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Gesellschaft

Inside „Reconquista Internet”: Die Heuchelei der Gutmenschen

Redaktion

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Die Initiative von ZDF-Haussatiriker Jan Böhmermann wird vom Establishment teilweise frenetisch gefeiert, hier auf der wichtigen Digitalmesse re:publica in Berlin. Symbolbild: Jan Michalko / re: publica via Twitter [CC BY-SA 2.0]

Die von Jan Böhmermann ins Leben gerufene Aktion Reconquista Internet wurde schon vielfach für ihre Blocklisten kritisiert. Außerdem fiel sie durch das wahllose Spammen von Herzen und Liebesbekundungen auf. Sie geben sich nach außen betont demokratisch, unpolitisch und meinungsoffen, während intern streng hierarchisch organisiert gegen die AfD geschossen und Kritiker dieser Aktionen ausgeschlossen werden.

Ein Kommentar von Martin Mair

Erste Berichte über den rechten Server Reconquista Germanica und dessen Struktur und vorgehen wurden beim Faktenfinder veröffentlicht. Dann erschien Ende April nach groß angelegter Recherche auf dem YouTube‐Kanal von Rayk Anders die Dokumentation „Lösch dich! So organisiert ist der Hate im Netz“.

In der Sendung „Neo Magazin Royale“ kündigte Jan Böhmermann anschließend an, eine Gegenbewegung zu Reconquista Germanica zu gründen. Er wollte nach eigener Aussage dem Hass im Netz mit Liebe und Verständnis begegnen.

Interne Struktur

Das Ergebnis hingegen war, dass zunächst auf allen sozialen Netzwerken haufenweise Accounts und Fake‐Accounts erstellt wurden, die patriotische Artikel, Videos, Kommentare und Tweets mit Herzen und „Liebe“ belästigten sowie Videos „downvoteten”. Obwohl Fake‐Accounts gegen die Regeln der meisten Communitys verstoßen, werden intern auf Reconquista Internet Anleitungen erstellt und verbreitet, wie man das tut und verwaltet. Man macht also genau das, was man zunächst der anderen Seite vorgeworfen hat, aber diesmal sind es eben die „Guten”.

Screenshot aus dem internen Leitfaden

Screenshot aus dem internen Discord: Hier fordert Jan Böhmermann selbst dazu auf mehrere Twitteraccounts zu nutzen.

Intern sieht die Struktur folgendermaßen aus: Es gibt mittlerweile unterschiedliche AGs, die sich um verschiedene Bereiche des Internets kümmern: Facebook, Twitter, YouTube, Twitch und eine Security AG. Innerhalb dieser AGs werden unter anderem koordinierte Aktionen auf den jeweiligen Plattformen geplant und ausgeführt.

Reconquista-„Flauschangriffe“ gegen rechts

Außerdem gibt es die sogenannten „Flauschangriffe“: Dort geben Jan Böhmermann und seine Admins Aufgaben, mit denen die anderen dann in den sozialen Netzwerken agieren. Zum Beispiel gab es zum Eurovision Song Contest die folgende Aufgabe:

Dabei versuchte man unter anderem, den Hashtag #DefendEurope zu kapern, welcher landläufig eher mit den aufsehenerregenden Kampagnen der Identitären Bewegung im Mittelmeer und den Alpen verbunden wird. Beim „Kapern” eines Hashtags geht es darum, diesen so zu beeinflussen, dass bei einer Suche nach den entsprechenden Themen dem Nutzer die entsprechenden Tweets zuerst angezeigt werden.

Weitere „Flauschangriffe” berichteten von realen Aktionen, die auch wieder nur vom Adminteam durchgeführt und dem Rest dann zur Verbreitung vorgeworfen wurden. Zum Beispiel stellten sie vor der AfD‐Zentrale Eisblöcke mit dem ausgedruckten Grundgesetz ab. Damit suggerierten sie, dass die AfD ein unterkühltes Verhältnis zum Grundgesetz habe und sich damit mal näher beschäftigen sollte.

