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Gesellschaft

YouTuberin Suzie Grime: „Die Simpsons müssen endlich sterben”

Redaktion

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am

Symbolbild Simpsons: By Miguel Mendez from Malahide, Ireland (Wax Museum Plus) [CC BY 2.0], via Wikimedia Commons

Die bekannte YouTuberin Suzie Grime hält die US‐Zeichentrickserien Die Simpsons, South Park und Familiy Guy für „rassistisch” und „sexistisch”. Kinder würden dadurch zu „unsensiblen Fuckboys” werden, die „Nazi‐Memes” teilen. Für diese Ansage erhielt Grime umgehend einen „Shitstorm” auf Twitter.

Suzie Grime bezeichnet sich selbst als „linksorieniert” und ist eine bei vielen deutschen Jugendlichen beliebte YouTuberin mit über 48.000 Abonnenten. In ihren Videos spricht sie über Mode, Drogen, Popkultur und Feminismus. Am Sonntag äußerte sich Suzie Grime auf Twitter negativ über die weltweit bekannten US‐Zeichentrickserien Die Simpsons, South Park und Family Guy.

Rassistischer und sexistischer Humor bei Simpsons und Co?

Die Simpsons müssen endlich sterben, South Park und Family Guy ebenfalls. RIP. Wir können unsere Kids nicht weiterhin mit sexistischem und rassistischem, ’schwarzen’ Humor großziehen und uns dann wundern, wenn sie zu unsensiblen Fuckboys werden, die lachend Nazi‐Memes teilen”, schrieb die YouTuberin auf ihrem Twitter‐Account.


Sie sei der festen Überzeugung, dass „die Medien, die wir konsumieren, gerade im digitalen Zeitalter, einen extrem hohen Einfluss auf uns” hätten, weil man andauernd damit beschallt würde. „Pornos sind die neue Sexualerziehung, etc. das kann nicht spurlos an uns vorbeigehen”, so Suzie Grime. Sie habe in ihrem Tweet aber nicht von einem Verbot geredet. Die Simpsons seien „einfach nicht mehr zeitgerecht”. Es sei daher klar, dass eine Show aus 1989 „irgendwann aussterben” wird. „Das ist das Leben.”

Jedes Zeitalter habe seine popkulturellen Helden. Sie freue sich schon auf „die neuen Simpsons” – auf Serien, „die endlich mal von Frauen und People of Colour geschrieben” würden. „Der Fuckboy‐Humor wird aussterben. Irgendwann”, ist sich die YouTuberin sicher.

Reaktionen der Twitter‐User

Viele Twitter‐Nutzer reagierten auf Suzie Grimes Beitrag und kritisierten die YouTuberin. Ein User etwa antwortete: „Alter du kiffst in deinen Videos, lebst ein gestörtes Weltbild vor, verbreitest Männerhass und sagst,  die Simpsons wären keine gute Erziehung? Ich würde meine Kinder lieber 10 Stunden am Tag Simpsons schauen lassen, als auch nur ein einziges deiner Videos.”

Der deutsche Rapper Frauenarzt wiederum kommentierte: „Im frauenfreundlichem Iran wurden die Simpsons ja schon verboten. Die Konservativen in der USA wünschen sich auch die Simpsons würden sterben. Ehrlich gesagt fallen mir wenig andere TV‐Formate ein, die Sozialkritik besser mit Humor verpacken als die von dir genannten…” (Fehler im Original, Anm. Redaktion). Und er fügte hinzu: „Ich mag Suzie und befürworte ihre feministische und antirassistische Haltung. Nur manchmal schlägt sie etwas über die Stränge. Peace!”

Ein anderer User kritisierte besonders die Wortwahl. „Sexismus, Rassismus, Homophobie” müssten zwar enden, aber dazu müssten weder Simpsons noch South Park oder Family Guy „sterben”. Sie müssten sich „nur ändern”. „Wenn du extremistisch twitterst, hört dir kein Vernünftiger zu, Suzie.”

