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Meinung

Kolumne: Doppeladler‐Jubel bei WM als hochpolitische Provokation

Julian Schernthaner

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Xherdan Shaqiri ist - neben Granti Xhaka - einer der beiden Schweizer Nati-Spieler mit kosovarischen Wurzeln, welcher mit einer umstrittenen Jubelgeste bei der Fußball-WM für einen Eklat sorgten. Symbolbild (Xherdan Shaqiri 2015): Steindy via Wikimedia Commons [CC BY SA 3.0]

Wie alle vier Jahre begeistert die Fußball‐Weltmeisterschaft auch derzeit wieder Millionen Menschen weltweit. Mit einem politisch brisanten Doppeladler‐Torjubel zweier kosovostämmiger Schweizer Spieler hat die heurige Auflage nun ihren ersten handfesten Skandal. 

Kommentar von Julian Schernthaner

Bereits im Vorfeld des Spiels zwischen Serbien und der Schweiz munkelten Beobachter über die Brisanz des Duells. Alleine die Tatsache, dass sich im WM‐Kader der „Nati” drei prominente Spieler mit kosovarischer Herkunft befinden, sorgte dafür, dass das Spiel als Hochrisikospiel eingestuft wurde. Das Kosovo erklärt 2008 einseitig seine Unabhängigkeit – und wird bis heute weder von Serbien noch vom WM‐Gastgeber Russland als Staat anerkannt.

Nati: Dauerdebatte rund um „Secondos”

Erste Anzeichen, dass das Aufeinandertreffen der beiden europäischen Binnenstaaten explosiv werden könnte, zeigte sich in der Wahl des Schuhwerks von Xherdan Shaqiri. Der kleingewachsene England‐Legionär entschied sich für die Schweizer Flagge auf seinem linken Schuh, den rechten ziert die des Kosovo. Auch albanische Nationalisten griffen die Thematik im Internet auf und schufen Collagen aus einer Mischung zwischen helvetischem Kreuz und albanischem Doppeladler.

Dabei ist die Debatte rund um „Secondos” – also Einwandererkinder – in der Schweizer Nationalmannschaft ewig jung. Mittlerweile machen diese etwa zwei Drittel der Auswahlspieler aus. Selbst der langjährige Kapitän Stefan Lichtsteiner  – am Donnerstag jubelte er mit den Torschützen – mahnte einst, die Schweiz müsse „auf [ihre] Identifikationsfiguren aufpassen”. Und tatsächlich: Als Herzstück der „Nati” gelten die drei Mittelfeldstars aus dem Kosovo – Xherdan Shaqiri, Valon Behrami und Granit Xhaka. Und nach dem Match gegen Albanien bei der EM 2016 landete man diesmal ausgerechnet in der serbischen Gruppe.

Torjubel mit albanischem Doppeladler

Wie es der Teufel so wollte spielte dann auch noch die Dramaturgie mit. Nach dem frühen Führungstor der Serben kämpfte die Schweizer Mannschaft aufopferungsvoll um den Ausgleich und schaffte sogar die Wende. Torschützen waren ausgerechnet die beiden gebürtigen Kosovaren Xhaka und Shaqiri – und sie bejubelten ihren Torerfolg mit einer hochpolitischen Geste.

Unter den heftigen Pfiffen der serbischen und neutralen russischen Fans formten sie ihre Hände zum albanischen Nationaltier, dem zweiköpfigen Adler. Später schob der Ausgleichsschütze Xhaka die Handbewegung auf überkochende Emotionen.

Gezielte Provokation der Spieler

Dabei macht er es sich aber zu einfach. Ein Mensch mit serbischer Geburtsurkunde, dessen Vater dort wegen regierungskritischer Proteste vor seiner Flucht drei Jahre in Haft verbrachte, ist kaum ein unbeschriebenes Blatt. Er müsste wissen, dass sich selbst der serbische Nationalfeiertag auf die verlorene Schlacht am Kosovo polje („Amselfeld”) 1389 bezieht. Dass die Serben die Umkehr der ethnischen Mehrheitsverhältnisse in ihrem langjährigen Kernland als schleichenden Bevölkerungsaustausch zu ihren Ungusten einordnen, die Unabhängigkeitserklärung als Affront empfinden.

