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Meinung

Tommy Robinson aus der Haft: „Islamkritik wird mich das Leben kosten”

Redaktion

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am

Facebook: Tommy Robinson

Tommy Robinson hat einen Brief an den Breitbart‐London-Redakteur Raheem Kassam geschrieben und sich u.a. bei Geert Wilders und Petr Bystron von der AfD bedankt, der ihm Asyl in Deutschland angeboten hatte. Wir veröffentlichen den Brief im Folgenden ungekürzt, um Robinson mit seinen persönlichen Ansichten zu Wort kommen zu lassen (Die Übersetzung stammt von Collin McMahon, die Überschriften von der Tagesstimme).

Brief von Tommy Robinson

Es ist Sonntag Abend, 10.6.2018. Die Nachricht der überwältigenden Demo gestern in London hat mich gerade erst erreicht. Bevor ich zum Positiven komme, erst mal die schlechten Nachrichten. Gestern habe ich einen Brief von meiner Frau erhalten:

Die Schule hat vor der Arbeit bei mir angerufen und gesagt, unserem Sohn Spencer geht es richtig schlecht. Er kommt nicht gut damit zurecht. Sein Freund Sam hat ihm gesagt, ‚Ich nehme mit meinem Vater an einem Fünf‐Kilometer‐Lauf teil’, und Spencer antwortete, ’Ich kann das mit meinem Vater nicht machen.’ Dann ist er in Tränen davongelaufen. Er weint sich in den Schlaf. Er schläft auf deinem Kissen ein und fragt mich 50 Mal am Tag, wann sein Papa wiederkommt. Ich kann es ihm nicht mal ungefähr sagen, weil sie dir noch keinen Entlassungstermin genannt haben! Ich sage ihm dann, es wird nicht lange sein, er muss tapfer sein, damit du stolz auf ihn bist. Gestern hat er mir gesagt, ’Ich mache jetzt auch etwas Böses, damit sie mich zu Papa einsperren, dann kann ich bei ihm sein’.“

Brief von Tommy Robinson. Quelle. Breitbart London

Ich war total fertig”

Ich will euch nichts vormachen: Dieser Brief hat mir das Herz gebrochen. Die JVA hat vor einer Woche die Telefonnummer meiner Frau aus der Liste entfernt, also habe ich nicht mit meinen Kindern sprechen können. Ich finde es schlimm, dass mein Sohn denkt, sein Papa muss etwas Böses getan haben, weil er im Gefängnis ist. Aber bevor ich hier im Selbstmitleid schwelge, sollte ich das im großen Ganzen sehen: Ich bin nur kurz von meiner Familie getrennt. Unsere tapferen Soldaten machen das ständig, deshalb bewundere ich ihre aktuellen und vorangegangenen Opfer so.

Mein Verfahren läuft noch, deshalb will ich nicht zu viel dazu sagen. Ich möchte aber etwas dazu sagen, wie viel ihr mir alle bedeutet habt. Ich war total fertig, als ich hier im Gefängnis gelandet bin. Was meine Familie jetzt durchmachen muss, hat mich fertiggemacht. Was mit denjenigen wird, mit denen ich in Kontakt war und die sich auf mich verlassen haben, hat mich fertiggemacht. Außerdem war ich überzeugt, dass ich diesmal im Gefängnis umgebracht werde.

Erschütternde Erkenntnis

Als ich die English Defence League angeführt habe, wurde ich 2012 zu zehn Monaten Haft verurteilt. 22 Wochen lang wurde ich zu meinem eigenen Schutz in Einzelhaft untergebracht. Meiner Meinung nach deswegen, weil die Regierung Angst vor Unruhen auf der Straße hatte, falls ich im Gefängnis umgebracht werde.

Als der Soldat Lee Rigby 2013 auf der Straße in London geköpft wurde, sah die Regierung, dass niemand deswegen einen Aufstand gemacht hat. 2014 wurde ich für 18 Monate eingesperrt. Ich wurde wortwörtlich den Wölfen zum Fraß vorgeworfen. Ich musste mich mehrmals gegen gewalttätige Muslime wehren, die mich verprügeln wollten, und hatte Glück, mit dem Leben davonzukommen.

