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Kultur

Gibt es eine konservative Moderne? Auf Spurensuche mit Rudolf Borchardt

Redaktion

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am

Der Schriftsteller Rudolf Borchardt entwarf mit seiner „Schöpferischen Restauration” ein ästhetisches Programm gegen den Traditionsverlust in der modernen Gesellschaft. Alexander Kissler vom Cicero-Magazin begibt sich auf Spurensuche und diskutiert, ob dieses kulturpolitische Projekt für unsere Zeit fruchtbar gemacht werden könnte.

Am kommenden Mittwoch, den 20. Juni 2018, spricht der Kulturjournalist Alexander Kissler in der Berliner Bibliothek des Konservatismus zum Thema „Gibt es eine konservative Moderne? Auf Spurensuche mit Rudolf Borchardt”. Der 1969 geborene Kissler wurde mit einer Arbeit über Borchardt („Wo bin ich denn behaust?”) promoviert und leitet seit 2013 das Kulturressort beim Cicero-Magazin.

Schöpferische Restauration”

In der Einladung der Bibliothek des Konservatismus heißt es:

Rudolf Borchardt (1877–1945) erlebt derzeit eine bemerkenswerte Renaissance. Seine Bücher werden neu aufgelegt, bedeutende Schriftsteller der Gegenwart wie Martin Walser oder Botho Strauß beziehen sich auf ihn.

Schon Theodor W. Adorno schätzte Borchardts Gedichte über die Maßen. Vor allem aber war der Lyriker, Erzähler, Essayist und Übersetzer Rudolf Borchardt ein begeisternder Redner und wurde so in der Weimarer Republik zum ebenso gefragten wie angefeindeten Vortragsreisenden.

Der ‚Konservativen Revolution’ seines bewunderten Freundes Hugo von Hofmannsthal setzte er eine ‚Schöpferische Restauration’ entgegen. Was hat es damit auf sich? Könnte dieses kulturpolitische Projekt für unsere Zeit fruchtbar gemacht werden?”

Regelmäßige Vorträge

Die Bibliothek des Konservatismus ist eine Spezial- und Forschungsbibliothek, die das gesamte geistesgeschichtliche Spektrum des Konservatismus erschließt. Zugleich ist sie auch Denkfabrik und Ideenschmiede sowie Ort für Wissenschaft und Forschung. In den Räumlichkeiten der Bibliothek finden regelmäßig Vortrags- und Diskussionsveranstaltungen, Lesungen, Seminare und Tagungen statt.


Veranstaltung:

Alexander Kissler: Gibt es eine konservative Moderne? Auf Spurensuche mit Rudolf Borchardt

Zeit: Mittwoch, 20. Juni 2018, 19 Uhr

Ort: Bibliothek des Konservatismus (BdK) / Fasanenstraße 4, 10623 Berlin

Eintritt: 5 Euro pro Person (ermäßigt 3 Euro) an der Abendkasse

Eine Anmeldung bis zum 19. Juni unter [email protected]  ist für die Teilnahme an der Veranstaltung erforderlich.

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Kultur

Kritik an Absage: Dieter Nuhr stellt sich hinter Lisa Eckhart

Stefan Juritz

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Die Kabarettistin Lisa Eckhart darf bei einem Literaturfestival nicht auftreten. Für ihren Kollegen Dieter Nuhr ist das ein „Skandal”. Auf Facebook zeigt er sich „fassungslos” über die Absage der Veranstalter.

Die politisch unkorrekte österreichische Kabarettistin Lisa Eckhart wurde vom „Harbour Front Literaturfestival” in Hamburg ausgeladen. Die Veranstalter hatten Sicherheitsbedenken wegen möglicherweise gewalttätigen Protesten der linken Szene (Die Tagesstimme berichtete). „Was für ein Skandal! Der Protestmob auf der Straße entscheidet also darüber, wer hier bei uns seine Kunst ausüben darf”, kritisierte der deutsche Kabarettist Dieter Nuhr daraufhin auf Facebook.

