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Wirtschaft

Goldman Sachs steigt als erste Großbank in den Bitcoin-Handel ein

Redaktion

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Goldman Sachs will als erster großer Player in den Bitcoin-Markt einsteigen. Für den direkten Handel braucht es aber noch eine Genehmigung durch die Behörden.

Das weltweit tätige Investmentbanking- und Wertpapierhandelsunternehmen Goldman Sachs hat angekündigt, in den nächsten Wochen in den Bitcoin-Markt einzusteigen und mit eigenem Geld im Namen der Kunden zu handeln. Das berichtet DiePresse unter Berufung auf die New York Times in ihrer Printausgabe am Freitag.

Noch kein direkter Markteinstieg

Goldman Sachs kann zwar bisher keine echten Bitcoins kaufen und verkaufen, will dies aber in Zukunft tun. Dazu notwendig ist eine bisher ausstehende Genehmigung durch die entsprechenden Behörden. Zudem prüft das Unternehmen noch, wie man mit etwaigen Risiken, die das Halten der Kryptowährung mit sich bringe, umgehen soll. Daher wird man in der Zwischenzeit mit Derivaten handeln, die den Bitcoin-Preis abbilden.

Noch im Februar hatte Goldman Sachs eine Studie präsentiert, in der den meisten Kryptowährungen keine lange Überlebensdauer beschieden wurde. Laut Steve Strongin, Chef des Investment-Research bei Goldman Sachs, sprechen die starken Kursschwankungen von Bitcoin und Co für eine Preisblase, d.h. ein nicht nachhaltiges Kursniveau.

Weder Betrug noch Währung – sondern Rohstoff

Gegenüber der New York Times sagte nun Rana Yared, Vizepräsidentin von Goldman Sachs, dass man Bitcoin weder für Betrug noch für eine Währung halte. Man sehe Bitcoin als Rohstoff, vergleichbar mit Gold.

Ich würde mich nicht als wahren Gläubigen betrachten, der aufwacht und denkt, dass Bitcoin die Welt übernehmen wird. Bei allen, die involviert sind, ist eine Portion Skepsis dabei“, so Yared. Einige Kunden hätten bereits Interesse daran bekundet, Bitcoin als Wertspeicher zu halten. Den Handel mit der Kryptowährung soll Justin Schmidt leiten. Der 38-Jährige ist erst seit wenigen Wochen bei Goldman Sachs.

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Wirtschaft

AfD-Kritik an Energiewende: Naturschutz als Opfer am Altar der Klimareligion

Stefan Juritz

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Die Umweltminister wollen die Windkraft ausbauen und damit die Energiewende voranbringen. Für den AfD-Landtagsabgeordneten Hans-Peter Stauch wird dadurch aber der Naturschutz am „Altar der Klimareligion” geopfert.

Stuttgart. – Vor zwei Wochen wurden auf der 94. Umweltministerkonferenz (UMK) zahlreiche Beschlüsse gefasst, um die sogenannte Energiewende voranzutreiben. So sprachen sich die Länder unter anderem für einheitliche Standards bei Genehmigungsverfahren von Windkraftanlagen aus. Weiters einigte man sich auf der Konferenz darauf, beim künftigen Zubau von Windkraftanlagen auch ein bundesweites Flächenziel von mindestens zwei Prozent zu erreichen. „Das ist ein weiterer Etappensieg, um die Hemmnisse beim Ausbau erneuerbarer Energien abzubauen. Denn nur mit einem starken Anteil von Windkraft können wir die Energiewende erfolgreich umsetzen und dem Klimawandel spürbar entgegenwirken“, kommentierte Baden-Württembergs Umweltminister Franz Untersteller (Grüne) die Beschlüsse.

AfD: „Entscheidung eine Katastrophe”

Ablehnung kommt hingegen von der AfD-Landtagsfraktion in Baden-Württemberg. „Für Natur und Artenvielfalt ist die Entscheidung eine Katastrophe”, kritisiert der verkehrspolitische Sprecher Hans-Peter Stauch in einer Aussendung. Mit den Beschlüssen zeigten die Umweltminister, dass ihnen die Umwelt „herzlich egal” sei. „Es kann doch nicht sein, dass alle Unzulänglichkeiten der Windkraftanlagen – ich meine hier zum Beispiel Infraschall, Schlagschatten, Rodung von Waldflächen, Entsorgungsproblematik stillgelegter Anlagen und vieles mehr – völlig ignoriert werden, um das Tempo der Energiewende zu erhöhen”, so Stauch.