Die Regierung wusste nun, dass nichts passieren würde, falls man mich umbringt. Das war für mich eine erschütternde Erkenntnis, dass ich Freiwild war und nichts passieren würde, falls ich ermordet werde. Außerdem wurde mir klar, dass sich niemand um meine Familie kümmern würde, sie sich also selber um ihre Sicherheit und Stabilität kümmern mussten.

WIE VIEL HAT SICH NUN IN VIER JAHREN VERÄNDERT!

Weltweite Free‐Tommy‐Bewegung

In den ersten Tagen hier habe ich erfahren, dass tausende Menschen vor dem Sitz der Premierministerin in der 10 Downing Street demonstrierten, innerhalb von 24 Stunden nach meiner staatlichen Entführung. Man sagte mir, ‚Deine Petition hat 100.000 Unterstützer’, dann 300.000, dann eine halbe Million. Man sagte mir, dass sie den Zaun vor der Downing Street gestürmt hatten. Ich hab gedacht, die Leute haben etwas falsch verstanden, dass sie unsere Demonstrationen am ‚Day for Freedom’ damit verwechselt haben. Es war mir nicht klar, dass es da draußen eine weltweite FREE‐TOMMY-Bewegung gab.

Die ersten Tage im Gefängnis war ich in Gefahr, weil ich mit muslimischen Gefangenen untergebracht war. Dann hat sich etwas geändert. Ich wurde aus meiner Zelle geholt und separat in Sicherheit untergebracht, vermutlich deswegen, weil Lord Pearson dem Innenminister mit Konsequenzen gedroht hat, falls mir etwas zustößt. Ich glaube, er hat mir wirklich das Leben gerettet.

Dann habe ich erfahren, dass es weltweit Proteste gab, dass Politiker, Polizisten und Anwälte sich für mich ausgesprochen hatten. So viele Menschen, die sich jahrelang nicht aus der Deckung gewagt hatten, machten plötzlich den Mund auf. Es ist unglaublich zu hören, dass dieses Wochenende 20 bis 30.000 Menschen nach London gekommen sind, um sich mit mir zu solidarisieren. Diese öffentliche Solidarität hat mich echt umgehauen. Ich fühle mich wirklich geliebt! Geliebt und geschätzt. Ich bekomme jeden Tag einen Sack Post und E‐Mails. Ich lese alle. Ich bin so dankbar, ich möchte jedem Einzelnen danken, der mich unterstützt hat.

Ich weiß, wie schwierig es ist, seine Stimme zu erheben. Es ist mit klar, dass viele mit Repressalien im Freundeskreis oder am Arbeitsplatz rechnen müssen, und bin überaus dankbar für jeden, der Haltung zeigt.

Es wird ein Wendepunkt kommen”

Die Meinungsfreiheit wird ausgehöhlt, wenn soziale Konsequenzen drohen. Ich bin jetzt aber froh – froh, dass dieses Urteil des Establishments nach hinten losgegangen ist. Froh, dass die öffentliche Reaktion ihnen gezeigt hat, dass es Konsequenzen haben wird, wenn ich im Gefängnis umgebracht werde.

Ich habe schon lange gesagt: Es wird irgendwann ein Wendepunkt kommen, an dem unsere Nation eine Umkehr erleben wird. Niemand weiß, wann.

Ich denke viel und eingehend darüber nach und bin mittlerweile überzeugt, dass meine Opposition gegen den Islam mir das Leben kosten wird. Das ist ein erschreckender Gedanke. Aber nicht so erschreckend wie die Gleichgültigkeit. Jetzt sitze ich hier und kann lächeln, weil ich mir sicher bin, dass mein Tod eine Revolution auslösen würde. Ich kann hier stehen und laut lachen. Das klingt vielleicht verrückt. Aber das zu wissen, tut so gut.

Ich habe immer wieder gesagt, ich würde morgen mein Leben opfern, wenn es die islamische Eroberung unserer wunderschönen Heimat beenden könnte. Unser Kampf ist kein einfacher, wie gegen einen anderen Menschen aus Fleisch und Blut. Wir kämpfen gegen ein ganzes System! Ein korruptes System.

Dank an die Unterstützer

Wenn man hier drin sitzt, hat man viel Zeit nachzudenken. Wir können nicht mehr die Außenseiter sein, die das alles von außen betrachten. Wir müssen unsere Stimmen erheben und in die Politik gehen. Ich habe so viele Pläne, wenn ich jemals wieder rauskomme. Ich war begeistert, dass Geert Wilders nach London gekommen ist, um dort zu sprechen. Geert war mein Vorbild, als ich als Aktivist angefangen habe. Als er beschlossen hat, seine Stimme gegen den Islam zu erheben, hat das sein ganzes Leben verändert.