Granit Xhaka und Xherdan Shaqiri wussten also genau was sie da taten – und damit auch etwa 100.000 Serben in ihrer neuen Heimat Schweiz beleidigten. Und selbst wenn sie politisch komplett unbedarft wären und einfach unbedacht ihre Wurzeln feiern wollten – sie kannten sicherlich die Problematik vom Skandalspiel zwischen Serbien und Albanien in Belgrad 2014. Damals sorgte eine Drohne mit großalbanischer Flagge für Tumulte und einen Spielabbruch. Die Wertung am grünen Tisch zugunsten Albaniens gab letztendlich sogar den Ausschlag zur direkten EM‐Qualifikation zulasten Dänemarks.

Menschen in Ausnahmesituationen

Der eigentliche Skandal ist allerdings weniger die möglicherweise unbedachte Gefühlsregung der Spieler. Immerhin kann man diesen bei aller Unverständlichkeit der politisch hochbrisanten Haltung zugute halten, dass sie die ganze Partie über ausgepfiffen wurden. Und bei aller Unnötigkeit von Gesten des Unmuts gegenüber einem feindlich gesinnten Publikum, handelt es sich irgendwo um Menschen in einer Ausnahmesituation. Das war schon beim umstrittenen Stinkefinger von Stefan Effenberg und beim berüchtigten Ausraster von Eric Cantona so.

Balkankriege: Einseitige Bewertung

Viel bezeichnender sind hingegen die Reaktionen mancher Medienleute, welche die Bedeutung der national‐chauvinistischen Geste gleich herabspielen wollten. Denn seit den Jugoslawienkriegen in den 1990er‐Jahren hatte sich die Wahrnehmung der Serben als Bösewichte, stellvertretend für die Kriegsverbrechen von Slobodan Milošević und Radovan Karadžić, scheinbar verfestigt. Die kosovarischen Albaner hingegen wurden damals – ähnlich wie die Bosniaken einige Jahre zuvor – von der Weltöffentlichkeit beinahe ausschließlich als Opfer rezipiert

Tatsächlich ist die jüngere Geschichte des Balkans aber ungemein vielschichtiger. Sämtliche Parteien begingen vor cirka 25 Jahren unsagbare Verbrechen gegenüber Menschen, mit denen sie kurz zuvor noch arbeiteten und ihr Feierabendbier tranken. Dennoch bleibt die althergebrachte Auffassung unverschoben – und macht den „Adlerjubel” für manche zu einem ‚moralischen Freifahrschein’ für vermeintlich Unterdrückte. Das Narrativ der „bösen” Serben und „guten” Albaner: es bleibt intakt.

Journalisten: Unverständnis über Aufregung

Nur so ist die mangelnde Fähigkeit diverser Sportjournalisten, die Tragweite der Geschehnisse zu erkennen, zu verstehen. Ein Zeit-Kolumnist sprach nämlich von einer „strunzdoofen” Diskussion, und von „zwei Herzen in einer Brust” und hält übrigens sogar den Skandal um den Erdogan‐Besuch türkischstämmiger DFB‐Nationalspieler für „Hysterie”. Auch Thomas Kuhnert, immerhin Pressesprecher für Sky Sports, versteht die Aufregung nicht:

Allerdings gab es auch Journalisten, welche den Torjubel kritisch sahen. Etwa einen türkischstämmigen WDR‐Redakteur, der sowohl die vorausgegangenen Schmähungen seitens der Fans als auch den „Adlerjubel” verdammte:

FIFA‐Verfahren gegen Xhaka und Shaqiri

Die FIFA reagierte mittlerweile auf den Vorfall und leitete ein Disziplinarverfahren gegen die beiden Athleten ein. Zuvor distanzierte sich Bundestrainer Vladimir Petkovic vom Torjubel – stellte sich aber dennoch vor seine Spieler. Xhaka und Shaqiri drohen nun zwei Spiele Sperre – eine empfindliche Schwächung für die „Nati”. Und es wäre die einzig konsequente Entscheidung, will man verhindern, dass ähnliche Ausfälle zukünftig Schule machen. Politische Propaganda hat auf dem Spielfeld nichts zu suchen.

