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Welt

Gipfeltreffen: Trump und Putin ziehen positive Bilanz

Redaktion

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am

Wladimir Putin und Donald Trump beim G20-Gipfel in Hamburg, 2017 / Kremlin.ru [CC BY 4.0 ], via Wikimedia Commons

Beim Gipfeltreffen betonten Trump und Putin die Notwendigkeit einer besseren Zusammenarbeit. US‐Präsident Trump sprach von einem guten Dialog.

Am Montag hat das mit Spannung erwartete Treffen zwischen Russlands Präsident Wladimir Putin und dessen amerikanischen Amtskollegen Donald Trump in der finnischen Hauptstadt Helsinki stattgefunden.

Schwierige Beziehungen

Es ist Zeit, über unsere Beziehungen zu sprechen”, sagte Putin laut Bericht der Krone im finnischen Präsidentenpalast am Beginn in einer kurzen Stellungnahme. Das sah auch Trump so, der vor den Journalisten klarstellte: „Sich mit Russland zu verstehen ist eine gute Sache, keine schlechte.”

Noch kurz vor dem Treffen hatte US‐Präsident Trump auf Twitter davon gesprochen, dass die Beziehungen zu Russland noch nie so schlecht gewesen seien.

Zweistündiges Vier‐Augen‐Gespräch

Nach den kurzen Statements vor der Presse führten die beiden Staatschefs ein zweistündiges Vier‐Augen‐Gespräch. Darin soll es unter anderem um die Dauerstreitthemen Syrien und Ukraine, aber auch um Atomwaffen, Handelsfragen, die Beziehungen zu China und die Vorwürfe der russischen Einflussnahme im US‐Wahlkampf gegangen sein.

Nach dem gemeinsamen Essen gaben Putin und Trump schließlich am späten Montagnachmittag eine Pressekonferenz. Gleich zu Beginn erklärte Putin, die Gespräche mit Trump seien offen und nützlich gewesen. Beide Staaten befänden sich in einer schwierigen Phase diplomatischer Beziehungen. Dennoch betonte der russische Präsident abermals die Wichtigkeit einer Zusammenarbeit mit den USA.

Keine Wahleinmischung Russlands

Wie Putin verriet, waren auch die internationalen Krisenherde ein Thema des Gesprächs. Man sei nicht überall einer Meinung, aber man müsse „Anknüpfungspunkte” suchen, betonte das russische Staatsoberhaupt. In Syrien gehe es vor allem um die Bewältigung der humanitären Krise. Ziel sei es, dass die syrischen Flüchtlinge wieder in ihre Heimat zurückkehren können. Im Ukraine‐Konflikte möchte Putin, dass sich die USA an das Minsker Abkommen halten. Die russische Position in der Iran‐Frage kenne Amerika bereits.

Zur mutmaßlichen russischen Einflussnahme auf den US‐Präsidentschaftswahlkampf betonte Putin abermals: „Russland hat sich nie eingemischt und wird sich nie einmischen.”

Trump: „Dialog gut verlaufen”

Auch US‐Präsident Trump sprach von einem „produktiven Dialog”, der „gut verlaufen” sei. Es sei wichtig für beide Staaten, diesen Dialog fortsetzen, betonte der US‐Staatschef und kündigte gleichzeitig an, dass Putin und er sich in Zukunft öfter sehen werden.

Für die schlechten Beziehungen machte der US‐Präsident beide Länder verantwortlich. „Ich glaube, wir waren alle dumm.”

Beim Thema Syrien hofft Trump ebenso wie Putin auf eine bessere Zusammenarbeit. Der US‐Präsident betonte dabei aber, dass der Iran davon in der Region nicht profitieren dürfe.

Jetzt liegt der Ball bei Ihnen”

Am Ende der Pressekonferenz überreichte Putin seinem Amtskollegen einen WM‐Fußball mit den Worten: „Jetzt liegt der Ball bei Ihnen”.

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1 Kommentar

1 Kommentar

  1. Avatar

    Peter Lüdin

    16. Juli 2018 at 20:17

    D. Trump und V. Putin haben miteinander gesprochen und die Welt ist nicht untergegangen. Europa existiert noch, der Weltkrieg ist nicht ausgebrochen und die Beiden grüssen sich immer noch.
    Der Krim‐Drops ist offensichtlich gelutscht, aber das war zu erwarten. Der Donbas ist noch ein offener Herd, aber mit Verhandlungspotential. Ein paar auslaufende Verträge werden verlängert. Der Syrien‐Konflikt könnte gemeinsam gelöst werden. Allgemein keine Ergebnisse, aber Gesprächsbereitschaft und Kooperationswillen auf beiden Seiten. Für ein erstes Gespräch ein gutes Ergebnis.

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Welt

Identität und Demokratie”: Neue patriotische Allianz im EU‐Parlament gegründet

Stefan Juritz

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ASDF Mitglieder der neuen patriotischen ID-Fraktion. Foto: Facebook-Seite Harald Vilimsky

Mit 73 Abgeordneten stellt die neue ID‐Fraktion die größte patriotische Gruppe im EU‐Parlament. Mit dabei sind auch AfD und FPÖ.

Wien/Brüssel. – Am Mittwoch gründete sich in Brüssel die neue patriotische EU‐Fraktion „Identität und Demokratie – ID”, der auch die österreichische FPÖ angehört. Das gab FPÖ‐Delegationsleiter Harald Vilimsky am Donnerstag in einer Presseaussendung bekannt.

