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Technik

Drei aktuelle Smartwatch-Uhren im Vergleich: Huawei, Apple, Casio

Redaktion

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am

Symbolbild Smartwatch (CC0)

Maßgeblich für den Erfolg der Smartwatches ist für den Verbraucher die Alltagstauglichkeit gängiger Geräte. Die Tagesstimme unterzog drei aktuelle Modelle einem vergleichenden Test und wagt einen Ausblick auf zukünftige Entwicklungsschritte. 

Im ersten Teil unserer Artikelreihe zum Thema „Smartwatch” haben wir in einer allgemeinen Zusammenfassung die wichtigsten technischen Daten vorgestellt und mit bisherigen analogen oder digitalen Uhren verglichen. Nun stellen wir drei beliebte aktuelle Smartwatch-Modelle kritisch vor. Außerdem erlauben wir uns Vorschläge zu notwendigen Verbesserungen, damit Smartwatches kein teures Gadget bleiben, sondern einen dauerhaften Siegeszug antreten können.

Huawei Watch 2:

Diese Smartwatch ist ein eigenständiges Handy mit Android Wear 2.0 Betriebssystem, 4GB Speicher, WLAN, NFC, Bluetooth 4.1 und GPS. Sie ist als Fitness-Smartwatch konzipiert, hat an der Unterseite die Kamera für die Puls- und Sauerstoffmessung im Blut und ist wasserdicht (IP68). Eine USB-Schnittstelle hat sie nicht. Geladen wird sie über eine Induktionsladestation.

Der Bildschirm ist unter Sonnenlicht schwer zu lesen. Die 420 mAh Akkustärke sollten für zwei Tage normalen Gebrauch ausreichen. Ein Stromsparmodus ist vorhanden. Dann verlängert sie die Akkudauer auf ca. einen Monat. Man kann sie mit einem handelsüblichen Armband oder mit einem zum Design optimierten Armband von Huawei tragen.

Preis ab 250,-€

https://consumer.huawei.com/at/wearables/watch2/

Apple Watch Series 3:

Es kann als eigenständiges Handy verwendet werden und ist mit Apples WatchOS als Betriebssystem ausgestattet. Ganz ohne iPhone kommt man aber nicht aus. Die integrierte eSIM ist nur eine Zweit-SIM für dieselbe Nummer und benötigt mindestens ein iPhone6 als Partner. Es hat zusätzlich zu GPS, Gyroskop, Blutdruck‑, Puls- und Sauerstoffmessung auch ein Barometer, ist wasserfest und zumindest offiziell nicht wasserdicht.

Die Bedienung funktioniert sehr leicht und auch Siri (Sprachsteuerung) glänzt durch beinahe fehlerlose Interpretation. Der schnelle Prozessor liefert eine hohe Performance. Geladen wird diese „Smartwatch” mit einem induktiven Ladegerät. Die Akkulaufzeit liegt dann bei ungefähr 1,5 Tagen, wer mit Apple Watch telefoniert, hat nur noch ca. eine Stunde Akkudauer zur Verfügung. Standardarmbänder können für die Apple Watch nicht verwendet werden. Das gehärtete Uhrglas ist auch unter Extrembedingungen sehr robust.

Preis ab 376,-€
bei eigener eSIM-Karte um ca. 60€ mehr.

https://www.apple.com/at/apple-watch-series‑3/

Casio WSD-F10:

Hier handelt es sich um ein Modell eines klassischen Uhrenherstellers. Vermutlich ist es auch deshalb ein Modell ohne eigene SIM-Karte. Bluetooth und WLAN sind – wie beim Branchenstandard mittlerweile selbstverständlich – integriert. Die „Smartwatch” bringt zwei übereinanderliegende Displayarten mit, die für einen geringeren Akkuverbrauch sorgen. Gleichzeitig lässt sich der Monochromlayer bei starker Sonneneinstrahlung gut ablesen. Die Dual-Layer-Displayschicht (Monochromdisplay und LCD-Touchdisplay) kann leicht umgestellt werden, die gesamte Uhr ist robust und wasserdicht bis 50 Meter Tiefe.