Und bei allem Verständnis für die Wurzelpflege von Einwanderern: Die Ehre für sein neues Land zu spielen, bedingt ein uneingeschränktes Bekenntnis. Dazu gehört: die Konflikte und Verwerfungen der einstigen Heimat nicht mitzubringen. Gerade vor dem möglicherweise notwendigen Schulterschluss aller Balkanländer hinsichtlich eines neuen Massenansturms auf Europa wäre die Wiederkehr der alten Ressentiments für den europäischen Frieden fatal. Alles wegen eines Fußballspiels.

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2 Kommentare

2 Comments

  1. Avatar

    Andrea Müller

    24. Juni 2018 at 16:37

    Morddrohungen serbischer Nationalisten vor und während des Spiels gegen kosova‐albanischstämmige Schweizer Fussbalspieler werden in diesem Bericht nicht erwähnt, auch nicht die Fan‐Sprechchöre „Ubij Šiptara”/„töte den „Albaner” (Šiptar ist vergleichbar mit dem N‐Wort). Wo bleibt die Ausgewogenheit, die Sie von anderen verlangen?

    • JS

      JS

      25. Juni 2018 at 13:51

      Als TS‐Redakteur bestätige ich Ihnen, dass wir tatsächlich einen besonderen Wert auf Ausgewogenheit und Neutralität legen. Ich darf Sie allerdings darauf hinweisen, dass ein Meinungsstück hiervon eine gewisse Ausnahme bildet. Die Natur solcher Stücke erlaubt durchaus (Be-)Wertungen eines Sachverhalts. Hier bilden allenfalls Blattlinie oder Sagbarkeit einer Äußerung die Grenzen, da wir unseren Autoren generell eine weitreichende Freiheit bei der Gestaltung ihrer Meinungsbeiträge bieten.

      In diesem Fall handelt es sich bei mir darüber hinaus um den Autor des Stückes, weil es mir als Fußballfan ein persönliches Anliegen war, darüber zu kommentieren. Aus dieser Warte kann ich Ihnen aber versichern: Die schmähenden und provokanten Gesänge durch die serbischen Fans finde ich freilich ebenso wenig in Ordnung. Ich schließe mich hier der gesamtheitlichen Bewertung der Ansicht von Herrn Özdamar vollinhaltlich an, weswegen ich übrigens seinen Tweet als exemplarisch hervorhob.

      Diese Ablehnung auch dieser Provokationen ist mit dem mahnenden Hinweis auf die Problematik einer Wiederkehr alter Ressentiments im Übrigen dezidiert mitgemeint. Heimatverbundenheit und Nationalstolz sind OK und mMn sogar wichtige, identitätsstiftende Merkmale – Chauvinismus, egal welcher Art, allerdings nicht. Da bin ich dann freilich völlig bei Ihnen. 😉

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Meinung

Nichts ist falsch daran, für Politiker zu beten, aber…”

Redaktion

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am

von

ASDF Bild: Sebastian Kurz / By Bundesministerium für Europa, Integration und Äußeres (OSZE 2017 Mauerbach) [CC BY 2.0 ], via Wikimedia Commons (Bild zugeschnitten)

Jeden Sonntag wird in unseren Kirchen „für alle, die in Politik und Gesellschaft Verantwortung tragen” gebetet. Nichts daran ist ungewöhnlich und jeder Christ sollte sich diesem Gebet anschließen. Verantwortungslos ist es aber, eine vergeistigte Stimmung und »offene Kanäle« dafür zu missbrauchen, politische Botschaften zu verankern.

Kommentar von Raphanus

Awakening Europe veranstaltet Festivals aus einer Mischung zwischen Popkonzert und Gebetstreffen auf der ganzen Welt, mit dem Ziel, Menschen zu Jesus zu führen und durch Gebets‐ und Lobpreistreffen Veränderung in den Herzen der Menschen zu bewirken. Das Evangelium wird gepredigt, Gottes Güte und Kraft soll gezeigt und der Heilige Geist persönlich erfahrbar gemacht werden.

Gebet für Politiker

Es wird gebetet und es wird viel und intensiv gebetet. Es wird getanzt, gesungen, gespürt und geweint. Viele erfahren die Nähe Gottes, was eine intensive und stärkende Glaubenserfahrung sein kann. In einer christlichen Welt, die in den letzten Jahrzehnten hauptsächlich von eingeschlafenen »Papierchristen« verwaltet wurde, eine aus christlicher Sicht wichtige und entscheidende Entwicklung. Kirchen brauchen junge und engagierte Leute, die das geistige Vakuum mit Leben füllen – ein ernstzunehmendes christliches Angebot stellen.

