Welt

Messerattacke in Paris: Behörden vermuten islamistischen Hintergrund

Symbolbild (Wagen der französischen Polizei im 2018er-Anstrich in Paris): Oliviervdf via Wikimedia Commons (Ausschnitt) [CC BY-SA 4.0]

Am Samstagabend kam es im Zentrum von Paris zu einem Messerangriff mit einem Toten und mehreren Verletzten. Zeugenberichten zufolge schrie der Attentäter dabei „Allahu Akbar” („Gott ist groß”). Die Polizei geht von einem islamistischen Anschlag aus. 

Der bereits identifizierte Attentäter, ein 21‐jähriger gebürtiger Tschetschene stach in unmittelbarer Nähe der Pariser Oper im II. Arrondissement der französischen Hauptstadt auf mehrere Passanten ein. Dabei tötete er einen Mensch und verletzte mindestens vier weitere. Die Polizei erschoss den Mann und verhinderte damit noch größeres Blutvergießen.

Attentäter war behördlich bekannter „Gefährder”

Die französische Öffentlichkeit geht mittlerweile von einem Anschlag aus, die islamistische Miliz Islamischer Staat (IS) bekannte sich zu dem Vorfall. Der Attentäter vom Samstag war mittlerweile im Besitz der französischen Staatsbürgerschaft und war den Behörden als „Gefährder” bekannt.  Staatspräsident Emmanuel Macron lobte den Mut der Einsatzkräfte und sprach den Opfern und Angehörigen seine Anteilnahme aus. Frankreich zahle erneut den „Preis des Blutes”, man werden den „Feinden der Freiheit” aber auch weiterhin „nicht einen Zoll” nachgeben.

 

Frankreich: Etwa 250 Terrortote in drei Jahren

Immer wieder kommt es zu terroristischen Anschlag unter Bezugnahme auf den politischen Islam. Der verheerendste Angriff dieser Art fand am 13. November 2015 ebenfalls in Paris statt. Damals töteten mehrere Attentäter an verschiedenen Orten im Stadtgebiet über 100 Menschen, der Großteil davon bei einem Konzert im bekannten Veranstaltungsort Bataclan. Insgesamt starben in den vergangenen drei Jahren in Frankreich etwa 250 Menschen durch terroristische Akte.

Zuletzt sorgte in Frankreich islamistischer Terror im März für weltweite Betroffenheit, als der 46‐jährige Gendarm Arnaud Beltrame im Zuge eines Geiselaustausches im südfranzösischen Trèbes ermordet wurde – Die Tagesstimme berichtete. Erst vor wenigen Tagen ersuchte Frankreich die EU‐Kommission unter Hinweis auf die erhöhte Terrorgefahr um eine Verlängerung ihrer temporären Grenzkontrollen.

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