Wirtschaft

Goldman Sachs steigt als erste Großbank in den Bitcoin‐Handel ein

Symbolbild (Pixabay/CC0)

Goldman Sachs will als erster großer Player in den Bitcoin‐Markt einsteigen. Für den direkten Handel braucht es aber noch eine Genehmigung durch die Behörden.

Das weltweit tätige Investmentbanking‐ und Wertpapierhandelsunternehmen Goldman Sachs hat angekündigt, in den nächsten Wochen in den Bitcoin‐Markt einzusteigen und mit eigenem Geld im Namen der Kunden zu handeln. Das berichtet DiePresse unter Berufung auf die New York Times in ihrer Printausgabe am Freitag.

Noch kein direkter Markteinstieg

Goldman Sachs kann zwar bisher keine echten Bitcoins kaufen und verkaufen, will dies aber in Zukunft tun. Dazu notwendig ist eine bisher ausstehende Genehmigung durch die entsprechenden Behörden. Zudem prüft das Unternehmen noch, wie man mit etwaigen Risiken, die das Halten der Kryptowährung mit sich bringe, umgehen soll. Daher wird man in der Zwischenzeit mit Derivaten handeln, die den Bitcoin‐Preis abbilden.

Noch im Februar hatte Goldman Sachs eine Studie präsentiert, in der den meisten Kryptowährungen keine lange Überlebensdauer beschieden wurde. Laut Steve Strongin, Chef des Investment‐Research bei Goldman Sachs, sprechen die starken Kursschwankungen von Bitcoin und Co für eine Preisblase, d.h. ein nicht nachhaltiges Kursniveau.

Weder Betrug noch Währung – sondern Rohstoff

Gegenüber der New York Times sagte nun Rana Yared, Vizepräsidentin von Goldman Sachs, dass man Bitcoin weder für Betrug noch für eine Währung halte. Man sehe Bitcoin als Rohstoff, vergleichbar mit Gold.

Ich würde mich nicht als wahren Gläubigen betrachten, der aufwacht und denkt, dass Bitcoin die Welt übernehmen wird. Bei allen, die involviert sind, ist eine Portion Skepsis dabei“, so Yared. Einige Kunden hätten bereits Interesse daran bekundet, Bitcoin als Wertspeicher zu halten. Den Handel mit der Kryptowährung soll Justin Schmidt leiten. Der 38‐Jährige ist erst seit wenigen Wochen bei Goldman Sachs.

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