Selbst wenn bei einer dieser Veranstaltungen für einen bestimmten Politiker gebetet wird, ist nicht unbedingt etwas dagegen einzuwenden. Politiker sind Menschen und jeder Mensch kann sich über Segen und die Führung Gottes glücklich schätzen und noch viel mehr über Menschen, die für ihn beten.

Gebete sollen keine politische Botschaft haben

Aus einer begrenzt‐menschlichen Sicht sollte das aber immer neutral passieren und der Weisheit Gottes anvertraut werden. Wir sollten nicht dafür beten, dass diese oder jene Partei gewinnt, sondern dafür, dass alle, die Verantwortung tragen, inspiriert werden und in ihrem Bereich die richtigen Entscheidungen treffen.

Von daher mutet es ein wenig eigenartig an, wenn der Prediger, der zuvor 10.000 jungen Menschen das Herz geöffnet hat, plötzlich mit ÖVP‐Chef Sebastian Kurz auf der Bühne steht und „Gott so sehr für die Weisheit und das Herz, das er ihm für sein Volk gegeben” hätte, dankt. Das ist eine klare politische Botschaft und alles andere als neutral formuliert.

Charismatische Bewegungen werden wegen ihrer »schwer verifizierbaren« und sehr persönlichen Erfahrungen, die sie bei den Menschen auslösen, immer auch sehr kritisch beäugt. Gerade deshalb haben unterschwellige und erst recht keine politischen Botschaften bei so intensiven und emotionalen Glaubensfesten etwas verloren.

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Kolumne: Der Widerstand ist kein Teekränzchen

Patrick Lenart

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ASDF

Egal ob an heißen Sommertagen in stickigen Marathonsitzungen, auf regnerischen Demos mit dem Megaphon in der Hand, in durchgemachten Nächten hinter dem Laptop oder in kaffeegetränkten Verhören – die Arbeit an der patriotischen Wende ist mühevoll. Was uns dabei anspornt und Hoffnung gibt, ist nicht nur der gute Zweck, sondern auch die Kameradschaft mit allen, die sich freiwillig für den gleichen Weg entschieden haben.

Kommentar von Patrick Lenart

Ich habe diese Kameradschaft schon oft selbst kennengelernt: Als ich mit einer Handvoll Unbekannter eine Reihe bildete, um einen Antifa‐Angriff abzuwehren. Als ich mich bei einer sitzenden Gruppe einhakte, um die CDU‐Zentrale in Berlin zu blockieren. Als sich Demonstranten bei der Wien‐Demo gemeinsam dem Steinhagel stellten. Als mir Menschen mit Spenden dabei halfen, den Vernichtungsversuch der Staatsanwaltschaft zu überstehen.

Es waren Menschen aus den unterschiedlichsten Lagern innerhalb des patriotischen Milieus – Liberale wie Konservative, Katholiken genauso wie Heiden, Nationale wie Monarchisten, Sozialisten wie Libertäre. Jeder Einzelne davon wusste, wie unwichtig unsere weltanschaulichen Differenzen im Angesicht der drohenden Katastrophe sind. Und sie wussten: Nicht eitle Streitigkeiten, sondern nur gemeinsames Handeln bringt uns vorwärts.

Die Stillen und die Maulhelden

Es sind vor allem die stillen und unscheinbaren Charaktere, die sich dann in den entscheidenden Stunden als die echten Patrioten erweisen. „Ich erfülle nur meine Pflicht gegenüber der Heimat. Das ist ja selbstverständlich” – das kann man oft aus ihren Mündern hören. Ich habe in den letzten Jahren gemerkt, dass sich im patriotischen Milieu wohl die selbstlosesten Menschen einfinden, die unser Volk zu bieten hat.

Aber ich habe auch ihr Gegenteil kennenlernen müssen: Jene Maulhelden, die zwar auf Kosten anderer möglichst radikale Töne spucken, die aber in den entscheidenden Stunden feige das Weite suchen. In den letzten Tagen habe ich solche anonymen Maulhelden vermehrt in den sozialen Medien sehen müssen. Dennoch: Es kostete mich höchstens ein Lächeln.