Ich kann gar nicht allen danken, aber Alex Jones bei InfoWars war einer der lautesten Rufer nach meiner Freiheit. Ich liebe ihn, er ist zum totlachen. Gerard Batten von der UKIP, Lord Pearson, Raheem Kassam, Ezra Levant, Katie Hopkins, mein Cousin Kevin Carroll, der sich mitten in die Demo geworfen hat, und Danny, der sie organisiert hat. DONALD TRUMP JUNIOR, der für mich getweetet hat. Das allein wären mir sechs Monate Knast wert gewesen.

Ich könnte die Liste ewig fortsetzen. Sobald ich frei bin werde ich mich ordentlich bei allen bedanken. Vor allem möchte ich meiner Frau danken! Als ich sie endlich am Telefon erreicht hatte, habe ich sie gefragt: „Na, hast du schon die Schnauze voll?” Haha. Ich bin kein Vorzeige‐Ehemann gewesen. Sie war jedoch immer die perfekte Ehefrau und eine fantastische Mutter. Ohne meine Familie hätte ich das alles nicht geschafft. Also, Jenna, falls du diesen Brief im Netz liest, musst du wissen: ICH LIEBE UND VERMISSE DICH.

Meine Kumpels werden mich für dieses schnulzige Zeug fertigmachen, haha.

Neues Buch angekündigt

Viele Menschen sagen mir, dass ich ihnen Hoffnung gebe. Ich möchte euch heute sagen, dass ihr mir alle Hoffnung gegeben habt, ob ihr nun meine Familie unterstützt habt, die Anwaltskosten mitbezahlt habt oder einfach Videos und Tweets geteilt habt. Das war ein unbezahlbares Gefühl für mich.

Bitte entschuldigt meine Handschrift. Meine Hand macht das nicht mehr lange mit. Ich nutze meine Zeit im Gefängnis, um mein nächstes Buch zu skizzieren. Der Arbeitstitel lautet: „Die Schlacht um England”. Das wird die Fortsetzung und Aktualisierung von „Staatsfeind Nr. 1” (Robinsons erste Biografie, Anm. Die Tagesstimme).

Ich möchte also auch Ihrer Hoheit, der Königin, danken, dass sie mir die Zeit gegeben hat, in Ruhe an meinem Buch zu arbeiten. Es ist toll zu wissen, dass weitere Demos bis zu meiner Freilassung geplant sind. Schön zu wissen, dass man mich nicht vergessen hat und es ihnen nicht gelingen wird, mich mundtot zu machen.

Es ist jetzt Montag Abend und ich habe gerade LOVE ISLAND gesehen, haha. Die Telefonnummer meiner Frau war wieder im System, also habe ich heute mit meinen Kindern sprechen können, deshalb bin ich entspannter und weniger gestresst. Meine Kinder können mich bald besuchen kommen.

Vielen Dank an euch alle für eure Unterstützung. Euer Aufschrei und eure Reaktion haben mir das Leben gerettet. Ihr müsst wirklich wissen, wie dankbar und ergriffen ich bin. Ich hoffe, dass Lord Pearson und Gerard Batten mich bald besuchen kommen. Wenn sie das lesen, sollen sie Geert Wilders fragen, ob er mitkommt. Ich habe Berufung das Urteil und das Strafmaß eingelegt sowie Kaution beantragt.

Ach ja, danke an Pauline Hanson und danke an die AfD, die mir in Deutschland Asyl angeboten haben.

Das Establishment hat gedacht, wenn sie mich einsperren, wäre die Geschichte aus. Stattdessen haben die Bürger das Buch wieder aufgeschlagen und ein neues Kapitel begonnen. Ich liebe euch und danke euch allen. Mama und Papa, tut mir Leid, dass ich euch so viel Sorgen mache, haha. Danke an die freie Welt.

Es ist jetzt Dienstag. Ich werde verlegt, also können meine Kinder mich doch nicht besuchen kommen.

