Österreich Politik

Umfrage: Österreicher mehrheitlich mit Regierung zufrieden

Symbolbild ( Bundeskanzler Sebastian Kurz (l.) und Vizekanzler Heinz-Christian Strache (r.) beim Pressefoyer nach dem Ministerrat am 9. Mai 2018): Bundeskanzleramt (BKA) / Fotografin: Regina Aigner; via Fotoservice Bundeskanzleramt

Einer aktuellem Umfrage bewertet eine relative Mehrheit der Österreicher die Arbeit der Regierung als positiv. Entsprechend stabil sind auch die Umfragewerte beider Parteien. Die Grünen wären nach jüngsten Werten auch weiterhin nicht im Nationalrat vertreten.

Einem Artikel der Tiroler Tageszeitung zufolge stehen derzeit 46 Prozent der Befragten der neuen türkis‐blauen Regierung „positiv” gegenüber, nur 33 Prozent sahen diese als negativ.  Auch die konkrete Bilanz fällt für die Koalition erfreulich aus: 39 Prozent sind der Meinung, diese habe ihre Arbeit bislang „gut gemacht” – 34 Prozent sind gegenteiliger Meinung.  Das Linzer Spectra‐Institut befragte im ersten Jahresquartal 1.000 Österreicher ab 16 Jahren.

Gute Noten für Regierung – beliebter als Vorgängerkoalition

Damit verfügt die ÖVP‐FPÖ‐Regierung über größere Beliebtheitswerte als ihre Vorgängerregierung. Die alte rot‐schwarze Regierung hatte in der letzten Erhebung des Instituts kurz vor der Nationalratswahl besonders schlechte Werte. Nur 20 Prozent der Befragten dieser Konstellation zu diesem Zeitpunkt noch positiv gegenüber, überhaupt nur 14 Prozent befürworteten die Arbeit – bei rund 70 Prozent Ablehnung. Auch bei den Werten im Jahresvergleich – also gemessen an der Beliebtheit vor der Ankündigung von Neuwahlen – schneidet die neue Regierung gut ab. Ein knappes Viertel (26 Prozent) befürwortete im ersten Quartal 2017 die schwarz‐roten Vorgänger.

Innerhalb der Regierung befürworten die Österreicher eher die Impulse der Volkspartei – gleich 37 Prozent gefiel die Kanzlerpartei besser. 18 Prozent sehen den freiheitlichen Juniorpartner erfolgreicher in ihrer Bilanz, 26 Prozent bewerten die Arbeit beider Parteien gleich gut bzw. schlecht. Weitere 18 Prozent konnten oder wollten keine Auskunft erteilen. Ähnlich ist das Bild bei den Parteiobleuten: 43 Prozent finden aktuell Sebastian Kurz (ÖVP) besser, für 19 Prozent erhält Heinz‐Christian Strache (FPÖ) den Vorzug, 20 Prozent bewerteten die Bilanz beider gleich gut.

Sonntagsfrage: FPÖ kann zulegen – Grüne weiterhin schwach

Bei der ebenfalls erhobenen Sonntagsfrage kann dennoch vor allem die FPÖ gegenüber dem Wahlergebnis im Oktober kräftig zulegen (plus 3 Prozent). Mit nunmehr 29 Prozent der Wählergunst wäre sie nur mehr knapp hinter dem Koalitionspartner ÖVP (31 Prozent, minus 0,5 Prozent). Die SPÖ würde sich stabil bei 27 Prozent halten, auch die Liste Pilz (6 Prozent / plus 1,6) und die NEOS (4 Prozent / minus 1,3) wären weiterhin im Nationalrat vertreten.

Für die Grünen würden nur mehr zwei Prozent votieren (-1,8 Prozent), allerdings ist in diesem Stimmungsbild der Wahlsieg des Grünen Willi in Innsbruck noch nicht enthalten. Ebenfalls ist die Auswirkung der am 5. Mai begonnenen Neuausrichtung der Partei noch nicht absehbar.

Gute Meinung von Parlamentsparteien

Insgesamt haben die Österreicher eine gute Meinung über die im Parlament vertretenen Fraktionen. Sämtliche Parteien werden auch von Wählern anderer Parteien positiv rezipiert (Mehrfachnennungen waren möglich). Auch hier führt die ÖVP mit 44 Prozent vor FPÖ und SPÖ mit je 34 Prozent. 16 Prozent haben eine gute Meinung über NEOS, aufgrund des Befragungszeitraums spiegelt dieser Wert allerdings noch nicht die Auswirkungen des Rücktritts des NEOS‐Chefs Matthias Strolz wider. 11 Prozent haben eine positive Sicht von der Liste Pilz, dem Neuling im Parlament.

Bei einer theoretischen Kanzler‐Direktwahl hätte Amtsinhaber Kurz mit 31 Prozent der Wähler die Nase vorne, gefolgt von Kern (22 Prozent) und Strache (18 Prozent).

 

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