Demokratisches“ Führerprinzip

Hier zeigt sich auch die Heuchelei: Man schreibt sich selbst auf die Fahne, man sei demokratisch und nicht hierarchisch strukturiert, dennoch werden im Geheimen die Aktionen und „Flauschangriffe” geplant und der Einzelne folgt dem Befehl. Diese Struktur macht den grotesken Eindruck, als würden quasi ein ‚Führer’ in Person von Jan Böhmermann samt einer ‚Leibstandarte’ in Form der Admins und Moderatoren beschließen, entscheiden und leiten. Der Rest hat lediglich bedingungslosen Gehorsam zu leisten.

Ein weiterer Punkt sind die sogenannten „Challenges”: Hier gibt es Aufgaben, die bei der Erfüllung eine Belohnung in Form einer „Brosche“ bereithalten. Diese Broschen haben keine weiteren Wirkungen, als eine Art Abzeichen darzustellen. Bei den Challenges geht es fast jedes Mal darum, die AfD bzw. deren Abgeordneten zu irgendeiner Reaktion zu bringen. Diese (auch private Schriftwechsel mit Abgeordneten der AfD) werden dann im Kanal „Challenge“ gepostet. Da auch die AfD mittlerweile mitbekommen hat, was dort abgeht, hat sie kürzlich eine kleine Anfrage an die Bundesregierung gestellt – Die Tagesstimme berichtete.

Völlig „unpolitisch“ gegen die AfD

Während auf dem Server intern immer wieder gegen die AfD geschossen wird, bekennt sich auch die Grünen‐Abgeordnete Katrin Göring‐Eckardt auf Twitter zu Reconquista Internet. Es engagiert sich hier also ein Mitglied des Bundestags bei einer Aktion, die sich gegen eine andere Partei und deren Abgeordnete richtet.

Screenshot von Twitter

Gleichzeitig behauptet Reconquista Internet, sich nicht politisch zu positionieren und völlig unpolitisch zu agieren. Dies wird auch immer wieder betont, wie hier von Jan Böhmermann (der seit kurzem seinen Account‐Namen von Cdream141312 auf Morla141213 änderte) persönlich:

Screenshot aus dem Server von Reconquista Internet

Wer nicht auf Linie ist, der fliegt

In dem Zusammenhang ist außerdem interessant, dass Personen, die eine nicht gerade linke politische Meinung bzw. Mainstreammeinung vertreten, ausgeschlossen werden. Dies betrifft z.B. Personen, die im Chat die Meinung vertraten, sowohl „rechts“ als auch „links“ seien legitime politische Meinungen. Außerdem Leute, die einfach nur nach einer Definition von „rechts” bzw. „rechtsradikal” fragten. Denjenigen wird dann auch nicht erklärt, warum sie aus dem Server verwiesen wurden, sondern sie sind dann einfach nicht mehr da. Keine Vorwarnung, keine Erklärung – wie immer auf Reconquista Internet ein sehr ‚demokratischer’ Ablauf.

In diesem Zusammenhang wäre es nicht verwunderlich, sollte sich Reconquista Internet zu einer linksradikalen Gruppierung entwickeln. Ich werde auf jeden Fall weiter ein wenig in der Höhle des Löwen recherchieren und der nächste Teil folgt bestimmt.

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6 Kommentare

6 Comments

  1. Avatar

    Adolf

    29. Mai 2018 at 15:24

    die eine nicht gerade linke politische Meinung bzw. Mainstreammeinung vertreten, ausgeschlossen werden.”

    Hahaha. Spionaccount aufgeflogen? Wenn man zu doof ist, unerkannt zu bleiben, dann endet das mit einem Serverban. Pech gehabt. Und schon klar, dass du dann versuchst es so hinzudrehen, dass „unschuldige” einfach so vom Server geworfen werden. Was für ein Schwachsinn!

    • Avatar

      Martin Mair

      30. Mai 2018 at 9:01

      Guten Tag!

      Nein, ich befinde mich noch auf dem Server und dies ist auch nicht der letzte Artikel zum Thema.
      Allerdings haben mir mehrere Personen berichtet, dass sie aus sehr banalen Gründen vom Server verwiesen wurden (davon habe ich natürlich entsprechende Screenshots).
      Ich versuche auch nichts irgendwie hinzudrehen, sondern schildere meine Erfahrungen und Rechercheergebnisse bei Reconquista Internet.