Nuhr: „Sie ist nur nicht links genug”

Seiner Ansicht nach müsse man nun „endlich” darüber diskutieren, was „Freiheit der Rede” heute noch bedeute. „Der linke und der rechte Mob wünscht sich offenbar nun eine Kunst, die linientreu den eigenen Ideologien folgt. Wer da nicht reinpasst, wird mundtot gemacht”, so Nuhr. Das „Auftrittsverbot” sei eine „klare Entscheidung” gegen die künstlerische Freiheit. Heute schrecke man selbst vor solch „totalitären Maßnahmen” nicht mehr zurück. „Dem muss entgegengesteuert werden. Die Absage macht mich fassungslos.”

Zudem verteidigte Nuhr seine Kollegin gegen Antisemitismus-Vorwürfe. „Sie steht als Künstlerin mit einer verstörenden Kunstfigur auf der Bühne, die eine Performance abliefert, die an Relevanz und Irritation nichts zu wünschen übrig lässt”, betonte er. Doch die Künstlerin Eckhart sei keine Antisemitin: „Sie ist nur nicht links genug.” Der Vorwurf des Antisemitismus sei „lediglich der perfide Versuch, eine politisch verdächtig eigenständig denkende Person zu diskreditieren”, betonte Nuhr.

Alf Poier zeigt Solidarität

Solidarisch zeigte sich indes auch der steirische Kabarettist Alf Poier. Einen Nachrichtenartikel über die Absage kommentierte er auf Facebook mit den Worten „Alles Gute Lisa!” und fügte ein Zitat aus seinem Programm „Humor im Hemd” hinzu: „Obwohl die Zeiten angeblich immer offener und toleranter werden, muss man immer mehr aufpassen, was man sagt! Früher hat man gelegentlich einen Regisseur gebraucht, wenn man auf die Bühne gegangen ist, heute braucht man einen Anwalt!”

Provokante Kabarettistin

Mit ihrem provokanten, zynischen und politisch unkorrekten Humor zählt die gebürtige Steirerin Lisa Eckhart aktuell zu den umstrittensten Kabarettisten im deutschen Sprachraum. Kritiker werfen ihr vor, in ihren Stücken rassistische und antisemitische Klischees zu bedienen.

Ursprünglich hätte Eckhart am 14. September im Rahmen des „Harbour Front Literaturfestival” aus ihrem kommenden Buch „Omama” lesen sollen. Doch der Klub „Nochtspeicher”, wo die Lesung hätte stattfinden sollen, legte sich plötzlich quer. Wie interne Mails zeigen, sieht sich der Klub außerstande, die „Sicherheit der Besucher und der Künstlerin” zu gewährleisten. „Es ist unseres Erachtens sinnlos, eine Veranstaltung anzusetzen, bei der klar ist, dass sie gesprengt werden wird, und sogar Sach- und Personenschäden wahrscheinlich sind”, zitiert der Spiegel. Man habe aus der Nachbarschaft – „im bekanntlich höchst linken Viertel” – gehört, „dass sich der Protest schon formiert”.

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Kultur

Linker Druck: Kabarettistin Lisa Eckhart von Literaturfestival ausgeladen

Stefan Juritz

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Die Veranstalter haben massive Sicherheitsbedenken – sie befürchten gewalttätige Proteste aus der linken Szene. 

Hamburg. – Mit ihrem provokanten, zynischen und politisch unkorrekten Humor zählt die österreichische Kabarettistin Lisa Eckhart aktuell zu den umstrittensten Künstlern der Szene. Vor allem linke Kritiker werfen ihr vor, in ihren Stücken rassistische und antisemitische Klischees zu bedienen. Jetzt wurde die gebürtige Steirerin sogar vom „Harbour Front Literaturfestival” in Hamburg ausgeladen – aus Sicherheitsbedenken. Das geht aus aus internen Mails hervor, die dem Spiegel und der Welt vorliegen.