Aufregung ums Kiffen

Suzie Grime hatte bereits vor zwei Jahren für Aufregung gesorgt, als sie auf YouTube in ihrer Serie „Get high with me” zeigte, wie man Joints dreht und gab Tipps zum Cannabis‐Konsum.

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Gesellschaft

Theaterverband erfand Meuthen‐Zitat

Joshua Hahn

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am

ASDF Bild (Meuthen beim Bundesparteitag der AfD im Jahr 2017): Olaf Kosinsky [CC BY-SA 3.0 de], via Wikimedia Commons [Bild zugeschnitten]

In einem Interview mit der „dpa“ führte der Bühnenvereinspräsident ein Zitat an, welches angeblich von Jörg Meuthen (AfD) getätigt wurde. Nun stellte sich heraus, dass die Worte so nie benutzt wurden.

Berlin. – Trotz des falschen Zitats wurden die Leser zum Großteil nicht auf den Fehler hingewiesen.

Linksversiffter Kunstkadaver“

Wie die „Junge Freiheit“ berichtet, erklärte der Bühnenvereinspräsident Ulrich Khuon gegenüber der „dpa“, dass die „Neue Rechte“ lediglich ein „Gesinnungstheater“ wünsche, welches ihren Idealen entspräche. So habe Jörg Meuthen beispielsweise die Worte „linksversiffter Kunstkadaver“ benutzt. Diese Wortwahl gleiche der der Nationalsozialisten und ähnele dem Propagandabegriff der „entarteten Kunst“.

Ein Pressesprecher der Alternative für Deutschland intervenierte damals und erklärte, dass das Zitat so nie getätigt wurde. 

Der Bühnenverein sagte daraufhin aus, Khuon habe sich „geirrt“.

Keine weitreichenden Richtigstellungen

Obwohl der Bühnenverein dem AfD‐Politiker mit dem falschen Zitat und dem daraus resultierenden Vorwurf, Meuthen würde dem Nationalsozialismus nahestehen, erheblich hätte schaden können, fand keine umfassende Richtigstellung statt.

Die Nachrichtenagentur „dpa“ schickte zwar eine neue Fassung inklusive eines Korrekturhinweises an die Abonnenten und Kunden. 

Da allerdings nicht erwähnt wurde, dass ein inkorrektes Zitat gestrichen worden war, wurde zwar von den gängigen Medien die korrigierte Fassung übernommen, jedoch ohne den Hinweis, um welchen Fehler es sich handelte. 

Für den Leser war der Fehler also nicht ersichtlich. 

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Gesellschaft

Joachim Gauck fordert „erweiterte Toleranz in Richtung rechts“

Joshua Hahn

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am

ASDF Bild (Ex-Bundespräsident Joachim Gauck):Tohma (Diskussion) [CC BY-SA 4.0], via Wikimedia Commons (Bild zugeschnitten)

Der Ex‐Bundespräsident Joachim Gauck warnte in einem Interview mit dem „Spiegel“ vor dem Erstarken des Nationalismus. Trotzdem plädierte er für eine „erweiterte Toleranz in Richtung rechts“.

Berlin. – Gauck sprach sich außerdem gegen den laut ihm vorherrschenden „Antipluralismus“ aus.

Wir verlieren uns selbst“

Wie unter anderem die „Welt“ berichtet, sagte Gauck bereits in der Vergangenheit mehrmals, dass der Umgang mit der AfD nicht optimal gewesen sei. Es habe eine mediale Tendenz gegeben, „zu früh Stoppschilder zu setzen“. 

Zwar lehne er selbst die Positionen der Alternative vehement ab, trotzdem sei es ein Fehler, permanent „das Höllentor von Auschwitz“ ins Spiel zu bringen. 

In einem Interview kritisierte er nun erneut den Umgang mit dem rechts‐konservativen Lager. Wörtlich sagte er: „Wir verlieren uns selbst, wenn wir so tun, als wäre es zu gefährlich, in großer Offenheit zu debattieren, weil das Volk sofort wieder umkippen könnte und eine Diktatur wählen würde“.