Ein Kompass, Höhenmesser, Barometer und GPS sind integriert. Dafür gibt es keine Fitnessapps und ‑features. Die Taschenlampe ist nur ein weiß leuchtendes Display. Zur Schlüsselsuche reicht es jedoch allemal. Die Casio F10 ist kompatibel für Android Wear und Apples WatchOS.

Der Akku hält 1,5 Tage und die Uhr lässt sich in 1,5 Stunden aufladen. Geladen wird auch hier über ein spezielles Ladekabel (keine USB-Variation), das per Magnethalterung an der Uhr angeklippst wird. Im Design ist sie eher groß und klobig und die Uhr ist nur im Uhrenfachhandel erhältlich.

Preis ca. 400,-€

https://www.casio-smart-watch.eu/de/

Ausblick auf die Zukunft

Bildschirm:

Der Bildschirm von „Smartwatches” muss und wird größer werden. Die Anzahl der Informationen, die gleichzeitig angezeigt werden können, ist derzeit zu niedrig. Es gibt bereits Technologien, die den Bildschirm im Handling flexibler machen. Der landläufige Konsument erwartet sich von einer zukunftsfähigen Smartwatch vielleicht nicht zwingend einen 4K-Bildschirm.

Es soll jedoch möglich sein, eine durchschnittliche SMS, ein Bild, ein kurzes E‑Mail, alle Termine eines Tages aus dem Kalender, die Kontaktdaten einer Person oder die wichtigsten Icons der Apps auf einem Bildschirm anzuzeigen. Das Folgeproblem, dass man unter einer größeren „Smartwatch” auch mehr schwitzt, muss lösbar sein. Mit dem größeren Bildschirm wird sich auch die Eingabe per Touchscreen auf ein brauchbares Niveau gehoben.

Akku:

Zwar setzen viele Hi-Tech-Unternehmen bei modernen Endgeräten zusehends auf fest verbaute Akkus – nicht immer zur unumwundenen Freude der Verbraucher. Gerade bei Smartwatches als direkt am Körper getragener Gegenstand ist dies aber wenig benutzerfreundlich. Um als echte Alternative sowohl für eine herkömmliche Uhr als auch für das ohnehin mitgeführte Smartphone zu dienen, muss es jedoch möglich sein, den Akku zu wechseln, ohne die Uhr abnehmen zu müssen.

In diesem Fall wäre die bei den gängigen Modellen insgesamt beschränkte Akkukapazität sowie die damit verbundene Laufzeit kein unmittelbares Problem mehr. Der Benutzer könnte dann etwa ein halbes Dutzend Akkus mit sich führen. Sobald einer leer ist, kann er ihn bequem wechseln. Ein Ladegerät mit USB-Anschluss könnte jederzeit bis zu einem Dutzend Akkus gleichzeitig aufladen. Täglicher Gebrauch der Smartwatch und Lebensdauer des Akkus stünden außerdem in keinem Interessenskonflikt. Deren Langlebigkeit muss wegen der technischen Erneuerung nicht an herkömmliche Uhren heranreichen – zumindest mit jener von Smartphones müssen sie aber vergleichbar sein.

Design:

Hier sollte man stärker in die Breite gehen. Das Portfolio muss für alle Zielgruppen attraktiv sein. Dazu gehören auch feminine Designs oder schlichte Ausführungen – ebenso wie kunstvolle Sammlerobjekte. Auch kindergerechte – und zukünftig barrierefreie und seniorentaugliche – Smartwatches würden den potentiellen Absatzmarkt vergrößern und sich positiv auf die Verbreitung der Geräte auswirken.

Telefonieren:

Das Mikro sollte in das Armband eingebaut werden. Wenn sich außerdem der Ohrstöpsel als eine Art Stabantenne ausfahren und auch wieder zusammenschieben lässt, erreicht man alle relevanten Körperstellen bei voller Privatsphäre, niedrigem Energieverbrauch und braucht kein zusätzliches Gerät zum Aufladen. Auch eine eigenständige SIM-Karte muss künftig Standard sein. Die Smartwatch sollte im Endstadium zumindest theoretisch fähig sein, das Handy in den meisten oder allen Bereichen abzulösen.

