Meinung

Die Meinung der anderen: 1968 und die Neuen Rechten

Symbolbild 1968 By Stiftung Haus der Geschichte (2001_03_0275.4238) [CC BY-SA 2.0 ], via Wikimedia Commons [Bild zugeschnitten]

1968 und die Rechten – das wirkt auf den ersten Blick wie zwei verschiedene Welten, die nichts miteinander zu tun haben. Der Soziologe Thomas Wagner sieht das anders: Für ihn markiert ’68 auch die Geburtsstunde der Neuen Rechten.

Das Jahr 1968 ist in der öffentlichen Wahrnehmung untrennbar mit der Studentenrevolte der Neuen Linken verbunden. Die sogenannten 68er protestierten gegen US-Imperialismus, Kapitalismus und den „Muff von tausend Jahren”. Sie träumten vom Kommunismus und der befreiten Gesellschaft.

Geburtsstunde der Neuen Rechten

Für den linken Soziologen Thomas Wagner war 1968 aber auch die Geburtsstunde der Neuen Rechten.

Also parallel zu der Selbstbezeichnung neuer Linker taucht dann auch im rechten Milieu die Selbstbezeichnung ‚Neue Rechte’ auf. Das waren jüngere Leute, Studenten, Studierende, die einen frischen Wind in ihr eigenes Lager hinein, in ihr eigenes Milieu hineinbringen wollten”, sagt der Soziologe im Interview mit dem Deutschlandfunk.

Weiters spricht er im Interview über ihre „Techniken der Provokation”, die sich die Rechten von ihren linken Gegnern abgeschaut hätten; von den unterschiedlichen Ansichten und Positionen innerhalb des Lagers und über die Frage, wie man mit diesen Neuen Rechten umgehen sollte.

Das gesamte Interview lesen auf Deutschlandfunk: https://www.deutschlandfunk.de/der-andere-blick-auf-68-beruehrungspunkte-mit-den-neuen.1184.de.html?dram:article_id=416482

Die Angstmacher”

Für sein Buch „Die Angstmacher. 1968 und die Neuen Rechten” führte Wagner zahlreiche Gespräche mit neurechten Vertretern. Er zeichnet darin die Wurzeln dieser politischen Strömung nach und erklärt, wie wichtig seiner Ansicht nach 1968 für das rechte Lager war.

Das Buch kann man hier bestellen.

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1 Kommentar

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  • Richtig gutes Buch! Der Titel ist vom Verlag, nicht vom Autor erfunden worden. Wagner hört zu, zieht Linien, verbindet sie und bleibt verbindlich, aus der üblichen Begriffemottenkiste („rassistisch und menschenverachtend”) findet man nichts. Am liebsten ist ihm als Linkem natürlich alles, was nach Querfront ausschaut, aber auch da muß er zugeben: die Rechten haben derzeit die besseren Ideen!

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