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Meinung

Meinung: „Ich bin nicht zugewandert, um in einem autoritären Multikulti‐Staat zu dienen”

Redaktion

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am

Symbolbild: Frau mit Kopftuch (Pxhere / CC0)

Die niederländische Partei ”Denk” will in Zukunft auch in Deutschland durchstarten. Mit ihrem Konzept ”von Migranten für Migranten” treffen sie eine klare Aussage über die Situation der Integration.

Gastbeitrag von S. H. Chertouk

Die niederländische Partei ”Denk” will nach Deutschland kommen. Es ist das erste Mal, dass ich von dem Konzept einer ”Migrantenpartei” höre. Eine Partei, die mich als Migrantin womöglich im Bundestag vertreten könnte. Mir als Zuwanderin eine Stimme gibt. Meine Identität als Ausländerin schützt. Doch besonders deswegen hinterlässt es bei mir einen bitteren Geschmack im Mund.

Ich lese mir das Manifest von ”Denk” durch und frage mich, was aus meiner neuen Heimat werden soll, wenn es auch nur teils umgesetzt wird. Laut dem Manifest sollen Wörter wie ”einheimisch” oder ”Immigrant” verbannt werden. Wer sie doch benutzt, soll in einem ”Rassismus‐Register” eingetragen werden und muss zusätzlich Kurse über Gleichberechtigung besuchen. Wer sich weigert, wird von einer 1000‐Mann starken ”Rassismus‐Einheit” zur Rechenschaft gezogen. Zusätzlich soll der Staat überwachen, ob auch ja ”gegenseitige Akzeptanz” innerhalb der Gesellschaft herrscht.

Kuzu: ”Wer schon hier ist muss sich nicht integrieren, er muss nur akzeptiert werden.”

Gruselig, nicht? Man könnte meinen, sie hätten ihre Inspiration direkt aus George Orwells Klassiker ‚’1984’’. Aber was nach Fiktion klingt, ist das Manifest einer politischen Partei, die letztes Jahr Sitze im niederländischen Parlament errang. Eins nehme ich schon vorweg: Ich bin bestimmt nicht zugewandert, um als weiteres Mitglied in einem autoritären Multikulti‐Staat zu dienen!
Jeder Migrant ist zugewandert, weil ihm sein neues Zuhause etwas bietet, das ihm sein altes nicht geben konnte: ein besseres Leben. Gerade deswegen ist es essentiell, dass er sich auf die neuen Gepflogenheiten einlässt. Sonst läuft er Gefahr, die gleichen Umstände zu erzeugen, weswegen er seine Heimat überhaupt erst verlassen hat. Der Staat tut weder sich noch den Zuwanderern einen Gefallen, indem er zur Bildung von Parallelgesellschaften innerhalb seiner Grenzen beiträgt, geschweige denn, sie mit Gewalt durchsetzt.

Je größer die Akzeptanz, desto größer die Distanz

Jeder Migrant befindet sich in einem Integrationsprozess. Sobald er anfängt, sich vor allem über seinen ”Ausländer‐Status” zu definieren, hat er diesen Prozess aufgegeben. Denn dann wird er immer der ”Ausländer” sein. Es ist jeder Zuwanderer selber für seinen Integrationsprozess verantwortlich. Aber das wird nicht gerade gefördert, wenn man akzeptiert, dass er ihn nicht mal mehr durchmachen muss. Zudem vertieft es nur noch den Spalt zwischen dem Migranten und seiner neuen Heimat. Deshalb wäre eine Migrantenpartei, sogar eine mit moderateren Ideen als ”Denk”, katastrophal für jede „Migrantengesellschaft”, egal in welchem Land. Es fördert nur die Bildung von Parallel‐ oder Gegengesellschaften.

Migration oder Landnahme?