Kein Twitter‐Teekränzchen

Denn der Widerstand spielt sich im echten Leben ab – in den vielen guten und schlechten Momenten, die uns trotz aller Unterschiede immer wieder zusammenschweißen. Und in den vielen Wagnissen, welche die Fronten zwischen Idealisten und Maulhelden klären. Das ist die echte Bruchlinie: zwischen jenen, die aus Pflichtgefühl an der Wende arbeiten, und jenen, welche diese Arbeit sabotieren.

Das ist der entscheidende Bruch und er verläuft nicht nach Geschlecht, Herkunft, Religion oder sexueller Orientierung. Und schon gar nicht verläuft er an den unterschiedlichen – heute unwichtigen – weltanschaulichen Befindlichkeiten. Wir sitzen nicht beim genüsslichen Teekränzchen mit Leuten zusammen, die unseren persönlichen Vorlieben entsprechen. Wir ringen – vielleicht ein letztes Mal – mit dem Schicksal. Wollen wir eine freie, geeinte Heimat erstreiten – müssen wir diese schon heute im Kleinen sein.

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Wort zum Sonntag: „Schützt eure Kirchen vor falschen ProphetInnen!”

Redaktion

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von

ASDF Symbolbild: Anders Hellberg [CC BY-SA 4.0], via Wikimedia Commons [Bild zugeschnitten]

An einer jungen, frischen und inspirierten Kirche liegt es, falsche Propheten klar zu benennen und ihre Stimme gegen sie zu erheben. Gerade auch dann, wenn es nicht dem Zeitgeist entspricht und wenn selbst altgediente Autoritäten den Weg Gottes aus den Augen verlieren.

Eine Kolumne von Raphanus

Paul Zulehner ist katholischer Priester, emeritierter Theologieprofessor und hielt dieses Jahr die Pfingstpredigt in Weiz. Das Wirken und der Geist Gottes war sein Thema; und Aufbruch und Zuversicht stellte er in den Mittelpunkt seiner Predigt. Mit der Wahl des neuen Papstes Franziskus habe sich die Lage der Kirche tiefgreifend verändert und die Weltkirche erlebe derzeit ein neues Pfingsten mit der – oh Wunder! – neuen Prophetin Greta Thunberg!

Greta als Verkünderin des neuen Evangeliums?

Gott sei in allem gegenwärtig und durch das Wirken Gottes durch uns Menschen sei jetzt schon ein Stück Himmel auf die Erde gekommen – eben mit Greta als „Prophetin” und den vielen Schülerinnen und Schülern, die nun endlich „revolutionär” geworden seien und den säumigen Erwachsenen gehörig ins Gewissen redeten. Der liebe Gott ein Revolutionär, mit Greta als Verkünderin des neuen Evangeliums?

Im Katechismus lesen wir, dass das Kommen des Gottessohnes so gewaltig war, dass es durch die Jahrhunderte von Gott vorbereitet und durch den Mund der Propheten angekündigt wurde. All die Riten und Opfer, Gestalten und Sinnbilder liefen auf dieses Kommen zu. Auch die Propheten des neuen Bundes nahmen in ihrer Verkündigung immer Bezug auf den Herrn.

Greta Thunberg ist in der Tat eine medienwirksame Galionsfigur und die Sinnhaftigkeit, unseren Planeten zu schützen und etwas für das Klima zu tun, ist unumstritten. Wie auch immer Greta und die Menschen um sie herum es schaffen, mediale Reichweite zu generieren, sollte man die Kirche doch im Dorf lassen: Denn gute PR macht noch lange keine Prophetin.

Jeder Hype geht mal zu Ende

Zulehner ist auf Grund seines Hintergrunds gern gesehener Referent und durch seinen wissenschaftlichen Hintergrund und sein geistliches Wirken haben seine Worte Gewicht und Einfluss auf Kirche und Gemeinde. Er und alle mit ähnlichem Einfluss sollten daher ihre Worte mit Bedacht wählen. So er nicht von Gott kommt, ist jeder Hype einmal zu Ende und alle, die heute vorschnell eine neue Prophetin verkünden, wollen morgen sicher nicht zu den Irrlehrern zählen. Es liegt auch an uns Christen, darauf aufmerksam zu machen.

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