      Wenn Sie das offenbar nicht glauben, machen Sie sich selbst ein Bild auf dem Server! Sprechen Sie gerne selbst mit den Personen, die dort sind und die auch noch Kontakt zu Leuten haben, die eben wegen Banalitäten gebannt wurden.

      Viele Grüße,
      Martin Mair

      • Avatar

        Frank Thor

        2. Juni 2018 at 1:34

        Was für ein Unsinn Sie hier schreiben 🤣 Auch NS Begriffe wie „Führer“ und „Leibstandarte“ hier unterzubringen ist völlig daneben. Dass die AFD Roboter immer nervöser werden, ist an Ihrem Kommentar sehr gut abzulesen. Im Übrigen ist es doch selbstverständlich, dass U‐ Boote rausgeschmissen werden, oder würden Sie das nicht tun ? Also nicht heulen wenn man erwischt wird. 🤗

        • Avatar

          Anne Loki

          2. Juni 2018 at 21:38

          Recht hast du Frank! Maulwürfe sind ungern gesehen.. kann ich gut nachvollziehen dass sie gebannt werden. Auch gerechtfertigt. Macht RG bestimmt genauso tun.

  2. Avatar

    Seppel M.

    3. Juni 2018 at 14:19

    Führer und Leibstandarde, für die Jungs die sich n paar witzige Aufgaben ausdenken? Keiner muss mitmachen, es wird durchaus kontrovers darüber diskutiert ob es OK ist persönliche Chats aufzudecken, aber Politiker sind Personen des öffentlichen Lebens – ihre Äußerungen sollten jederzeit durchdacht sein, also ist jedes Gespräch wie ein Interview zu sehen. Also: alles save. Und der Kodex beinhaltet: Wir sind für etwas, wir greifen keine Personen an. Memes mit der Weidel werden zurückgehalten, um keine Menschen direkt anzugreifen. Denn: Die Würde aller MENSCHEN ist unantastbar. Die einer politischen Organisation nicht, man darf die AfD, FDP und CSU absolut scheiße finden. In diesem Sinne: Ein schönes Wochenende, das Wetter ist noch super, geht grillen oder baden!

    • Avatar

      TAZweb

      3. Juni 2018 at 23:17

      Tolle Kommentare hier. Ich empfand die „Meinung“ persönlich als überzogen. Sicher, ein paar Screenshots und etwas mehr Würze als nötig, schon kann eine mit so guten vorzeichen begonnene Bewegung auch schlecht geredet werden.

      Aber muss das? Ich weiß, aus welchem Grund ich gern mein Internet zurück haben will.

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Gesellschaft

#Wende2019: „Ein Prozent” startet Großkampagne

Stefan Juritz

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ASDF Bild: Ein Prozent

Mit dieser Kampagne wollen wir in die Nachbarschaften, Städte und Orte, wollen Gespräche und Empfehlungen fördern”, erklärt Philip Stein. Im Fokus stehen dabei die Wahlbeobachtung und die Asylkrise.

Dresden. – Kurz vor den Landtagswahlen in Sachsen und Brandenburg startet die patriotische Bürgerinitiative Ein Prozent eine Großkampagne unter dem Titel #Wende2019. Bestimmende Themen sind dabei die Wahlbeobachtung und die bestehende Asylkrise. Der offizielle Startschuss ist am kommenden Montag – da tritt Ein‐Prozent-Leiter Philip Stein bei Pegida in Dresden auf.

Plakate, Radiowerbung, Videos…

Die Zahlen lassen aufhorchen: Laut eigenen Angaben hat Ein Prozent für diese Kampagne eine niedrige sechsstellige Summe investiert. Ermöglicht wird dies laut Stein dadurch, dass man „erstmals auch zwei, drei größere Summen” von Spendern erhalten habe. Für dieses Geld seien unter anderem über 300 Großflächenplakate in 103 brandenburgischen und sächsischen Städten aufgestellt worden. Dazu läuft ein Werbespot im Radio, der Ein Prozent zufolge 110 Mal zu hören sein wird.

