Konservative gewinnen Wahl in Slowenien

Die Konservativen gewinnen die slowenische Parlamentswahl klar. Dennoch erscheint eine Regierungsbeteiligung derzeit eher unwahrscheinlich.

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<p>By UKOM [<a href="https://creativecommons.org/licenses/by/3.0">CC BY 3.0</a>], <a href="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Janez_Jan%C5%A1a_2012.jpg">via Wikimedia Commons</a></p>

Die konservative Demokratische Partei (SDS) von Oppositionsführer Janez Janša hat die Parlamentswahl in Slowenien klar gewonnen. Vorläufigen Ergebnissen zufolge kommt die Partei auf 25 Prozent und 25 Mandate. Damit haben die Konservativen um Janša fast doppelt so viel wie die zweitplatzierte Anti-Establishment-Partei LMS des Lokalpolitikers Marjan Šarec. Der Ex-Komiker erhielt 12,7 Prozent und 13 Mandate.

Rennen um Platz drei

Dahinter lieferten sich die Sozialdemokraten (10 Prozent), die liberale Partei des modernen Zentrums (SMC) von Ministerpräsident Miro Cerar (9,7 Prozent) sowie die Linke (9,2 Prozent) ein knappes Rennen um den dritten Platz.

Enthüllungen über die ÖVP

Die christdemokratische Partei „Neues Slowenien (NSi), der bisher einzige Bündnispartner der SDS, bekam lediglich 7,1 Prozent der Stimmen. Die Partei von Ex-Ministerpräsidentin Alenka Bratusek sowie die Demokratische Pensionistenpartei (DeSUS) stehen bei 5,5 bzw. 5 Prozent.

Ins Parlament kehrt zudem die Slowenische Nationalpartei (SNS) zurück. Die EU-kritische und nationale Partei um Zmago Jelincic kam knapp über die Vier-Prozent-Hürde (4,2 Prozent).

Konservative ohne Mehrheit

Wer Teil der neuen Regierung wird, ist derzeit noch völlig unklar. Janšas SDS benötigt mindestens zwei Koalitionspartner, um eine Mehrheit im Parlament zu erreichen. Bisher lehnten aber fast alle Parteien eine Zusammenarbeit mit dem Konservativen ab.

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