USB-Schnittstelle:

Diese sollten für den Datenaustausch vorhanden und leicht zugänglich sein – sowie aufgrund des Tragens an exponierter Stelle auch einiges verzeihen können. Staubpartikel dürfen die wichtige Buchse nicht unbrauchbar machen, ebenfalls darf die Wasserdichte nicht darunter leiden. In der Praxis mag dies gerade im Hinblick auf Benutzerfreundlichkeit – auch anhand der Erfahrung mit Outdoor-Handys – widersprüchlich klingen. Mit den neuen USB-C-Steckern scheint eine solche Lösung aber immerhin greifbar.

Wasserdicht:

Bei diesem Kriterium dürfen Hersteller keinesfalls darauf vertrauen, dass der Kunde z.B. den Unterschied der Schutzarten IP67 (zeitweiliges Untertauchen möglich) und IP68 (andauerndes Untertauchen möglich) nicht kennt. Eine wasserdichte Uhr ist bereits seit Jahrzehnten Standard und Gewohnheit bei ganzjährigen Uhrenträgern. Diese wissen daher auf die Tauglichkeit ihrer Uhren für ihre jeweiligen Anforderungen – und sind ein anspruchsvolles Publikum. Ein möglichst umfassender Schutz ist zu gewährleisten.

Apps:

Wie bereits bei Smartphones steht und fällt der Erfolg von Smartwatches mit deren Vielseitigkeit in allen Lebenslagen. Sowohl mehr Qualität als auch Quantität würde hier guttun. Wenn dieser Punkt vorerst nicht erfüllt werden kann ist das kein Malheur. Beim erwähnten Anspruch, in den meisten Situationen das Mobiltelefon zu ersetzen, ist es künftig aber unerlässlich.

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Deutschland

Meldepflicht: Soziale Netzwerke müssen „Hass-Beiträge” an BKA spielen

Joshua Hahn

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Im Kampf gegen vermeintliches „Hatespeech“ geht die Regierung erneut einen Schritt weiter. So einigten sich die Bundesministerien für Inneres und Justiz auf eine neue Meldepflicht.

Berlin. – Künftig sind die Betreiber von sozialen Netzwerken dazu verpflichtet, vermeintliche „Hass-Postings“ nicht nur zu löschen, sondern diese auch direkt an das Bundeskriminalamt weiterzuleiten. 

Löschen ist nicht mehr ausreichend

Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) sowie Bundesjustizministerin Christine Lambrecht (SPD) einigten sich auf eine Änderung des von Heiko Maas (SPD) etablierten „Netzwerkdurchsetzungsgesetzes“. Künftig reicht es nicht mehr aus, dass Betreiber von sozialen Netzwerken Beiträge löschen, welche vermeintliche „Hetze“, z.B. Volksverhetzung, darstellen.

Stattdessen müssen die Betreiber laut dem Spiegel den entsprechenden Beitrag samt der IP- und Port-Adresse des Verfassers an das Bundeskriminalamt weiterleiten. Sollte die Weiterleitung nicht sachgemäß erfolgen, drohen Facebook und Co. ab sofort Geldstrafen. 

Änderung gilt nicht für bloße Beleidigungen

Für bloße Beleidigungen gelte die Änderung des NetzDG jedoch nicht. In diesem Fall müsse das Opfer selbst aktiv werden und Anzeige erstatten. Um die Flut an Meldungen bewerkstelligen zu können, hofft die Bundesregierung auf Einrichtung von „Schwerpunktstaatsanwaltschaften“, welche die Anklagen betreuen. Als konkrete Beispiele für meldepflichtige Inhalte wurden „Hakenkreuz-Postings“, Morddrohungen und Volksverhetzung genannt.

Erst kürzlich beschloss das Bundesland Bayern, härter gegen „Hass und Hetze“ vorgehen zu wollen. Ist der Tatbestand der Verleumdung erfüllt, können fortan Haftstrafen von bis zu fünf Jahren verhängt werden – die Tagesstimme berichtete.