Hinter dem jetzigen Beschluss der Umweltministerkonferenz vermutet der AfD-Politiker den Umsatzeinbruch in der Windenergiebranche um fast 30 Prozent im Jahr 2018. Diese schlechten Zahlen seien auch maßgeblich für den Umsatzrückgang im Bereich der erneuerbaren Energien verantwortlich. „Der ist nämlich im Jahr 2018 im Vergleich zum Vorjahr um 19,0 Prozent auf 19,8 Milliarden Euro gesunken“, fasst Stauch zusammen.

Stauch kritisiert „gnadenlos missionierende Klimareligion”

Das Konzept der Energiewende hält der AfD-Abgeordnete aber allgemein für verfehlt: „Da ist nichts wirklich zu Ende gedacht, das Konzept der erneuerbaren Energien geht letztlich zu Lasten der Umwelt. Der jetzige Beschluss der Umweltministerkonferenz legalisiert die Tötung von Vögeln und Fledermäusen durch Verwaltungsvorschriften und bricht dabei wahrscheinlich geltendes EU-Recht.”

Überhaupt sei die Energiewende seiner Ansicht nach „längst gescheitert”. „Das belegen die ökonomischen Eckwerte und die unsinnigen und naturschutzwidrigen Beschlüsse rund um diese unausgegorenen EEN-Technologien. Menschen und Tiere zahlen einen hohen Preis für die gnadenlos missionierende Klimareligion“, so Stauch.


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Österreich

Schramböck plädiert für „Renaissance des Produktionsstandorts Europa”

Monika Šimić

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Die Produktion in Schlüsselbereichen soll nach Europa zurückgeholt werden, um die Unabhängigkeit in Krisenzeiten zu wahren.

Wien. – Wirtschaftsministerin Margarete Schramböck (ÖVP) will die Produktion in „Schlüsselbereichen” wieder nach Europa zurückholen. Im Krisenfall würde das die Unabhängigkeit Europas erhöhen und Arbeitsplätze schaffen, sagte sie dem Handelsblatt. Die aktuelle Coronakrise sei ein dramatischer Weckruf, den Produktionsstandort Europa wiederzubeleben.

Europa „krisensicher” machen

Ich plädiere für eine Renaissance des Produktionsstandorts Europa”, so Schramböck. Der Staat solle sich nicht nur auf Forschung und Entwicklung konzentrieren, sondern „die Produktion wichtiger Produkte wieder ermöglichen”. Der dramatische Mangel an Masken und Schutzausrüstungen sei eine starke Warnung gewesen. Man sei aber sehr stolz darauf, eine Produktion von hochwertigen FFP-Masken nun in Vorarlberg hochzuziehen. „Wir müssen Europa krisensicher machen. Das ist die Lehre aus den vergangenen Wochen”, sagte Schramböck dem Handelsblatt.

Weitere Beispiele für Schlüsselbereiche seien etwa Halbleiter, Batterien, Wasserstoff und die Pharma- und Gesundheitsbranche. Von den EU-Mitgliedsländern fordert die Wirtschaftsministerin ein Umdenken im Umgang mit den Unternehmen. „Wir brauchen ein neues Wettbewerbsrecht in Europa. Denn wir stehen nicht in erster Linie in der EU untereinander in Wettbewerb, sondern primär in Konkurrenz zu China und den USA”.

