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Grundeinkommen in Finnland

„Pilotprojekt nicht gescheitert“

Das Experiment mit dem bedingungslosen Grundeinkommen in Finnland sei nicht gescheitert, erklärt nun die Projektleiterin Marjukka Turunen. Entgegen der Darstellungen der Medien werde das Pilotprojekt nicht abgebrochen, sondern zu Ende geführt und danach ausgewertet. 

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Symbolbild (CC0)

Das Experiment (Die Tagesstimme berichtete) sei von Anfang an für zwei Jahre geplant gewesen und werde nun auch für zwei Jahre umgesetzt, beruhigt Marjukka Turunen, die das Projekt des Sozialversicherungsinstituts Kela leitet.

Noch keine Ergebnisse

Noch bis Ende 2018 werden die 2.000 Probanden ein Grundeinkommen von 560 Euro erhalten. Nach Ablauf der geplanten zwei Jahre soll das Experiment dann ausgewertet werden. „Wir werden Interviews führen: Was machen die Leute jetzt? Wie viele von ihnen haben zwischenzeitlich gearbeitet, mehr oder weniger als in der Kontrollgruppe?“, erklärt Turunen in einem Interview mit der Zeit. Derzeit gebe es daher noch keine Ergebnisse.

Sozialreform

Ob die Regierung ein Grundeinkommen beschließen werde, wisse sie nicht. Sicher sei jedenfalls, dass es in Finnland eine Sozialreform geben werde, führt Turunen weiter aus. Wie diese aussehen werde, könne sie allerdings noch nicht sagen. Anfang 2019 wird in Finnland gewählt. Die Regierung werde bis dahin jedoch keine neuen Gesetze zur Sozialhilfe beschließen, meint Marjukka Turunen. „Wir haben zwei Probleme in Finnland. Zum einen ist unser Sozialsystem viel zu bürokratisch und zum anderen finden zu viele Leute nicht mehr zurück aus der Arbeitslosigkeit auf den Arbeitsmarkt“, erklärt die Projektleiterin. Mit dem Experiment zum bedingungslosen Grundeinkommen wolle man über neue Lösungsvorschläge nachdenken.

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