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Kultur

Patriotisch und globalisierungskritisch: Das Magazin Info‐DIREKT aus Linz

Redaktion

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am

Bild Info-DIREKT-Ausgabe / Die Tagesstimme

Patriotisch, globalisierungskritisch und gegen das „Links‐Rechts‐Denken” – das ist die Ausrichtung des Info‐DIREKT‐Magazins aus Oberösterreich.

Wir setzen unsere Vorstellungsreihe von Zeitschriften aus dem patriotischen Milieu mit dem oberösterreichischen Hochglanzmagazin Info‐DIREKT fort. Sechsmal im Jahr erscheint dieses „Magazin für eine freie Welt” und setzt dabei immer wieder einen neuen inhaltlichen Schwerpunkt.

Info‐DIREKT will laut eigenem Anspruch das „Links‐Rechts‐Denken überwinden und die Gefahren der Globalisierung direkt ansprechen”. Neben aktuellen politischen Hintergrundanalysen finden sich in der Zeitschrift auch immer historische und kulturelle Themen. Inhaltlich deckt Info‐DIREKT dabei weite Teile des patriotischen Milieus ab.

Verteidiger Europas”

Die aktuelle Printausgabe widmet sich schwerpunktmäßig dem Kongress „Verteidiger Europas”, der am 3. März 2018 im Wasserschloss Aisterheim (Oberösterreich) über die Bühne ging.

In mehreren Beiträgen geben die Macher des Magazins dem Leser einen Rückblick auf den Kongress. Neben Auszügen aus den Reden des Verlegers Wolfgang Dvorak‐Stocker und der US‐amerikanischen YouTuberin und Bloggerin Brittany Pettibone findet sich in der Ausgabe unter anderem auch ein Interview mit dem Sprecher des patriotischen Vereins „Zukunft Heimat”, Christoph Berndt. Andreas Lichert wiederum geht der Frage nach, ob in Deutschland ein „drittes Lager” wie in Österreich heranwächst. Weiters wird die vom Publizisten Felix Menzel ins Leben gerufene patriotische Denkfabrik für Wirtschaftskultur vorgestellt.

Treffen auf der Halbinsel Krim

Michael Scharfmüller war im April beim 4. Yalta International Economic Forum auf der Halbinsel Krim und berichtet von dieser Veranstaltung. Im Kulturteil widmet sich Jan Ackermeier dem Werk des steirischen Heimatdichters Peter Rosegger. Den Abschluss der Ausgabe bildet Gerald Grosz’ Abrechnung mit Justizminister Moser. In seinem Gastkommentar rechnet der ehemalige BZÖ‐Politiker mit der Anklage gegen die Identitäre Bewegung Österreich ab.

Das Magazin erscheint alle zwei Monate und bietet auf 48 Seiten Reportagen, Interviews und Berichte zu aktuellen Themen. Hier kann man Info‐DIREKT ab 33 Euro im Jahr abonnieren: http://www.info-direkt.eu/abo/

Inhalt der aktuellen Ausgabe:

Wir verteidigen Europa

Das Märchen von den friedlichen Protesten

Mit Samthandschuhen gegen vermummte Antifas? (Interview mit Security‐Chef Franz Schlossthaler)

Die Gegner des Kongresses (Michael Scharfmüller)

Die Mosaik‐Rechte wird zum Kongress

Ein Kongress‐Rückblick in Bildern

Keine Abgrenzerei in Aistersheim (Martin Pfeiffer)

Patriotische Denkfabrik für Wirtschaftskultur

Verlieren wir den Krieg, geht es uns an den Kragen (Wolfgang Dvorak‐Stocker)

Ich habe für sie gekämpft (Brittany Pettibone)

Wächst ein drittes Lager in Deutschland? (Andreas Lichert)

Runter vom Sofa und rein ins Getümmel! (Interview mit Christoph Berndt)

Den Sanktionen zum Trotz (Michael Scharfmüller)

Die Heimat im Herzen tragen (Stephan Protschka)

Eine feste Burg (Heinrich Birnleitner)

Peter Rosegger (Jan Ackermeier)

Felsen, Meer und Linksverkehr (Jan Ackermeier)

Mit dem „Mafiaparagraphen” gegen Meinungsfreiheit (Gerald G. Grosz)