Größte patriotische EU‐Fraktion”

Es ist uns gelungen, einen ersten Schritt hin zu einer Vereinigung des freiheitlich‐konservativ‐patriotischen Lagers im EU‐Parlament zu setzen. Die neue ID‐Fraktion vereinigt nämlich sowohl Delegationen aus der ECR, der EFDD, als auch aus der alten ENF‐Fraktion. Und mit nunmehr 73 Abgeordneten stellen wir die größte patriotische Fraktion im EU‐Parlament“, zeigt sich Vilimsky erfreut.

Ziel der neuen Fraktion sei weder „eine Zerschlagung” noch ein Austritt aus der EU, sondern „die Erzeugung eines notwendigen Reformdrucks auf das europäische Einigungswerk”, wie Vilimsky betont. Als weitere Ziele werden genannt: „echte Subsidiarität”, „Kampf der illegalen Migration”, „mehr direkte Demokratie” sowie der „Erhalt der Vielfalt in Europa auf allen Ebenen”.

Salvini, Le Pen & Co

Der neuen ID‐Fraktion gehören 73 Abgeordnete aus neun Ländern an. Stärkste Kraft ist die italienische Lega von Innenminister Matteo Salvini mit 28 Abgeordneten, gefolgt von Marine Le Pens Rassemblement National aus Frankreich mit 22 Mandataren. Weiters vertreten sind die deutsche AfD (11), die österreichische FPÖ (3), der flämische Vlaams Belang (3) aus Belgien, die Finnen‐Partei (2), die tschechische SPD (2) sowie die Dänische Volkspartei (1) und der estnische EKRE (1).

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Welt

Macron wünscht sich Merkel als EU‐Chefin

Stefan Juritz

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ASDF ActuaLitté [CC BY-SA 2.0], via Wikimedia Commons [Bild zugeschnitten]

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron würde die deutsche Bundeskanzlerin unterstützen, sollte sie EU‐Kommissionspräsidentin werden wollen.

Bisher ist die Nachfolge von EU‐Kommissionspräsident Jean‐Claude Juncker noch nicht geklärt. Frankreichs Präsident Emmanuel Macron bringt nun wieder die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel ins Spiel.

Europa braucht Gesichter”

Gegenüber dem Schweizer Sender RTS erklärte Macron, er würde Merkel als neue EU‐Kommissionspräsidentin unterstützen, „wenn sie es machen wollte”.

Europa braucht Gesichter, starke Persönlichkeiten, es braucht Leute, die eine persönliche Glaubwürdigkeit haben und die Kompetenzen, um die Posten auszufüllen”, zitiert die dpa den französischen Präsidenten

Merkel selbst hat einen Wechsel nach Brüssel bereits zuvor ausgeschlossen. Laut eigenen Angaben will sich die Kanzlerin nach ihrer Amtszeit als Bundeskanzlerin aus der Politik zurückziehen.

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Gesellschaft

Vatikan spricht sich gegen „Gendertheorie“ aus

Joshua Hahn

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ASDF Symbolbild: Pixabay [CC0]

In einem offiziellen Dokument warnt der Vatikan vor der „Auslöschung” der Geschlechter.

Rom. – Das Dokument trägt den Titel „Als Mann und Frau schuf er sie“ und wurde am vergangenen Montag vorgestellt. Wie das „Domradio“ berichtet, wird darin scharfe Kritik an der „Gendertheorie“ geübt. Diese sei ein „konfuses Konzept der Freiheit“ und beziehe sich primär auf „momentane Sehnsüchte“ der Betroffenen. Allgemein entspränge der Trend zu den fließenden Übergängen zwischen den Geschlechtern der Postmoderne.

Wie die „Tagesschau“ berichtet, wird die „Gendertheorie“ konkret als Ideologie bezeichnet, welche die „Natur eines Mannes und einer Frau leugnet und eine Gesellschaft ohne geschlechtliche Unterschiede vorsieht“. Dies stehe der „anthropologischen Grundlage“ der Familie klar entgegen, so der Vatikan.

In dem Text ist weiter zu lesen, dass man mit dem Dokument zum Dialog anregen wolle. Und der Vatikan betont auch: Es sei es stets Respekt gegenüber allen Menschen zu lehren und niemand dürfe wegen seins Glaubens oder seiner sexuellen Neigungen verfolgt oder diskriminiert werden.

Kritik von Schwulen und Lesben

Kritik am Dokument folgte rasch. So kritisierte die US‐Organisation „New Ways Ministry“, dass durch das Schreiben lediglich Vorurteile geschürt würden. Auch die Gefahr von „Gewalt gegen Minderheiten“ würde durch solche Aussagen gesteigert werden.

New Ways Ministry” hat ihren Hauptsitz in Maryland und setzt sich für die Rechte von Homo‐, Bisexuellen und Transgender (LGBT) in der katholischen Kirche ein.

Der Vorsitzende der Organisation, Francis DeBernardo, erklärte, es gäbe „Faktoren, die über die Genitalien eines Menschen hinausgingen“. Er plädierte deshalb dafür, dass Menschen vielmehr ihr Geschlecht „entdecken“ sollten, um so die Person zu erkennen, als die sie geschaffen wurden. Der Vatikan fördere durch die Veröffentlichung des Dokuments aktiv „die falsche Lehre“. Er stütze sich auf „Mythen, Gerüchte und Unwahrheiten“.

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