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1 Kommentar

1 Kommentar

  1. Avatar

    Cb100

    21. Juni 2018 at 6:24

    Danke für die Übersetzung. Es war ein Brief VOR seiner Verlegung in ein hauptsächlich mit Muslimen belegtes Gefängnis. Nun trommeln die Mitgefangenen und rufen Todesdrohungen.
    #freetommy

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Meinung

Der Verfassungsschutz als dankbares Instrument gegen Unliebsame

Julian Schernthaner

Veröffentlicht

am

ASDF Symbolbild: Pixabay [CC0]

Linke Experten diktieren dem Verfassungsschutz und der Politik, welche Gruppen und Positionen „rechtsextrem” sind – und verrücken damit den Rahmen des Sagbaren auf gefährliche Weise.

Kommentar von Julian Schernthaner.

Eigentlich soll der Verfassungsschutz jene beobachten, welche dieselbe bedrohen. Aber längst dient er als politisches Mittel, um jene zu schikanieren, welche Dinge sagen, welche die Inhaber der gegenwärtigen Hegemonie nicht hören wollen. Dabei geht es weniger um den Schutz einer deshalb nur mehr als Lippenbekenntnis existierenden, freiheitlich‐demokratischen Grundordnung, sondern darum, Unliebsame mit stigmatisierenden Vorwürfen aus der politischen Geltung zu stoßen.

Migrationskritik offenbar „rechtsextrem”

Ein besonderes Beispiel findet derzeit in Österreich statt. Das sechste Jahr in Folge befinden sich die Identitäre Bewegung im Bericht des dortigen Verfassungsschutzes. Die Behörde definiert eigentlich drei notwendige Kriterien für ihren Rechtsextremismusbegriff: Ablehnung der Normen eines demokratischen Verfassungsstaates, Wunsch nach einer von Ungleichheit geprägten Gesellschaftsordnung und Gutheißung politischer Gewalt. Erörterung dieser am Beobachtungsobjekt? Fehlanzeige.

Stattdessen stützt sich die Argumentation darauf, dass sie als „wesentliche Trägerin der ‚Islam‐ und Asylfeindlichkeit’ ” gelte. Als weiteres Indiz gilt die Warnung vor dem Bevölkerungsaustausch und einer „Islamisierung Europas”. Auch der Hinweis, dass die „autochthone Bevölkerung” (Anführungszeichen der Behörde) durch Zuwanderung gefährdet sei, ist Teil der Einstufung. Allesamt Positionen, welche eigentlich unzweifelhaft Teil des demokratischen Diskurses sind.

Experten vom linken Rand haben Deutungsmonopol

Natürlich, derartige Behörden konsultieren auch Einschätzungen Dritter. Mit dem Schönheitsfehler, dass die Mehrzahl der sogenannten ‚Experten’ in Österreich zumeist exponiert linke Aktivisten sind. Einige davon gehören dem auf Initiative eines Marxisten gegründeten Dokumentationsarchiv des Österreichischen Widerstands (DÖW) an. Andere machen aus ihren linksradikalen Verstrickungen keinen besonderen Hehl, treten bei der Antifa auf. Eine ‚Expertin’ kandidierte einst gar für die Kommunisten.

All sie haben eine Art Deutungsmonopol darüber erschaffen, wer angeblich ‚rechtsextrem’ sei. Entlastende Gegenbelege deuten sie dabei als vermeintliche Tarnstrategie. Und plötzlich darf etwa die Privatmeinung von Mitarbeitern einer Stiftung, welche auch die FPÖ als „rechtsextreme Partei” sieht, als Blaupause für Bewertungen einer Behörde herhalten. Und damit bloß niemand das Narrativ hinterfragen kann, gelten nunmehr sogar „alternative Medien” – sprich, die gesamte patriotische Publizistik – vorsorglich als „rechtsextrem”. Kein Witz.

Forderungen übernehmen – Vorreiter abschaffen

Gefährlich wird die Sache erst, wenn diese Verschwörungstheorien in konkrete Sachpolitik münden. Am Freitag war es so weit: ÖVP‐Spitzenpolitiker Blümel forderte die Änderung des Vereinsrechts, um Vereine im Umkreis „extremistischer Organisationen” leichter aufzulösen. Die Forderung zielt explizit auf die Identitären ab – eine Gruppe, die aufgrund ihrer programmatischen Gewaltfreiheit gar nicht im BVT‐Bericht auftauchen dürfte.