Es gibt Einwanderer, die zur neuen Heimat beitragen und bewusst ein Teil von ihr werden wollen. Es gibt auch Einwanderer, die es gar nicht mehr können oder überhaupt wollen. In unserer heutigen Situation ist an Orten mit hohem Migrationsanteil die Integration zum Scheitern verurteilt. Während des Integrationsprozesses braucht ein Migrant etwas, in das er sich überhaupt integrieren kann. Wenn die einheimische Kultur in seiner Umgebung gar nicht oder nur wenig präsent ist, hat er keine Möglichkeit mehr, sich ihr zu nähern. Wenn er nicht möchte, schon gar nicht.

Sprüche wie Merkels ”Wir schaffen das!” sind in dieser Hinsicht unfassbar irreführend. Politiker bestehen zwar darauf, dass mehr Integration möglich und notwendig sei. Doch an Orten, die bereits mehrheitlich von Migranten besetzt sind, kann es gar keine Integration geben. ”Denk” ist als Partei von Migranten für Migranten ein Symptom gescheiterter Integration. Denn es repräsentiert eine Gruppe von Menschen, die sich als ”Ausländer” identifizieren und auch so vertreten werden wollen. Somit haben sie sich abgegrenzt. Mit zunehmender Einwanderung und der Entstehung neuer Parallelgesellschaften verstärkt sich der gesellschaftliche Auflösungsprozess. Kann man hier noch von Migration sprechen? Oder ist Migration unter den derzeit stattfindenden Voraussetzungen bereits eine Landnahme?

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1 Kommentar

1 Kommentar

  1. Avatar

    Zickenschulze

    9. Mai 2018 at 12:56

    Das Problem liegt in unseren eigenen Reihen.
    Die Schlawiner Sippschaft um Merkel hat Deutschland und die Gesellschaft darüber hinaus definitiv gespalten.
    Keine [email protected] weiß bald mehr was richtig, was falsch ist oder wo es entlang gehen soll.
    Ein geistiges Wirrwarr im dt. Sprachraum ist nicht zu übersehen.

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Meinung

Nichts ist falsch daran, für Politiker zu beten, aber…”

Redaktion

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am

von

ASDF Bild: Sebastian Kurz / By Bundesministerium für Europa, Integration und Äußeres (OSZE 2017 Mauerbach) [CC BY 2.0 ], via Wikimedia Commons (Bild zugeschnitten)

Jeden Sonntag wird in unseren Kirchen „für alle, die in Politik und Gesellschaft Verantwortung tragen” gebetet. Nichts daran ist ungewöhnlich und jeder Christ sollte sich diesem Gebet anschließen. Verantwortungslos ist es aber, eine vergeistigte Stimmung und »offene Kanäle« dafür zu missbrauchen, politische Botschaften zu verankern.

Kommentar von Raphanus

Awakening Europe veranstaltet Festivals aus einer Mischung zwischen Popkonzert und Gebetstreffen auf der ganzen Welt, mit dem Ziel, Menschen zu Jesus zu führen und durch Gebets‐ und Lobpreistreffen Veränderung in den Herzen der Menschen zu bewirken. Das Evangelium wird gepredigt, Gottes Güte und Kraft soll gezeigt und der Heilige Geist persönlich erfahrbar gemacht werden.

Gebet für Politiker

Es wird gebetet und es wird viel und intensiv gebetet. Es wird getanzt, gesungen, gespürt und geweint. Viele erfahren die Nähe Gottes, was eine intensive und stärkende Glaubenserfahrung sein kann. In einer christlichen Welt, die in den letzten Jahrzehnten hauptsächlich von eingeschlafenen »Papierchristen« verwaltet wurde, eine aus christlicher Sicht wichtige und entscheidende Entwicklung. Kirchen brauchen junge und engagierte Leute, die das geistige Vakuum mit Leben füllen – ein ernstzunehmendes christliches Angebot stellen.

Selbst wenn bei einer dieser Veranstaltungen für einen bestimmten Politiker gebetet wird, ist nicht unbedingt etwas dagegen einzuwenden. Politiker sind Menschen und jeder Mensch kann sich über Segen und die Führung Gottes glücklich schätzen und noch viel mehr über Menschen, die für ihn beten.

