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Trump-Kim-Gipfel

Atomare Abrüstung gegen Einstellung der US-Militärmanöver

Der historische Gipfel zwischen US-Präsident Donald Trump und Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un in Singapur bedeutet für beide den Beginn einer neuen Ära. Es soll eine Vereinbarung unterzeichnet worden sein, laut der sich Nordkorea um eine vollständige Denuklearisierung bemühen soll.

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<p>Bild: Dan Scavino Jr. via <a href="https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/a/ab/Kim_and_Trump_shaking_hands_at_the_red_carpet_during_the_DPRK–USA_Singapore_Summit.jpg">Wikimedia Commons</a> [CC0]</p>

Bild: Dan Scavino Jr. via Wikimedia Commons [CC0]

Am Dienstagmorgen fand das erste Treffen eines amerikanischen Präsidenten und eines Vertreters der Kim-Dynastie überhaupt statt. Als Schauplatz wurde das Capella-Hotel in Singapur gewählt. Noch vor wenigen Monaten wäre eine solche Annäherung undenkbar gewesen – in Nordkorea galt Amerika seit Jahrzehnten als Quelle allen Unheils.

Zwölf Sekunden langer Handschlag

Ein langanhaltender zwölfsekündiger Handschlag zwischen Kim Jong Un und Donald Trump besiegelte den beiderseitigen Gesinnungswandel. Anschließend zogen sich die beiden Staatschefs mit zwei Dolmetschern für 45 Minuten in das Innere des Hotels zurück. Voraussichtlicher Bestandteil eines mutmaßlich unterzeichneten Vertrages ist die atomare Abrüstung der Nordkoreaner. Im Gegenzug will Trump die regelmäßigen gemeinsamen Militärmanöver mit Südkorea einstellen. Diese kämen den US-Staatshaushalt ohnehin „sehr teuer“.

Trump: „Exzellentes Verhältnis“

Auch abseits der politischen Verhandlungen scheinen sich die Machthaber hervorragend verstanden zu haben. Nach dem geheimen Gespräch und einem gemeinsamen Spaziergang im Garten des Hotels sprach Trump von einem „exzellenten Verhältnis“ und es soll auch schon Pläne geben, Kim ins Weiße Haus einzuladen. Dieser sei ein „sehr talentierter Mann, der sein Land „sehr liebe“. Er gab sich auch zuversichtlich, dass Kim sich zu einer Verbesserung der Menschenrechte in seinem Land verpflichte.

Den Abschluss des ersten bilateralen Treffens zwischen Kim und Trump bildete ein gemeinsames Mittagessen, an dem auch hochrangige Diplomaten aus beiden Ländern teilnahmen. Dabei konnten die Teilnehmer bei dem Drei-Gänge-Menü aus östlichen und westlichen Speisen wählen.

Wirtschaftlicher Aufschwung erhofft

Beobachter bewerten die Entwicklungen als Zeichen, dass der nordkoreanische Staatschef zunehmend weltoffener werde. Auch eine nächtliche Sightseeing-Tour mit seiner Schwester am Montagabend sei Sinnbild einer solchen Öffnung. Koreanische Medien glauben auch, dass Kim von der wirtschaftlichen Entwicklung Singapurs lernen möchte.

Denn einerseits zeichnet sich auch der südostasiatische Stadtstaat durch eine machtpolitische Kontinuität aus, der aktuelle Premierminister ist der Sohn des Staatsgründers Lee Kuan Yew. Obwohl dort seit 60 Jahren dieselbe Partei regiert, vollzig sich in Singapur in den letzten Jahrzehnten ein beachtlicher wirtschaftlicher Aufschwung.

Friedensnobelpreis möglich?

Einige Kommentatoren halten nun angesichts der Annäherung sogar einen Friedensnobelpreis für die Akteure für möglich. In ihrer Argumentation beziehen sich diese Beobachter auf die vieldiskutierte Vergabe im Jahr 1994. Damals erhielten der Palästinenserführer Jassir Arafat und die beiden israelischen Politiker Shimon Peres für ihre „Anstrengungen zur Lösung des Nahostkonflikts“ diese renommierte Auszeichung.

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