Auch beim Asylthema bleibt die patriotische Bürgerinitiative sehr aktiv. So habe man etwa fast 2.000 Plakate in 61 Städten aufgehängt. Zusätzlich will man mit geschalteten Zeitungsanzeigen 140.000 Haushalte erreichen. Für Aktivisten gibt es vier Aufklebermotive und ein Flugblatt zur Asyl‐Problematik. „Weitere 5.000 Asyl‐Plakate sind unterwegs und wir hoffen, dass noch mehr Patrioten mitmachen”, kündigt Ein Prozent auf ihrer Homepage an. Daneben ist auch die aktualisierte Asylstudie „Wer kommt, der bleibt!” kostenfrei zu erhalten.

Insgesamt habe man über 200.000 Drucksachen produziert. Interessierte können kostenfreie Materialpakete bestellen und vor Ort verteilen. Für den kommenden Sonntag kündigt Ein Prozent darüber hinaus zwei Videos über die Ministerpräsidenten Dietmar Woidke (SPD) und Michael Kretschmer (CDU) an.

Die Krise ist nicht vorbei”

„In Wahlkampfphasen wird von den Parteien gerne suggeriert, mit dem richtigen Kreuz auf dem Wahlzettel sei die Bürgerpflicht erledigt, die Wende womöglich eingeläutet und der Politik Genüge getan. Doch wir alle wissen: Die Krise ist nicht vorbei – und sie wird auch nach den ‚Ostwahlen’ nicht vorbei sein”, erklärt Stein im Interview mit Sezession im Netz die Beweggründe für die Kampagne.

Ein Prozent nutzt hierfür die „heiße Wahlkampfphase”, um den Bürgern klarzumachen, dass es für eine „patriotische Wende” den Einsatz eines jeden brauche „und die Zeit des ausschließlichen Kreuzemachens vorbei” sei. „Mit dieser Kampagne wollen wir in die Nachbarschaften, Städte und Orte, wollen Gespräche und Empfehlungen fördern”, so Stein.

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Gesellschaft

Bezeichnung ‚rechtsradikal’: alles roger? beruft gegen „unhaltbares Urteil”

Julian Schernthaner

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ASDF Bild (Drozda 2016): SPÖ Presse und Kommunikation via Wikimedia Commons [CC BY-SA 2.0] (Bild zugeschnitten)

Überraschendes Urteil des Handelsgerichts Wien: SPÖ‐Geschäftsführer Thomas Drozda darf das Magazin alles roger? als „rechtsradikal” bezeichnen.

Wien. – Das Gericht sieht zwar die Behauptung, wonach das patriotische Druckwerk eine „rechtsradikale Neonazi‐Postille” sei, „nicht als reine Tatsachenbehauptung” an. Allerdings enthalte diese Einschätzung die Elemente eines zulässigen Wertungsurteils, so die Begründung des Handelsgerichts Wien. Das Magazin will gegen die Entscheidung berufen.

Drozda verpflichtete sich in Vergleich zu Unterlassung

Dem Urteil war eigentlich eine Vereinbarung zwischen den Streitparteien vor demselben Gericht vorausgegangen. Dort verpflichtete sich Drozda im Februar, derartige Bezeichnungen zu unterlassen – Die Tagesstimme berichtete. Neben alles roger? hatte Drozda in einer Debatte um Inserate in patriotischen Medien auch den Wochenblick mit der beklagten Beschreibung abgewertet.

Allerdings stimmte der rote Geschäftsführer dem Standard zufolge damals nur einem Teilvergleich zu und wollte festgestellt haben, dass es prinzipiell zulässig sei, dem Magazin eine rechtsradikale oder gar rechtsextreme Blattlinie zu unterstellen. Entsprechend siegessicher gab sich Drozda auf Twitter:

alles roger?: Urteil ist „wirr und widersprüchlich”

Kein Verständnis für das aus ihrer Sicht „unhaltbare Urteil” hat man bei der unterlegenen Partei. Der Richterspruch sei „wirr” und „widersprüchlich”. Auch „sprachlich und semantisch” sei dieser „holprig”, so alles roger? in einer Aussendung. Man hinterfragt die Feststellung des Gerichtes, dass zwar Wertungsurteile „nicht schrankenlos” seien – diese Grenzen allerdings bei Politikern weiter gesteckt seien.