Gebete sollen keine politische Botschaft haben

Aus einer begrenzt‐menschlichen Sicht sollte das aber immer neutral passieren und der Weisheit Gottes anvertraut werden. Wir sollten nicht dafür beten, dass diese oder jene Partei gewinnt, sondern dafür, dass alle, die Verantwortung tragen, inspiriert werden und in ihrem Bereich die richtigen Entscheidungen treffen.

Von daher mutet es ein wenig eigenartig an, wenn der Prediger, der zuvor 10.000 jungen Menschen das Herz geöffnet hat, plötzlich mit ÖVP‐Chef Sebastian Kurz auf der Bühne steht und „Gott so sehr für die Weisheit und das Herz, das er ihm für sein Volk gegeben” hätte, dankt. Das ist eine klare politische Botschaft und alles andere als neutral formuliert.

Charismatische Bewegungen werden wegen ihrer »schwer verifizierbaren« und sehr persönlichen Erfahrungen, die sie bei den Menschen auslösen, immer auch sehr kritisch beäugt. Gerade deshalb haben unterschwellige und erst recht keine politischen Botschaften bei so intensiven und emotionalen Glaubensfesten etwas verloren.

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Meinung

Kolumne: Der Widerstand ist kein Teekränzchen

Patrick Lenart

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ASDF

Egal ob an heißen Sommertagen in stickigen Marathonsitzungen, auf regnerischen Demos mit dem Megaphon in der Hand, in durchgemachten Nächten hinter dem Laptop oder in kaffeegetränkten Verhören – die Arbeit an der patriotischen Wende ist mühevoll. Was uns dabei anspornt und Hoffnung gibt, ist nicht nur der gute Zweck, sondern auch die Kameradschaft mit allen, die sich freiwillig für den gleichen Weg entschieden haben.

Kommentar von Patrick Lenart

Ich habe diese Kameradschaft schon oft selbst kennengelernt: Als ich mit einer Handvoll Unbekannter eine Reihe bildete, um einen Antifa‐Angriff abzuwehren. Als ich mich bei einer sitzenden Gruppe einhakte, um die CDU‐Zentrale in Berlin zu blockieren. Als sich Demonstranten bei der Wien‐Demo gemeinsam dem Steinhagel stellten. Als mir Menschen mit Spenden dabei halfen, den Vernichtungsversuch der Staatsanwaltschaft zu überstehen.

Es waren Menschen aus den unterschiedlichsten Lagern innerhalb des patriotischen Milieus – Liberale wie Konservative, Katholiken genauso wie Heiden, Nationale wie Monarchisten, Sozialisten wie Libertäre. Jeder Einzelne davon wusste, wie unwichtig unsere weltanschaulichen Differenzen im Angesicht der drohenden Katastrophe sind. Und sie wussten: Nicht eitle Streitigkeiten, sondern nur gemeinsames Handeln bringt uns vorwärts.

Die Stillen und die Maulhelden

Es sind vor allem die stillen und unscheinbaren Charaktere, die sich dann in den entscheidenden Stunden als die echten Patrioten erweisen. „Ich erfülle nur meine Pflicht gegenüber der Heimat. Das ist ja selbstverständlich” – das kann man oft aus ihren Mündern hören. Ich habe in den letzten Jahren gemerkt, dass sich im patriotischen Milieu wohl die selbstlosesten Menschen einfinden, die unser Volk zu bieten hat.

Aber ich habe auch ihr Gegenteil kennenlernen müssen: Jene Maulhelden, die zwar auf Kosten anderer möglichst radikale Töne spucken, die aber in den entscheidenden Stunden feige das Weite suchen. In den letzten Tagen habe ich solche anonymen Maulhelden vermehrt in den sozialen Medien sehen müssen. Dennoch: Es kostete mich höchstens ein Lächeln.