Besonders kurios: Im selben Atemzug will jener Maßnahmen gegen Islamismus forcieren. Vier Maßnahmen gegen den politischen Islam – und eine gegen diejenigen, welche schon länger vor dem politischen Islam warnen – und teilweise genau aus diesem Grund überhaupt erst als „extremistisch” gelten. Er fordert also eine Einschränkung 150 Jahre alter Grundrechte für jene, welche dieselben Sachen kritisieren wie er selbst.

Deutschland: Linksradikalismus als Empfehlungsschreiben

Wer meint, es handelt sich um einen alpenländischen Sonderfall, demonstriert an einer besonders exponierten Gruppe, irrt. Denn beim deutschen Nachbarn ist man längst einen Schritt weiter. Linksradikale Biographien in der ehemaligen ‚Neuen Linken’ oder als frühere Mitarbeiter von eng mit der Antifa verbandelten Politikerinnen gelten dort als Empfehlungsschreiben für Expertentätigkeiten.

Ganz ungeniert geht man dabei in jenen neuen Bundesländern mit einer linken Koalition vor. Im rot‐rot‐grünen Thüringen präsidiert ein Stiftungsrat der Amadeu‐Antonio‐Stiftung über den den Verfassungsschutz. Ja, das ist dieselbe von einer ehemaligen Stasi‐Mitarbeiterin initiierte und geleitete Einrichtung, die mitunter bereits Zöpfe als Indiz für ein völkisches Elternhaus wertet. Antifa‐Kongresse erhalten dort dafür Demokratiepreise.

Brandenburg: Linksextreme berichten an Verfassungsschutz

Besonders alarmierend sind auch die Vorgänge in Brandenburg. Dort ist nämlich im ominös‐nebulösen ‚Kampf gegen Rechts’ alles billig. Linksradikale und sogar Linksextreme können dort nicht nur in den Genuss öffentlicher Mittel der Demokratieförderung gelangen. Nein, es besteht sogar die Möglichkeit zu einem regen Informationsaustausch zwischen Linksextremisten und Verfassungsschutz – Die Tagesstimme berichtete.

Welche Art von Informationen dann bereits als „rechtsextremistisch” gelten dürfen, mögen die Götter wissen. Denn bereits Zuarbeiter vermeintlich seriöser (und trotzdem ausgewiesen linker) Akteure riechen allzu schnell angebliche ‚Faschisten’ in jedem erdenklichen Publikum. All dies befördert ein Klima, wo man bereits bundesweite Verfassungsschutzpräsidenten aus dem Amt jagt, weil sie Chuzpe besitzen, die Authentizität von „Antifa Zeckenbiss” anzweifeln.

Katapult gegen Parteien und Verschiebung des Diskurses

Natürlich wollen linke Experten nicht nur irgendwelche Gruppierungen im Vorfeld aus dem Diskurs bringen. Denn deren Stigmatisierung kann auch als Katapult gegen politische Parteien dienen. Sobald eine Gruppierung als „rechtsextrem” gilt, kann man jeden AfD‐ oder FPÖ‐Politiker, der irgendwann mit einem solchen „Extremisten” im Raum war, nach bewährter Salamitaktik unter Generalverdacht stellen. Bürgerliche wie Blümel, welche dafür verantwortliche ‚Experten’ fälschlicherweise in der „Mitte” verordnen, fressen diesen daraufhin aus der Hand.

Deren daraus ewige Fähigkeit die Torpfosten zu verschieben mündet schließlich auch darin, lange in bürgerlichen Parteien völlig konsensfähige Positionen als „rechtsextrem” zu brandmarken und somit unsagbar zu machen. Denn dieselbe Asylkritik für welche die Identitären marginalisiert werden sollen, stand vor dreißig Jahren problemlos auf CDU‐Plakaten. Und deren schrittweise Kriminalisierung ist die eigentliche Bedrohung der freiheitlichen Demokratie.