Auch die Beispiele, welche das Urteil für die Deckung der Aussagen durch die Meinungsfreiheit angebe, seien „teils haarsträubend”. Das Gericht bringe dort Beispiele, welche sich kritisch gegenüber Zuwanderung respektive Personen aus dem linken Spektrum gäben und verweist auf „polarisierende Berichterstattung”. Verwundert zeigt man sich außerdem über einen Richterwechsel zwischen Vergleich und Urteil.

Medium distanziert sich von „jeglichen Extremismen”

Insgesamt betrachtet man die Entscheidung als „Fehlurteil”, gegen welches man berufen will. Weiters weise man auch den „nicht erwiesenen Vorwurf” von Drozda zurück und erinnere an seine Blattlinie. Diese sei online zu lesen und lasse „keine Fehlinterpretationen” zu.

Man distanziere sich jedenfalls „von jeglichen Extremismen und Radikalismen” – und zwar „egal ob links oder rechts”. Entsprechend werde man sich auch weiterhin „gegen politische Verunglimpfungen rechtlich zur Wehr setzen”.


Weiterlesen:

Justiz: SPÖ‐Drozda muss Abwertung patriotischer Medien unterlassen (8.2.2019)

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YouTube löschte Kanal von „Neverforgetniki”

Stefan Juritz

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ASDF Der 19-jährige YouTuber "Neverforgetniki". Bild: Facebook / Neverforgetniki

Mittlerweile hat YouTube den Kanal des patriotischen Bloggers mit über 72.000 Abonnenten wieder freigeschaltet.

YouTube hat diese Woche den Kanal des 19‐jährigen Bloggers Niklas Lotz alias „Neverforgetniki” aufgrund angeblicher „Hassrede” ohne Vorwarnung gelöscht. Gemeinsam mit dem bekannten Rechtsanwalt Joachim Steinhöfel will der YouTuber nun gegen die Löschung vorgehen. „Wir haben YouTube eine Frist zu dessen Wiederherstellung gesetzt. Erfolgt dies nicht fristgerecht, leiten wir gerichtliche Schritte ein”, kündigte Steinhöfel auf Twitter an.

Patriotischer YouTuber mit über 72.000 Abonennten

Auslöser für die Löschung dürfte ein kritisches Video über die junge Klimaaktivistin Greta Thunberg gewesen sein, das „Neverforgetniki” auf seinem YouTube‐Kanal mit über 72.000 Abonnenten hochgeladen hatte. In anderen Videos kritisierte der YouTuber wiederum die deutsche Asyl‐ und Migrationspolitik sowie die sogenannten „Mainstream‐Medien”. Laut eigener Aussage setzt er sich darüber hinaus für ein „patriotisches, sicheres und konservatives Deutschland” ein.

Auch Islamkritiker Abdel‐Samad war schon betroffen

Bereits vor zwei Monaten hatte YouTube den Kanal des Islamkritikers Hamed Abdel‐Samad – ebenfalls ohne Vorwarnung – zwischenzeitlich gesperrt. Nachdem in den sozialen Medien Kritik daran laut geworden war, gab der US‐Konzern den YouTube‐Kanal jedoch am nächsten Tag wieder frei (Die Tagesstimme berichtete).

Kritiker warnen auch wegen solcher Fälle bereits seit längerer Zeit vor einer Einschränkung der Meinungsfreiheit in sozialen Medien wie Facebook, Twitter, Instagram und YouTube.

Aktualisiert (15:12 Uhr):

Am Donnerstagnachmittag vermeldete Rechtsanwalt Steinhöfel, dass YouTube den Kanal von „Neverforgetniki” wieder freigeschaltet hat. „Wichtiger Erfolg gegen YouTube: Vorgestern wurde der Kanal ’neverforgetniki’ wegen angeblicher Hassrede rechtswidrig gelöscht. YouTube hat den Kanal jetzt vor Ablauf der von uns gesetzten Frist wiederhergestellt. Wir prüfen jetzt Schadensersatzansprüche”, so Steinhöfel.

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