Gesellschaft

Springer‐Chef Döpfner kritisiert politische Korrektheit

Mathias Döpfner: By International Students’ Committee (International Students’ Committee) [CC BY-SA 3.0], via Wikimedia Commons (Bild zugeschnitten)

Axel‐Springer‐Chef Mathias Döpfner ist davon überzeugt, dass die „hysterische Übertreibung” der politischen Korrekheit zur „Schwächung der Demokratien der Mitte” und zum „Aufstieg der Populisten” beigetragen habe.

Der Vorstandsvorsitzende der Axel Springer AG, Mathias Döpfner, hat bei einer von der österreichischen Regierung veranstalteten Medientagung in Wien die politische Korrektheit in Politik und Medien scharf kritisiert. Das berichtete die deutsche Nachrichtenseite Die Welt am Donnerstag.

Denk‐ und Sprechverbote

Nach Döpfners Ansicht herrschen in Politik und Medien inzwischen Denk‐ und Sprechverbote. Politiker würden immer öfter nicht mehr sagen, was die dächten, und Medien immer weniger schreiben, was sei. Stattdessen schrieben sie lieber, was sein sollte, kritisierte der Springer‐Vorstandschef.

Dadurch sei es zu einer Entfremdung zwischen Bürgern und Politik gekommen. „Immer mehr Menschen haben das Gefühl, die reden nicht mehr für mich, die reden nicht mehr, was sie wirklich meinen, die reden nicht mehr, was ist, sondern die leben irgendwo auf einem anderen Planeten.“

Diese „hysterische Übertreibung” der politischen Korrektheit habe zur „Schwächung der Demokratien der Mitte” und zum „Aufstieg der Populisten” beigetragen, zitiert die Welt Döpfner.

Medientagung der ÖVP‐FPÖ‐Regierung

Bei der von der türkis‐blauen Regierung veranstalteten Tagung in Wien diskutierten rund 300 Fachleute zwei Tage lang über die Zukunft der österreichischen Medienlandschaft.

1 Kommentar

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  • „Axel‐Springer‐Chef Mathias Döpfner ist davon überzeugt, dass die „hysterische Übertreibung” der politischen Korrektheit zur „Schwächung der Demokratien der Mitte” und zum „Aufstieg der Populisten” beigetragen habe.””

    Was für eine Blasphemie des Journalismus!
    Ein Hr. Döpfner war einer der avantgardistischsten Wegbereiter zu diesen jetzt so verfestigten unsäglichen PC‐Procedure.

    Welche Rolle verkörpert der politisch‐mediale Komplex eigentlich?

    Presse und Medien – Es waren sie früher – die VIERTE Macht im Staate, das unabhängige Kontrollorgan vs. den Machtausübenden.
    Dieser politisch‐mediale Komplex ist verkommen zu einem Club der lobbyistischen Hofberichtserstatter mit weitabschweifenden, immer abwiegelnden, kleinredenden Volksbelehrungen, verketteter Volkserziehung und versuchter Gehirngleichschaltung aller schönzuredenden fehlgeschlagene Merkel‐Regime‐Entscheidungen.

    Und genau dieser Komplex hat einen entscheidenden Anteil an der Mitschuld der allumfassenden gesellschaftlichen Spaltung in DE, in dem er sich vornehmlich und mit großen populistischen Aufwand an den PROBLEMBENENNERN anstatt seiner Aufgabe entsprechend – an den VERURSACHERN der gesamtgesellschaftlichen Misere – gnadenlos und unbarmherzig ABARBEITET.

    Zitat:
    „„Schon im Dezember 2015 wies eine Studie des Instituts für Demoskopie in Allensbach darauf hin, dass die Mehrheit der Bevölkerung sich über die Flüchtlingskrise sehr einseitig „informiert“ fühle.
    Die Leitmedien seien „in ihren Meinungsbeiträgen größtenteils auf die politischen Eliten fixiert geblieben“.””

    Was hat sich seitdem geändert?
    NICHTS!
    Die Brandmarkung erfolgt weiterhin ungebremst, Maas hat seine Anti‐Demokratie‐Gesetze mit höchster Eile durch den DE‐BT gepeitscht, der unsägliche Pressekodex mit seinem obsoleten Punkt 12.1 ist in journalistischen Granit‐Stein gemeißelt.

    Die Geschichte wird es beweisen – Hr. Döpfner, Sie hielten die falschen Steigbügel.

    Zeigen Sie Größe.
    Kündigen Sie (auch einseitig) diesen, die Demokratie beklemmenden Inhalte des Pressekodex in seiner jetzigen Form auf.
    Geben den unzähligen Leser‐Kommentatoren, die von Ihren Medien vom gesellschaftlichen Diskurs ausgeschlossen wurden, ihre politische Würde durch ihre Wiederzulassung wieder zurück!

    Das wäre ein Anfang.
    Keine leeren Worthülsen mehr.
    Und bitte nicht verfahren nach dem altbekannten bisher probaten de Maziere‐Procedure des erweiterten Konjunktiv.
    Sollten, hätte, müßten, können, dürfen, brauchen, …

    Leere Worthülsen, Vollverschleierungen, Absichtserklärungen, Kleinrederei, … , eben ein Zünden von Nebelkerzen, Wattebällchen‐Kanonaden aus Katjuscha‐Werfern, das hatten wir viele, viele Jahre, ersparen Sie uns das erneut.

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