ein „sofortiges Ende der Masseneinwanderung” und die „Schließung der Route” über den Gebirgspass. „Illegaler Einwanderung erteilen wir eine klare Absage. Die Heimat der Einwanderer ist weder in Italien noch in Frankreich.”

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