Weiterlesen (Auswahl):

ÖVP‐Blümel will Vereinsrecht ändern, um Identitäre aufzulösen (16.8.2019)

Brandenburg: Linke Netzwerke dürfen für Verfassungsschutz spionieren (15.8.2019)

Rechtsextreme Identitäre”: Stigmatisierende Einstufung auf dem Prüfstand (28.3.2019)

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Deutschland

Straße und Parlament dürfen für uns kein Gegensatz sein”

Redaktion

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von

ASDF AfD-Kandidat und "Zukunft Heimat"-Gründer Dr. Christoph Berndt. Foto: privat

In wenigen Wochen findet die Landtagswahl in Brandenburg statt. Die Tagesstimme hat deshalb ein Interview mit dem AfD‐Kandidaten Dr. Christoph Berndt geführt. Darin spricht der Gründer von Zukunft Heimat e.V. über seinen Slogan „Bürger‐Bewegung ins Parlament”, Björn Höcke und den „Flügel” sowie die Wahlziele der AfD.

Die Tagesstimme: Herr Berndt, Sie sind der Begründer des patriotischen Bürgerinitiative „Zukunft Heimat“ in Cottbus und haben dort seit mehreren Jahren Demonstrationen gegen die Asyl‐ und Migrationspolitik der Bundesregierung organisiert. Nun kandidieren Sie bei der Landtagswahl in Brandenburg auf Listenplatz zwei der AfD. Wieso nun dieser Schritt von der Straße in das Parlament?

Berndt: Bislang kandidiere ich ja nur, aber abgesehen davon dürfen Straße und Parlament für uns kein Gegensatz sein. Die Verteidigung des Eigenen, die Bewahrung und wo nötig die Wiederherstellung unseres Nationalstaates ist eine umfassende Aufgabe. Straßenprotest, parlamentarische Arbeit und metapolitische Hinterfragung müssen ineinandergreifen. Ich verstehe die AfD als Teil einer Volksbewegung und denke, dass ich als Stimme der Bürgerbewegung in der Partei wahrgenommen werde. Sollte ich in den Landtag gewählt werden, dann eben auch als Stimme der Bürgerbewegung im Parlament. Ich kandidiere schließlich auch mit dem Slogan: „Bürger‐Bewegung ins Parlament!

Die Tagesstimme: Werden Sie die Arbeit bei „Zukunft Heimat“ fortsetzen?

Berndt: Auf jeden Fall! Ich habe meinen Platz gefunden. Ich bin Teil der patriotischen Bürgerbewegung und kann mir nichts Besseres vorstellen. Und ich will meinen Teil dazu beitragen, um das Brandenburger Kooperationsmodell von AfD und Bürgerbewegung fortzuentwickeln.

Die Tagesstimme: In den Umfragen sieht es sehr gut aus für die AfD. Wie lautet das Wahlziel?

Berndt: Aus meiner Sicht gibt es zwei Ziele: Erstens so viele Stimmen wie möglich zu gewinnen und vielleicht sogar stärkste Kraft in Brandenburg zu werden. Zweitens mit der eigenen Stärke eine Regierungsbildung von SPD‐Linken‐Grünen zu verhindern.

Die Tagesstimme: Welche Themenschwerpunkte setzen Sie persönlich im Wahlkampf?

Berndt: Die Blickrichtung, die uns von den konkurrierenden Parteien unterscheidet: Die AfD hält am Volk und am Nationalstaat fest. CDU, SPD, FDP, Linke und Grüne, zumindest ihre Führungen, verneinen das Volk (Habeck), definieren es zur Bedeutungslosigkeit um (Merkel) und halten den Nationalstaat für überholt. Daraus ergibt sich alles Weitere: Die Ablehnung der illegalen Masseneinwanderung, die Forderungen nach besserer Bildung (die Hälfte der Brandenburger Schüler lernt nicht richtig Lesen und Rechnen), einer vernünftigen Energie‐ und Umweltpolitik (Stopp des Baus von Windkraftanlagen, keinen ideologiegetriebenen Kohleausstieg) und mehr direkter Demokratie (Hürden für Volksentscheide senken), um Beispiele zu nennen.

Die Tagesstimme: In den vergangenen Wochen wurde intensiv über Richtungsstreits in der AfD und speziell über Björn Höcke und den „Flügel“ diskutiert. Können Sie die Kritik an Höcke nachvollziehen und wie stehen Sie zum „Flügel“?

Berndt: Diskussionen gehören zu einer lebendigen Partei, auch solche über Personen. Und auch Björn Höcke hat ein Recht darauf, kritisiert zu werden. Im Fall der AfD und speziell von Höcke werden Diskussionen aber immer wieder von Gegnern außerhalb der Partei befeuert. Das kennen wir seit Jahren, und das sollten alle berücksichtigen, die Höcke kritisieren. Ich kann und will mir eine AfD ohne Björn Höcke und den „Flügel” nicht vorstellen.

