Österreich Politik

Uni Wien: SPÖ‐nahe Studenten protestieren gegen Studiengebühren

Symbolbild Hörsaal: By Xbxg32000 (Own work by uploader; the watermark is my own.) [CC BY-SA 3.0 or GFDL], via Wikimedia Commons

Mitglieder der SPÖ‐nahen Studentenorganisation VSStÖ verkleideten sich an der Uni Wien als Kanzler Kurz und Vizekanzler Strache. Mit ihrer Aktion wollten die sozialistischen Studenten gegen die geplanten Studiengebühren protestieren.

Am Montag protestierte der SPÖ‐nahe Verband Sozialistischer Student_innen (VSStÖ) gegen die geplanten Studiengebühren der türkis‐blauen Regierung.

Kurz und Strache bitten Studenten „zur Kasse”

Bei der Aktion an der Universität Wien gingen die Mitglieder des VSStÖ mit einem großen symbolischen Zahlschein für Studiengebühren herum und verteilten Flugblätter. Dabei trugen zwei Aktivisten Masken mit den Gesichtern von Bundeskanzler Sebastian Kurz und Vizekanzler Heinz‐Christian Strache und baten die Studenten symbolisch „zur Kasse”. Mit der Aktion wollten die sozialistischen Studenten laut eigener Aussage auf die kommenden Studiengebühren hinweisen.

So witzig die heutige Aktion sein mag, so ernst ist die bittere Realität. Schwarz‐Blau plant Studiengebühren einzuführen, was eine schwere finanzielle Hürde für den Großteil der Studierenden sein wird“, klagte Katharina Embacher, Vorsitzende des VSStÖ, in einer Presseaussendung.

VSStÖ: Zynisches Vorgehen der Regierung

Dabei verwies Embacher darauf, dass 60 Prozent der Studenten neben dem Studium „Lohnarbeit verrichten” müssten, um sich ihren Lebensunterhalt finanzieren zu können. Nach den Plänen der Regierung zahlen ab Herbst auch erwerbstätige Studenten, die eine gewisse Semesteranzahl überschreiten, Studiengebühren. Dieses Vorgehen bezeichnete die VSStÖ‐Vorsitzende als „zynisch” und als „Gift für unsere Gesellschaft”, das „so nicht hingenommen werden” dürfe.

Schwarz‐Blau hat schon einmal Studiengebühren eingeführt und sie werden es wieder tun. Genau so werden wir auch diesmal dagegen auf die Straße gehen und zeigen, dass der Kampf für eine freie und offene Hochschule für alle, ein lohnenswerter Kampf ist“, betonte Embacher abschließend.

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