Gesellschaft

Polizei prüft möglichen Anschlag auf AfD‐Politiker in Thüringen

Symbolbild Autoreifen (Pixabay/CC0)

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Wie Mitte Juni bekannt wurde, geht die Staatsanwaltschaft Meinungen laut einem MDR‐Bericht mittlerweile davon aus, dass die gelösten Radmuttern am Fahrzeug des AfD‐Politikers auf eine fehlerhafte Rad‐Reifen‐Kombination zurückzuführen sind. Dadurch könnten sich die Radbolzen selbständig gelöst haben.


Beim Fahrzeug des AfD‐Bundestagsabgeordneten Anton Friesen waren mehrere Radmuttern an allen vier Rädern locker. Die Polizei prüft, ob es sich dabei um einen Anschlag mit politischem Hintergrund handelt. Friesen selbst vermutet Linksextreme hinter der Tat.

Die Polizei ermittelt derzeit wegen eines möglichen Anschlags auf den AfD‐Bundestagsabgeordneten Anton Friesen. Am Donnerstagabend war Friesen bei einer Bürgerveranstaltung in Zella‐Mehlis. Auf der Heimfahrt bemerkten er und sein Mitarbeiter ein Ruckeln beim Fahren. Grund waren laut Polizeibericht mehrere lockere Radmuttern an allen vier Rädern.

Polizei prüft möglichen politischen Hintergrund

Ob eine politisch motivierte Tat vorliegt, kann im Moment nicht zweifelsfrei gesagt werden. Ein Sachverständiger wird das Fahrzeug kommende Woche untersuchen und möglicherweise Aufschluss über die tatsächliche Ursache geben”, gab die Polizei weiter bekannt.

Wie die Junge Freiheit berichtet, geht der AfD‐Politiker Friesen von einem Anschlag aus und vermutet Linksextremisten hinter der Tat. Demnach forderte er die übrigen Parteien auf, die Tat zu verurteilen. „Es gibt keine Opfer erster und zweiter Klasse. Tagtäglich schwappt eine Welle der Gewalt gegen AfD‐Mitglieder, unsere Sympathisanten und Mandatsträger. Es muss endlich Schluss sein mit jeder Form der Bagatellisierung, Verharmlosung und Relativierung”, sagte Friesen der Jungen Freiheit.

Höcke spricht von „Mordanschlag”

Ebenfalls entsetzt zeigte sich Björn Höcke, Vorsitzender der AfD‐Fraktion im Thüringer Landtag: „Mit hoher krimineller Energie wurde der Tod unseres ehemaligen Fraktionsmitarbeiters und heutigen Bundestagsabgeordneten Anton Friesen, seines Mitarbeiters und eines Dokumentarfilmers in Kauf genommen. Das war ein Mordanschlag!”

Der mögliche Anschlag könnte im Zusammenhang mit weiteren Bedrohungen von AfD‐Abgeordneten durch Linksextreme stehen, mutmaßte Höcke. Erst kürzlich veröffentlichten Linksextreme im Internet die Wohnadressen von AfD‐Politikern. Von Ministerpräsident Bodo Ramelow (Die Linke) erwarte sich Höcke eine „deutliche Bewertung dieser Vorgänge”. „Muss wirklich erst jemand gewaltsam ums Leben kommen?”, fragte der AfD‐Vorsitzende abschließend.

 

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