Schnelle Wiederherstellung des EU-Binnenmarktes

Österreich dorht in diesem Jahr ein historisch großer Wirtschaftseinbruch von bis zu 7,5 Prozent, wie der Chef des österreichischen Wirtschaftsforschungsinstituts, Christoph Badelt, prognostiziert. Vor diesem Hintergrund drängt Schramböck auf eine schnelle Wiederherstellung des EU-Binnenmarktes. „In der Coronakrise hat der europäische Binnenmarkt einen Schaden erlitten. Ich dränge im EU-Handelsministerrat darauf, den Zusammenhalt in Europa wiederherzustellen”, erklärte Schramböck. Gerade für eine exportorientierte Volkswirtschaft wie Österreich seien offene Grenzen wichtig. Es gehe nun darum, „den grenzüberschreitenden Personenverkehr weiter zu lockern, wenn die Zahlen der Infizierten nicht steigen”, sagte Schramböck. Sie hoffe auf einen schnellen Erfolg der bilateralen Gespräche mit Deutschland, die „sehr gut laufen”.

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Deutschland

Große Armut befürchtet: AfD fordert Aufhebung der Corona-Sperren

Julian Schernthaner

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Die AfD hat sich für eine sofortige Beendigung des deutschen Lockdowns ausgesprochen. Begründung sind sowohl die demokratischen Grundrechte sowie die wirtschaftliche Lage. 

Berlin. – Die beiden AfD-Fraktionsvorsitzenden im Bundestag, Alexander Gauland und Alice Weidel, sprachen sich für ein Wiederhochfahren der deutschen Gesellschaft aus. Man hält es für möglich, unter Einhaltung etablierter Hygiene- und Abstandsregeln die Wirtschaft in Gang zu bringen, ehe es zu unumkehrbaren Schäden kommt.

Gauland: „Millionen Arbeitsplätze stehen auf dem Spiel”

Gauland führte einem Bericht der Jungen Freiheit zufolge aus, dass „die fortdauernde schwerwiegende Einschränkung von Grundrechten, das drohende Verschwinden vieler Unternehmen und die Verödung ganzer Landstriche den gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Zusammenhalt” zerstören würden. Hauptleidtragende der Situation seien vor allem Millionen von Arbeitnehmern und zahlreiche Personen mit mittleren und kleinen Einkommen.

Auch kleine und mittelständische Unternehmen stünden unter Bedrohung. Gerade im Einzelhandel und im Gastgewerber, so Gauland würden unzählige Betriebsschließungen drohen. Aber auch bei finanzstarken Branchen wie der Autoindustrie und im Maschinenbau sieht der AfD-Ehrenvorsitzende dringenden Handlungsbedarf: „Millionen Arbeitsplätze stehen auf dem Spiel.” Es drohe eine Welle an Insolvenzen sowie der „Ausverkauf deutscher Unternehmen”.

Weidel warnt vor „Verarmung weiter Bevölkerungskreise”

Tatsächlich stellten bis Mitte April insgesamt 750.000 Unternehmen einen Antrag auf Kurzarbeit. Auch der Mittelstand sieht die Krise daher mit sorge, mehr als die Hälfte fürchtet um die eigene wirtschaftliche Existenz. Die AfD-Co-Vorsitzende im Bundestag, Alice Weidel, forderte daher eine Rückkehr der wirtschaftlichen Wertschöpfung. Denn Staatshilfe könnten die Folgen des Shutdowns „nur begrenzt und nur für einen kurzen und absehbaren Zeitraum ausgleichen”.

Eine Wirtschaftskrise wiederum, so Weidels Ansicht, würde dann erst recht wieder einfache Bürger treffen. Denn neben einer „dramatischen Geldentwertung” drohe auch die „Verarmung weiter Bevölkerungskreise”. Die Null- und Negativzinspolitik der jüngsten Jahre habe eine derartige Entwicklung bereits vorgezeichnet, es gelte gegenzusteuern.

Früh Maßnahmen gefordert – nun früh Ruf nach Lockerung

Interessant an der Forderung ist, dass die AfD neuerlich den politischen Vorreiter spielt – dabei aber weitestgehend von etablierten Medien ignoriert wird. Denn schon bei der Ergreifung von Maßnahmen war die patriotische Partei früh dran – Weidel empfahl in einer Rede im Bundestag schon am 4. März konkrete Schritte zur Eindämmung des Coronavirus. Diese kamen letztendlich erst etwa zwei Wochen später. Nun ist die AfD auch bei der Lockerung bei den allerersten Stimmen.

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