Kein Twitter‐Teekränzchen

Denn der Widerstand spielt sich im echten Leben ab – in den vielen guten und schlechten Momenten, die uns trotz aller Unterschiede immer wieder zusammenschweißen. Und in den vielen Wagnissen, welche die Fronten zwischen Idealisten und Maulhelden klären. Das ist die echte Bruchlinie: zwischen jenen, die aus Pflichtgefühl an der Wende arbeiten, und jenen, welche diese Arbeit sabotieren.

Das ist der entscheidende Bruch und er verläuft nicht nach Geschlecht, Herkunft, Religion oder sexueller Orientierung. Und schon gar nicht verläuft er an den unterschiedlichen – heute unwichtigen – weltanschaulichen Befindlichkeiten. Wir sitzen nicht beim genüsslichen Teekränzchen mit Leuten zusammen, die unseren persönlichen Vorlieben entsprechen. Wir ringen – vielleicht ein letztes Mal – mit dem Schicksal. Wollen wir eine freie, geeinte Heimat erstreiten – müssen wir diese schon heute im Kleinen sein.

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Meinung

Wort zum Sonntag: „Schützt eure Kirchen vor falschen ProphetInnen!”

Redaktion

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von

ASDF Symbolbild: Anders Hellberg [CC BY-SA 4.0], via Wikimedia Commons [Bild zugeschnitten]

An einer jungen, frischen und inspirierten Kirche liegt es, falsche Propheten klar zu benennen und ihre Stimme gegen sie zu erheben. Gerade auch dann, wenn es nicht dem Zeitgeist entspricht und wenn selbst altgediente Autoritäten den Weg Gottes aus den Augen verlieren.

Eine Kolumne von Raphanus

Paul Zulehner ist katholischer Priester, emeritierter Theologieprofessor und hielt dieses Jahr die Pfingstpredigt in Weiz. Das Wirken und der Geist Gottes war sein Thema; und Aufbruch und Zuversicht stellte er in den Mittelpunkt seiner Predigt. Mit der Wahl des neuen Papstes Franziskus habe sich die Lage der Kirche tiefgreifend verändert und die Weltkirche erlebe derzeit ein neues Pfingsten mit der – oh Wunder! – neuen Prophetin Greta Thunberg!

Greta als Verkünderin des neuen Evangeliums?

Gott sei in allem gegenwärtig und durch das Wirken Gottes durch uns Menschen sei jetzt schon ein Stück Himmel auf die Erde gekommen – eben mit Greta als „Prophetin” und den vielen Schülerinnen und Schülern, die nun endlich „revolutionär” geworden seien und den säumigen Erwachsenen gehörig ins Gewissen redeten. Der liebe Gott ein Revolutionär, mit Greta als Verkünderin des neuen Evangeliums?

Im Katechismus lesen wir, dass das Kommen des Gottessohnes so gewaltig war, dass es durch die Jahrhunderte von Gott vorbereitet und durch den Mund der Propheten angekündigt wurde. All die Riten und Opfer, Gestalten und Sinnbilder liefen auf dieses Kommen zu. Auch die Propheten des neuen Bundes nahmen in ihrer Verkündigung immer Bezug auf den Herrn.

Greta Thunberg ist in der Tat eine medienwirksame Galionsfigur und die Sinnhaftigkeit, unseren Planeten zu schützen und etwas für das Klima zu tun, ist unumstritten. Wie auch immer Greta und die Menschen um sie herum es schaffen, mediale Reichweite zu generieren, sollte man die Kirche doch im Dorf lassen: Denn gute PR macht noch lange keine Prophetin.

Jeder Hype geht mal zu Ende

Zulehner ist auf Grund seines Hintergrunds gern gesehener Referent und durch seinen wissenschaftlichen Hintergrund und sein geistliches Wirken haben seine Worte Gewicht und Einfluss auf Kirche und Gemeinde. Er und alle mit ähnlichem Einfluss sollten daher ihre Worte mit Bedacht wählen. So er nicht von Gott kommt, ist jeder Hype einmal zu Ende und alle, die heute vorschnell eine neue Prophetin verkünden, wollen morgen sicher nicht zu den Irrlehrern zählen. Es liegt auch an uns Christen, darauf aufmerksam zu machen.

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