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Venezuela

Präsident Maduro steht trotz Wirtschaftskrise vor Wahlsieg

Venezuelas Machthaber Nicolas Maduro kann trotz Wirtschaftskrise und Hungersnot mit einer weiteren Amtsperiode rechnen. Die Opposition ruft zum Wahlboykott auf.

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<p>By Hugoshi [<a href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0">CC BY-SA 4.0</a>], <a href="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Madurocarabobo11372107284111.jpg">from Wikimedia Commons</a> (zugeschnitten und Größe angepasst)</p>

By Hugoshi [CC BY-SA 4.0], from Wikimedia Commons (zugeschnitten und Größe angepasst)

Am heutigen Sonntag findet in Venezuela die Präsidentschaftswahl statt. Die Wiederwahl des sozialistischen Amtsinhabers Nicolas Maduro gilt dabei als so gut wie sicher.

Opposition ruft zum Boykott auf

Das Oppositionsbündnis Mesa de la Unidad Democrática (MUD) rief zum Boykott der Wahl auf. MUD befürchtet Wahlbetrug und beklagte bereits im Vorfeld massive Behinderungen im Wahlkampf. Der Machthaber Venezuelas steht in der Kritik, weil viele seiner Gegner im Gefängnis sitzen, ins Exil fliehen mussten oder von der Wahl ausgeschlossen sind. Mehrere Staaten der Region und auch die USA sowie die Europäische Union hatten angekündigt, die Wahl nicht anzuerkennen. Madura betonte daraufhin, dass er mit den USA und der EU sprechen wolle. Zu den Herausforderern des Präsidenten gehören der Ex-Sozialist Henri Falcon und ein evangelikaler Priester.

Laut Angaben des Tagesspiegel, der sich auf das Umfrageinstitut Datanalisis beruft, liegt die Beliebtheit Maduros derzeit bei 17 bis 25 Prozent. Trotzdem gehe man von 52 bis 58 Prozent der Stimmen für den sozialistischen Präsidenten aus. Ein Grund dafür sei die zerstrittene und demoralisierte Opposition. „Was der Opposition fehlt, sind ein unbestrittener Anführer, eine klare Strategie und die Hoffnung, dass sie die Dinge ändern können“, sagte Luis Vicente Leon, Direktor von Datanalisis, laut Tagesspiegel-Bericht.

International in der Kritik

Venezuela befindet sich derzeit in einer großen wirtschaftlichen Krise. Die Teuerungsrate liegt dem Tagesspiegel zufolge bei 13.800 Prozent. Das monatliche Mindestgehalt beträgt umgerechnet drei US-Dollar und es herrscht akute Lebensmittel- und Medikamente-Not. Trotz dieser Probleme sieht alles nach einer Wiederwahl und der damit zweiten sechsjährigen Amtszeit Maduros aus. Insgesamt sind über 20 Millionen Menschen stimmberechtigt. Mit dem Wahlergebnis wird in der Nacht auf Montag gerechnet.

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