Die Tagesstimme: Obwohl die AfD stärkste Kraft werden könnte, haben die anderen Parteien eine Koalition mit der AfD bereits ausgeschlossen. Was halten Sie von dieser Ankündigung und wäre die AfD bereit für eine Regierung?

Berndt: Solange die anderen Parteien unter der Fuchtel von Globalisten stehen, käme für mich auch aus AfD‐Sicht keine Koalition in Frage. Sollten die Landtagswahlen in Brandenburg, Sachsen und Thüringen für CDU und SPD schlecht ausgehen, wird sich Merkel nicht halten. Dann können sich neue Konstellationen ergeben. Angst vor einer Regierungsübernahme muss die AfD nicht haben. Nirgendwo in Deutschland. Was die jetzigen Regierungen in den Ländern und im Bund zu bieten haben, kann die AfD locker übertreffen.

Die Tagesstimme: Vielen Dank für das Interview!

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Meinung

Wort zum Sonntag: „Wird die katholische Kirche unterwandert?”

Gastautor

Veröffentlicht

am

von

ASDF Symbolbild (CC0)

Die katholische Kirche befindet sich aktuell im extremen Wandel und die Geschwindigkeit, mit der die vielen Änderungen unter Papst Franziskus angestoßen werden, stoßen vielen Gläubigen sauer auf. Nicht wenige vermuten hinter diesen Vorgängen eine bewusste Zerstörung katholischer Tradition.

Kolumne von Raphanus

Einer der Kritiker ist Dr. Taylor Marshall, der in seinem Buch Infiltration: The Plot to Destroy the Church from Within behauptet, die katholische Kirche sei seit Mitte des 19. Jahrhunderts Angriffen von Modernisten und Marxisten ausgesetzt, die den Plan verfolgten, die katholische Kirche von innen heraus zu untergraben und zu zerstören.

Unterwanderung statt Vernichtung

Ihr Ziel sei es, die Lehre der katholischen Kirche, ihre Liturgie und ihre Mission zu ändern und das Priestertum, das Bischofsamt und schließlich die Kardinalsämter zu infiltrierten – alles mit dem Ziel, einen der ihren zum Papst zu wählen.

Zur Untermauerung seiner These beruft sich Dr. Marshall unter anderem auf ein Dokument aus dem Jahre 1859, das einen Plan für die Unterwanderung der katholischen Kirche entwarf. Demnach sei es nicht mehr das erklärte Ziel der Gegner der katholischen Kirche, diese zu vernichten, sondern durch Unterwanderung die Kirche für ihre eigenen Ziele zu benutzen.

In dem historisch belegten Dokument Alta Vendita heißt es unter anderem: „Um also einen Papst nach unserem Herzen zu sichern, ist es eine vorrangige Aufgabe, für diesen Papst eine Generation zu bilden, die dem von uns gewünschten Königreich würdig ist. Lassen wir alte und reife Männer beiseite und gehen wir stattdessen zur Jugend und, wenn möglich, sogar zu Kindern“, um dort diesen Einfluss geltend zu machen. Die jahrzehntelange Arbeit war ihnen dabei durchaus bewusst, wie Taylor schildert.

Kommunisten als Priester

So soll nicht nur der Einfluss des Katholizismus in der Gesellschaft ausgemerzt, sondern die Struktur der katholischen Kirche auch dafür benützt werden, um Prinzipien und Ziele zu fördern, die der katholischen Lehre widersprechen und sie schwächen.

Marshall zeigt auf, dass in den 1930er‐Jahren Kommunisten heimlich begannen, katholische Seminare zu infiltrieren, um dort ihre eigenen Männer als Priester und schließlich als Bischöfe, Kardinäle oder sogar als Papst zu pflanzen.

Nun kann man von Theorien der »Verschwörung« halten, was man will. Sind sie aber historisch nachgewiesen bzw. durch gerichtlich beeidete Aussagen ehemaliger Kirchengegner belegt, darf man durchaus hellhörig werden und einen zweiten, genaueren Blick wagen. Wenn dann noch die Früchte, an denen sie erkannt werden sollen, den Vermutungen entsprechen, sollte man vielleicht noch etwas genauer hinschauen.

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