Regierung hat Themen nicht ausreichend versorgt“

Man müsse einräumen, dass die Regierung durchaus Versäumnisse bei bestimmten Themen zu verzeichnen habe. 

Gauck plädierte dafür, nicht jeden, der konservativ ist, „für eine Gefahr für die Demokratie zu halten und aus dem demokratischen Spiel am liebsten hinauszudrängen“. Generell solle es mehr Toleranz gegenüber dem rechten Lager geben.

Wie die „Zeit“ berichtet, erklärte Gauck jedoch im gleichen Interview, dass man ebenfalls lernen müsse, „mutiger intolerant zu sein“. Gegenüber Personen, welche das Gesetz missachten, dürfe keine falsche Toleranz gezeigt werden – egal, „ob sich diese politisch links oder rechts verorten oder dem islamischen Fundamentalismus angehören“.

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Gesellschaft

Abdullah‐Zentrum: Vertreter wirft Österreich „Heuchelei” vor

Monika Šimić

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ASDF Bild: Das umstrittene König-Abdullah-Zentrum am Wiener Schottenring / Thomas Ledl [CC BY-SA 3.0 at], via Wikimedia Commons (Bild zugeschnitten)

Der Rabbiner David Rosen kritisiert, dass sich ÖVP und SPÖ, die das Zentrum vor sieben Jahren in Wien ansiedelten, nun dagegenstellen.

Wien. Erst vor wenigen Tagen stimmten im Angesicht der Menschenrechtslage in Saudi‐Arabien alle Parteien außer der ÖVP für einen Entschließungsantrag, das maßgeblich vom arabischen Staat finanzierte und umstrittene Internationale König Abdullah bin Abdulahziz Zentrum für interreligiösen und interkulturellen Dialog (KAICIID) in Wien sperren zu lassen (Die Tagesstimme berichtete). Nun wirft der britische Rabbiner David Rosen Österreich „unglaubliche Heuchelei” vor.

Kontroversen rund um das Zentrum

Das KAICIID‐Direktoriumsmitglied kritisiert, dass sich ÖVP und SPÖ, die das Zentrum vor sieben Jahren in Wien ansiedelten, nun dagegenstellen. Doch das KAICIID sorgt seit Jahren für innenpolitische Kontroversen. FPÖ‐Chef Norbert Hofer verwies darauf, dass die Freiheitlichen dem saudischen Zentrum stets „mit großer Skepsis” begegnet seien.

Das im Herbst 2012 von Saudi‐Arabien, Österreich und Spanien eröffnete Zentrum wird größtenteils von Riad mit rund 15 Millonen Euro pro Jahr finanziert.

Zentrum hat zur „Öffnung der Gesellschaft” beigetragen

Seit Jahren steht die Menschenrechtslage in Saudi‐Arabien in der Kritik – und diente bereits in der Vergangenheit als Katapult für Diskussionen über das König‐Abdullah‐Zentrum. Vorwürfe, wonach das KAICIID sich nicht zu Menschenrechtsverletzungen in Saudi‐Arabien äußere und von saudischem Geld abhängig sei, wies der britische Rabbiner zurück. Man habe von den Gründungsstaaten nicht den Auftrag bekommen, sich zu politischen Fragen zu äußern, verteidigte sich Rosen. Das KAICIID habe seiner Ansicht nach zur Öffnung der Gesellschaft in Saudi‐Arabien beigetragen.

Österreich keinen „Gefallen” tun

Mittlerweile zweifelt Rosen die Entscheidung, die internationale Organisation in Wien anzusiedeln, an. Er sprach sich für eine Umsiedelung etwa nach Spanien oder Saudi‐Arabien aus: „Wenn Österreich den Wert des Zentrums nicht erkennt, sollten wir dem Land nicht auch noch den Gefallen tun, zu bleiben”, so Rosen. Diese Entscheidung obliegt jedoch den Gründungsstaaten.

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