Mail-Verkehr: „Sach- und Personenschaden wahrscheinlich”

Eigentlich hätte Eckhart am 14. September im Rahmen des Festivals eine Lesung im „Nochtspeicher” halten sollen. Doch den internen Mails zufolge sieht sich der Klub außerstande, die „Sicherheit der Besucher und der Künstlerin” zu gewährleisten. „Es ist unseres Erachtens sinnlos, eine Veranstaltung anzusetzen, bei der klar ist, dass sie gesprengt werden wird, und sogar Sach- und Personenschäden wahrscheinlich sind”, zitiert der Spiegel aus dem Mail-Verkehr. Man habe aus der Nachbarschaft – „im bekanntlich höchst linken Viertel” – gehört, „dass sich der Protest schon formiert”.

Laut Spiegel-Bericht sei die Festivalleitung daraufhin mit der „Bitte” an Eckhart herangetreten, freiwillig auf eine Teilnahme zu verzichten. Dies habe die Kabarettistin jedoch abgelehnt.

Dieter Nuhr wegen Absage „fassungslos”

Kritik an der Absage kam kurz darauf vom deutschen Kabarettisten Dieter Nuhr. „Was für ein Skandal! Der Protestmob auf der Straße entscheidet also darüber, wer hier bei uns seine Kunst ausüben darf”, schrieb er auf Facebook. Man müsse nun „endlich” darüber diskutieren, was Freiheit der Rede heute noch bedeute. „Wer Lisa Eckart Antisemitismus vorwirft, muss entweder geistesgestört sein oder böswillig. Ich fürchte, bei einigen ist es eine Mischung aus beidem”, so Nuhr.

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Kultur

Neue „Herr der Ringe”-Serie: Drei Filmfiguren sollen mit dabei sein

Stefan Juritz

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Die neue „Herr der Ringe”-Serie wird vielleicht schon nächstes Jahr auf „Amazon Prime” erscheinen. Darin sollen dann auch drei Figuren aus den erfolgreichen Filmen auftauchen.

Über die neue „Herr der Ringe”-Serie ist bislang nicht allzu viel bekannt. Fest steht jedenfalls, dass die Handlung im Zweiten Zeitalter von J.R.R. Tolkiens mythischer Fantasywelt spielt – also noch vor der „Herr der Ringe”-Trilogie und dem „Hobbit”. Es behandelt den Aufstieg und Fall des Dunklen Herrschers Sauron, der schließlich vom „Letzten Bündnis” aus Elben und Menschen besiegt wird. In diesem Zeitalter werden auch die Ringe der Macht geschmiedet und das Inselreich Númenor geht unter.

Elrond, Galadriel und Sauron

Die Macher der Serie halten sich noch sehr bedeckt über den Inhalt der Serie. Allerdings sollen laut Informationen von TheOneRing.net drei Figuren, die auch in der „Herr der Ringe”-Trilogie eine wichtige Rolle spielen, Teil der neuen Serie sein. Die Rede ist dabei vom Dunklen Herrscher Sauron und den beiden mächtigen Elben Elrond und Galadriel. Letztere unterstützte im Zweiten Zeitalter die Gründung des Elbenreichs Eregion und warnte die Elben vor Sauron, der sich dort in einer neuen Verkleidung einschlich. Elrond, der spätere Herr von Bruchtal, kämpfte wiederum im Krieg des Letzten Bündnisses ebenfalls gegen Sauron.

Wer die Figuren in der Serie spielen wird, ist hingegen noch unklar. Bisher bestätigten die Produzenten erst wenige Schauspieler, wobei man ihre Rollen noch nicht verriet. Laut Medienberichten sind fünf Staffeln geplant. Die erste Staffel wird demnach aus acht Episoden bestehen.

 


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Neue „Herr der Ringe”-Serie soll „Game Of Thrones” übertreffen (07.07.2019)

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Herr der Ringe”-Serie: Dreharbeiten starten im Februar (21.01.2020)

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