Deutschland Politik

Die Linke: Sahra Wagenknecht will Zuwanderung begrenzen

Martin Rulsch, Wikimedia Commons, CC-by-sa 4.0 [CC BY-SA 4.0 or CC BY-SA 3.0 de], from Wikimedia Commons (Zugescnitten)

Sahra Wagenknecht warnt vor Arbeitsmigration in den Niedriglohnsektor. Der Staat müsse die Menschen vor „Dumpingkonkurrenz” schützen.

Die Fraktionsvorsitzende der Linkspartei, Sahra Wagenknecht, ließ in einem Interview mit weiteren einwanderungskritischen Worten aufhorchen. In der aktuellen Ausgabe des Magazins Zeit Geschichte diskutierte Wagenknecht mit dem Ökonom Hans‐Werner Sinn über die heutige Bedeutung von Karl Marx. Dabei sprach sich die 48‐Jährige für eine Begrenzung der Zuwanderung nach Deutschland aus.

Dumpingkonkurrenz im Niedriglohnsektor

Die Menschen haben einen Anspruch darauf, dass der Staat sie vor Dumpingkonkurrenz schützt“, sagte die Linken‐Politikerin im Interview. Wagenknecht unterscheidet dabei zwischen Asyl und Migration. Das Asylrecht für politisch Verfolgte müsse gelten. „Aber Arbeitsmigration ist ein Problem, gerade im Niedriglohnsektor“, fügte Wagenknecht hinzu.

Ansonsten werde nämlich die Konkurrenz zu groß. „Die konzerngesteuerte Globalisierung nützt in den Industrieländern vor allem den Eliten – die große Mehrheit ist der Verlierer.“ Die Fraktionschefin verwies auch auf ein weiteres Problem der Migration: Durch die Auswanderung werde die Not in den Herkunftsländern vergrößert. „Denn es sind meist Menschen mit besserer Ausbildung aus der Mittelschicht, die abwandern.“

Unmut der Bürger ernst nehmen”

Bereits vor einigen Tagen hatte Wagenknecht ihre Partei aufgefordert, den Unmut der Bürger über die Einwanderung ernst zu nehmen. „Aber die Sorgen und der Unmut der Leute haben per se nichts mit Rassismus zu tun, sie sind das Ergebnis einer falschen Politik, und die zu attackieren ist die ureigene Aufgabe der Linken”, sagte die Linken‐Politikerin im Interview mit der Frankfurter Allgemeinen Woche. Die Probleme hätten sich seit der Asylkrise „oft verschärft”. Wagenknecht nannte als Beispiele: „Konkurrenz um schlecht bezahlte Jobs und bezahlbare Wohnungen, mangelnde öffentliche Sicherheit, Entstehung von Parallelwelten, in denen sich ein radikalisierter Islam ausbreitet”.

3 Kommentare

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  • Aufgrund der strengen Einwanderungsvorschriften von den USA, Kanada oder Australien bleibt den Migranten aus Nahost und Afrika nur die Einwanderung in die reichen europäischen Staaten übrig.

    • Welche europäischen Staaten sind denn reich? Ich kenne keinen. Oder bedarf es zum Reichtum einer angeblichen Schuldenlast von 2000 Milliarden Euro, die in Wahrheit cirka dreimal so hoch ist wegen kommender Verpflichtungen ?

  • Wie wäre es mal da mit im eigenen Land Ordnung zu schaffen statt die Probleme der arabischen Welt und Afrikas (mangelnde Geburtenkontrolle) nach Europa zu exportieren.

    Logisch das hier eine ökologische Katastrophe , der Zusammenbruch der Sozialsysteme droht.
    Aber ohne ihre Quislinge in der Regierung und bei unseren Gutmenschen wäre diese Wahnsinns‐Flut absolut unmöglich. Denen werde legal illegale Wege geöffnet da es Menschen gibt die unter idiotischen Schuldkomplexen leiden.

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