Gesellschaft

Linksextremer Überfall auf Identitären‐Stand in Linz

IB-Stand in Linz © Identitäre Bewegung Österreich

Nachdem etwa 40 Linksextreme eine Standdemonstration der Identitären angegriffen hatten, musste die Polizei mit einem Großaufgebot eingreifen, um die Lage zu beruhigen. Die Veranstaltung der Identitären konnte anschließend ohne Störungen fortgesetzt werden. Ein Gegendemonstrant wurde festgenommen.

Am Mittwochnachmittag fand eine angemeldete Standdemonstration der Identitären Bewegung Österreich unter dem Motto „Gegen offene Grenzen” am Linzer Taubenmarkt statt. In dieser von ihnen so bezeichneten „identitären Zone” wollten die Veranstalter „mit Bürgern in Kontakt treten und friedlich diskutieren”, wie der Sprecher Luca Kerbl betonte. Zwischen 15 und 20 Identitäre stellten in dieser „identitären Zone” ein Zelt und Liegestühle auf und verteilten Flugblätter an Passanten.

Linker Überfall auf Identitären‐Stand

Wenige Zeit später griffen laut Angaben der Polizei rund 40 Personen, die zum Teil mit Holzlatten bewaffnet gewesen sein sollen, den Identitären‐Stand an. Nach Aussage von Identitären‐Sprecher Kerbl wurde beim Angriff eine Fahne gestohlen. Ein Video, das die Identitären in den sozialen Medien veröffentlichten, zeigt zudem einen Mann, der mit Bierflasche und Eisenkette auf einen Identitären losgeht und ihm einen Stoß versetzt, danach aber von ihm ablässt.

Als die Polizei eintraf, flüchteten die linksextremen Angreifer. Die Standdemonstration der Identitären konnte anschließend ohne Zwischenfälle stattfinden. Auch der öffentliche Verkehr wurde nach mehreren Minuten Unterbrechung wieder fortgesetzt. Die Polizei fahndete unterdessen noch am Abend nach den Angreifern.

Gegenüber der Tagesstimme sagte Polizei‐Sprecher David Furtner, dass ein Mann, „der den Gegendemonstranten zugerechnet werden konnte”, wegen „Widerstands gegen die Staatsgewalt” festgenommen und anschließend von der Staatsanwaltschaft auf freiem Fuß angezeigt wurde. Außerdem soll ein Polizist leicht verletzt worden sein.

Linz gegen Rechts” solidarisiert sich mit Antifaschisten

Das linke Bündnis „Linz gegen Rechts” warf der Polizei anschließend falsche Berichterstattung vor. Es sei nach etwa einer Stunde zu einem „Scharmützel” gekommen, bei dem aber „lediglich eine Person” beteiligt gewesen sei. „Die Polizei berichtet davon, dass ca. 40 Menschen die Identitären angegriffen hätten. Das ist schlichtweg unwahr”, schreibt das Bündnis, zu dem neben dem Antifa Netzwerk OÖ unter anderem auch grüne, kommunistische und sozialdemokratische Gruppen sowie die Föderation der Arbeiter und Jugendlichen aus der Türkei in Österreich (ATIGF) gehören.

Wir, als Bündnis ‚Linz gegen Rechts’ zeigen uns solidarisch mit all jenen Antifaschistinnen und Antifaschisten, die heute auf die rechtsextreme Ideologie der ‚Identitären Bewegung’ aufmerksam gemacht haben. Unser Verständnis von antifaschistischen Protesten ist und war immer friedlich, alles andere würde von unseren Zielen und Forderungen ablenken.”

Linz gegen Rechts” fordert von der Polizei, „die Anschuldigungen gegenüber dutzenden AktivistInnen richtigzustellen” und „verurteilt jegliche Polizeigewalt und eskalative Maßnahmen”.

IB‐Kerbl: „Vorfall zeigt Gewaltbereitschaft innerhalb linker Kreise”

Die Identitären verurteilten noch am Abend den Angriff der Linksextremen. „Der Vorfall zeigt wieder einmal die Gewaltbereitschaft innerhalb linker Kreise”, so Kerbl gegenüber der Tagesstimme.

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