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Die Linke

Sahra Wagenknecht will Zuwanderung begrenzen

Sahra Wagenknecht warnt vor Arbeitsmigration in den Niedriglohnsektor. Der Staat müsse die Menschen vor „Dumpingkonkurrenz“ schützen.

2 Minuten Lesezeit
<p><b>Martin Rulsch, Wikimedia Commons, CC-by-sa 4.0</b> [<a href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0">CC BY-SA 4.0</a> or <a href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/de/deed.en">CC BY-SA 3.0 de</a>], <a href="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Sahra_Wagenknecht_bei_der_Bundestagswahl_2017_Wahlabend_Die_Linke_(Martin_Rulsch)_26.jpg">from Wikimedia Commons</a> (Zugescnitten)</p>

Martin Rulsch, Wikimedia Commons, CC-by-sa 4.0 [CC BY-SA 4.0 or CC BY-SA 3.0 de], from Wikimedia Commons (Zugescnitten)

Die Fraktionsvorsitzende der Linkspartei, Sahra Wagenknecht, ließ in einem Interview mit weiteren einwanderungskritischen Worten aufhorchen. In der aktuellen Ausgabe des Magazins Zeit Geschichte diskutierte Wagenknecht mit dem Ökonom Hans-Werner Sinn über die heutige Bedeutung von Karl Marx. Dabei sprach sich die 48-Jährige für eine Begrenzung der Zuwanderung nach Deutschland aus.

Dumpingkonkurrenz im Niedriglohnsektor

„Die Menschen haben einen Anspruch darauf, dass der Staat sie vor Dumpingkonkurrenz schützt“, sagte die Linken-Politikerin im Interview. Wagenknecht unterscheidet dabei zwischen Asyl und Migration. Das Asylrecht für politisch Verfolgte müsse gelten. „Aber Arbeitsmigration ist ein Problem, gerade im Niedriglohnsektor“, fügte Wagenknecht hinzu.

Ansonsten werde nämlich die Konkurrenz zu groß. „Die konzerngesteuerte Globalisierung nützt in den Industrieländern vor allem den Eliten – die große Mehrheit ist der Verlierer.“ Die Fraktionschefin verwies auch auf ein weiteres Problem der Migration: Durch die Auswanderung werde die Not in den Herkunftsländern vergrößert. „Denn es sind meist Menschen mit besserer Ausbildung aus der Mittelschicht, die abwandern.“

„Unmut der Bürger ernst nehmen“

Bereits vor einigen Tagen hatte Wagenknecht ihre Partei aufgefordert, den Unmut der Bürger über die Einwanderung ernst zu nehmen. „Aber die Sorgen und der Unmut der Leute haben per se nichts mit Rassismus zu tun, sie sind das Ergebnis einer falschen Politik, und die zu attackieren ist die ureigene Aufgabe der Linken“, sagte die Linken-Politikerin im Interview mit der Frankfurter Allgemeinen Woche. Die Probleme hätten sich seit der Asylkrise „oft verschärft“. Wagenknecht nannte als Beispiele: „Konkurrenz um schlecht bezahlte Jobs und bezahlbare Wohnungen, mangelnde öffentliche Sicherheit, Entstehung von Parallelwelten, in denen sich ein radikalisierter Islam ausbreitet“.

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