Österreich Politik

Tirol: Aufregung um „Schützen‐ATIB‐Vergleich” von Grünen‐Klubobmann

Die tirolische Traditionspflege, insbesondere das Schützenwesen war in der Vergangenheit bereits häufiger im Visier der Grünen. Symbolbild: Jakub Hałun via Wikimedia Commons [CC BY-SA 4.0]

Der Klubobmann der Grünen im Tiroler Landtag, Gebi Mair, sorgte kürzlich auf Twitter mit einem umstrittenen Vergleich für reichlich Diskussionsstoff. Christofer Ranzmaier, Landesobmann der freiheitlichen Jugend, fordert den Rücktritt des Grünen‐Politikers.

Der langjährige grüne Mandatar im Landtag verglich kürzlich in einem Tweet die Bilder von einer Ausrückung durch Jungschützen mit den Kriegsspielen in einer ATIB‐Moschee in Wien. Damals sorgte ein Videomitschnitt wochenlang für erhitzte Gemüter – darauf waren Kindergartenkinder in Weltkriegsuniformen und Kopftüchern zu sehen (Die Tagesstimme berichtete).

Mair hinterfragt „Kinder mit Gewehrattrappen”

Die Reaktion ließ nicht lange auf sich warten. Markus Abwerzger, seines Zeichens freiheitlicher Landesparteiobmann, zeigte sich dennoch „fassungslos” über diesen Vergleich:

Zwar dementierte der grüne Klubomann anschließend, dass er die beiden Vorfälle „gleichsetzen” wolle. Dennoch wolle er kritisch hinterfragen, ob „Kinder mit Gewehrattrappen” auftreten sollten. Der Kontext sei davon unabhängig. In der Folge entbrannte im sozialen Netzwerk ein veritables Wortgefecht zwischen den beiden Tiroler Polit‐Urgesteinen.

RFJ‐Ranzmaier: „Unfassbare Entgleisung”

Der Chef des RFJ‐Tirol, Christofer Ranzmaier, sprach sich indes am Montag in einer Aussendung für Konsequenzen aus. Es handle sich bei Mairs Aussagen um eine „unfassbare Entgleisung”, welche allerdings das „immer wieder durchblitzende” Weltbild der Grünen offenbare. Dieses sei seiner Ansicht nach „mit den Tiroler Werten absolut inkompatibel”. Gerade in Tirol würden die Schützen mit ehrenamtlicher Arbeit im Sozialbereich und durch ihre Traditionspflege „Verantwortung übernehmen”.

Im gleichen Atemzug forderte der Jungfreiheitliche den Rücktritt des Grünpolitikers. Es könne nicht sein, dass die „Arbeit tausender Schützen” durch den Klubobmann einer Regierungspartei „in Misskredit” gerate. Er verstehe außerdem nicht, dass sich die Tiroler ÖVP angesichts jener „absehbaren Tendenzen” mit den Grünen erneut „ins Koalitionsbett” gelegt habe.

Kein Einzelfall: Burka‐Vergleich und „oberster Taliban”

Für Ranzmaier handelt es sich nämlich um keinen Einzelfall. Vielmehr scheine aus seiner Warte die „Relativierung” von „inakzeptablen Auswüchsen des Islam” bei den Tiroler Grünen „zur Tradition” zu werden. Er spielte damit auf eine vieldiskutierte Äußerung des früheren grünen Landtagsabgeordneten Ahmet Demir an. Dieser verglich im Sommer 2016 anlässlich der Kopftuchdebatte katholische Ordensschwestern mit Burka‐Trägerinnen, entschuldigte sich später, einen „wunden Punkt” getroffen zu haben. Im Gedenkjahr 2009 bezeichnete der grüne Innsbrucker Gemeinderat Gerhard Fritz den Freiheitskämpfer Andreas Hofer als „obersten Taliban”. In beiden Fällen hagelte es anschließend Kritik von allen Seiten.

1 Kommentar

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  • Die Aussagen von Gebi Mair beweisen einmal mehr, was der für einen Schmarrn den Leuten vorgaukelt und dass er gerade auf diesem Metier geradezu vor Ahnungslosigkeit strotzt. Der Mensch hat noch keinen Tag gearbeitet, kassiert aber vom Steuerzahler unvorstellbare Gagen für das, dass er einen Bock nach dem anderen schießt.
    Schickt ihn endlich einmal in ein Arbeitsverhältnis, dann kann er beweisen, wie gut er wirklich ist.

    LAGR a.D., Mag. iur. Anton FRISCH, Kufstein

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