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Technik

Provider sollen künftig IP-Adressen angeblicher Rechtsextremer melden

Joshua Hahn

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Bei einer Konferenz in Hamburg haben die norddeutschen Innenminister beschlossen, im Kampf gegen vermeintlichen Rechtsextremismus mehr Druck auf Netz-Provider ausüben zu wollen.

Hamburg. – Beispielsweise sollen diese dazu verpflichtet werden, gegebenenfalls die IP-Adressen direkt an Behörden weiterzuleiten. Die Maßnahme zielt erstem Vernehmen auf ein breites Spektrum von Akteuren im patriotischen Lager ab.

Provider müssen IP-Adresse zur Verfügung stellen

Der Innensenator Andy Grote (SPD) sagte nach der Konferenz laut der „Zeit“: „Wenn ich Hasskriminalität intensiver bekämpfen will, dann bedeutet das auch die Verpflichtung der Provider und Plattformanbieter, strafrechtlich relevante Inhalte auszuleiten und den Sicherheitsbehörden zur Verfügung zu stellen“.

So solle künftig auch die IP-Adresse des Verdächtigten direkt weitergeleitet werden. Im Internet gebe es eine „kommunikative Eskalation“. Diese helfe angeblich dabei, Gewalttaten vorzubereiten und zu unterstützen. Tatsächlich sind diese in der polizeilichen Statistik im Vergleich zu sogenannten ‚Propagandadelikten’ allerdings in der Minderheit.

Demokratiegefährdende Bedrohungslage“

Holger Münch, Präsident des Bundeskriminalamts, sprach auf der Konferenz von einer „demokratiegefährdenden Bedrohungslage“. Es ließe sich außerdem eine „extrem verstärkte Gewaltbereitschaft“ feststellen, sagte der christdemokratische Innenminister Mecklenburg-Vorpommerns, wie „Heise Online“ berichtet. Die Minister forderten deshalb die Netzbetreiber dazu auf, künftig besser mit den Behörden zu kooperieren.

Maßnahme zielt auf diverse rechte Inhalte ab

Als Grundlage für die Maßnahme soll dabei ein Lagebild dienen, welches zu vermeintlichen Rechtsextremismus erstellt würde. Der Chef des Hamburger Verfassungsschutzes, Torsten Voß, stellte heraus, dass man sein Augenmerk vordergründig auf lose Netzwerke legen will sowie Kameradschaften mit regionalen Bezügen beobachten möchte.

Neben diesen Gruppen nimmt man allerdings auch die programmatisch gewaltfreie Identitäre Bewegung (IBD) ins Visier, weil sie angeblich „Angst vor Flüchtlingen” schüre. Die patriotische Protestgruppe erreichte kürzlich vor dem Verwaltungsgericht Köln eigentlich, dass der Verfassungsschutz sie nicht mehr als „gesichert rechtsextremistisch” bezeichnen darf – Die Tagesstimme berichtete.

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Technik

Verdacht auf Kartellbildung: Facebook drohen weitere Untersuchungen

Joshua Hahn

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am

Offenbar will das US-amerikanische Justizministerium Ermittlungen einleiten.

Menlo Park. – Laut der Nachrichtenagentur Reuters sollen dem Konzernweitere Kartelluntersuchungen drohen. Sollte dies tatsächlich der Fall sein, wäre es bereits die vierte laufende Untersuchung gegen das soziale Netzwerk.

Informationen von Insider

Reuters bekam die Informationen über die angeblich bevorstehende Untersuchung von einer mit der Sache „vertrauten Person“. Facebook rückte in der Vergangenheit bereits mehrmals in den Fokus von Ermittlungen. Immer wieder wird dem Unternehmen eine zu große Marktmacht unterstellt.

Auch ein mangelnder Datenschutz ist oft Thema, zuletzt äußerte sich dieser beim Cambridge Analytica-Skandal während der Präsidentschaftswahl in den USA. Derzeit laufen drei Untersuchungen gegen den Milliardenkonzern. Laut „n‑tv“ äußerte sich Facebook selbst nicht zu den Vorwürfen des Insiders. 

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