Weitere Zeitschriften:

Vierteljahresschrift für Konsensstörung: Tumult Sommer 2018 erschienen

Schwerpunkt „1968”: 84. Ausgabe der „Sezession” erschienen

Der „Attersee Report” – ein Magazin der freiheitlichen Denkfabrik

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Kultur

Kommentar: Rammstein provozieren, Rammstein regen auf…

Monika Šimić

Veröffentlicht

am

ASDF Bild: Rammstein bei einem Konzert im französischen Nîmes vor zwei Jahren / Julien Damelet [CC BY-SA 4.0], via Wikimedia Commons (Bild zugeschnitten)

Rammstein ist eine der bekanntesten, wenn nicht sogar die bekannteste und erfolgreichste Band im deutschsprachigen Raum, die dem Genre „Neue Deutsche Härte” zuzuordnen ist. Bereits seit 25 Jahren schafft es die Gruppe mit ihren Texten und Auftritten zu provozieren, aufzuregen und zu begeistern. Im Rahmen ihrer aktuellen Europa‐Tournee ließen Rammstein einen Fan offenbar mit einem mulmigen Gefühl im Bauch zurück. Der Grund: die beim Konzert gesungenen Worte „Deutschland, Deutschland über allen”. Gleich vorweg – besagter Fan bin nicht ich.

Kommentar von Monika Šimić

Groß war die Aufregung, als Rammstein nach zehn Jahren Pause ihr neuestes Album veröffentlichten. Das neue, unbetitelte Album, das etwa mit Titeln wie „Deutschland”, „Ausländer” oder „Sex” aufwartet, war für viele ein Garant für Provokation. Dass Rammstein aber immer schon provozieren, sollte bekannt sein. Und obwohl sich die Gruppe mit „Deutschland” politisch eindeutiger als jemals zuvor äußerten, sorgte das Lied mit dem dazugehörigen Musikvideo für Kritik und Aufregung. An dieser Stelle empfehle ich jedem Leser, sich selbst ein Bild von dem „Skandal‐Lied” zu machen, ohne hier näher darauf eingehen zu wollen (das Video kann man sich hier zu Gemüte führen).

Deutschland, Deutschland über allen”

Auf der aktuellen Stadion‐Tour durch Europa darf der Song „Deutschland“ im Repertoire freilich nicht fehlen. Und so gaben Rammstein das Lied auch am vergangenen Wochenende im Münchner Olympiastadion vor mehr als 70.000 Fans zum Besten. Während das Konzert, wie ich zu behaupten wage, für den Großteil ein Augen‐ und Ohrenschmaus war, äußerte zumindest ein Fan auf Twitter ihre Bedenken ob der von Rammstein und dem Publikum gesungenen Worte „Deutschland, Deutschland über allen” gepaart mit einer angeblichen „Gruppendynamik”.

Abgesehen von dieser individuellen Erfahrung war die Stimmung bei den restlichen Fans im und rund ums Stadion – auch am nahegelegenen Olympiaberg machten Besucher es sich gemütlich – überaus euphorisch. Mit Begeisterung lauschten Zehntausende Besucher zunächst dem Duo Jatekok, das das Rammstein‐Album „Klavier” vierhändig auf dem Piano spielten. Anschließend folgten Rammstein, die die Menge mit einer ausgewogenen Mischung aus bekannten und neuen Liedern begeisterten.

Phänomen Rammstein

Trotzdem sind Rammstein eine zutiefst missverstandene Gruppe. Sie sahen sich, vor allem in der Vergangenheit, häufig mit dem Nazi‐Vorwurf konfrontiert – unberechtigterweise. Immer wieder musste man sich distanzieren. Und dabei ist die Gruppe einfach ein Phänomen unserer Zeit, in der es gilt, sich mittels provokanter Ästhetik und Texte in Szene zu setzen, um alle möglichen Sinne zu reizen. Wer das nicht versteht, muss das Konzept hinter Rammstein noch einmal genauer betrachten. Erst kürzlich verteidigte Eiskunstlauf‐Legende Katarina Witt Rammstein, die regelmäßig und weltweit ganze Stadien füllen, gegen Kritiker. „Wer sich wirklich inhaltlich, nicht bloß oberflächlich, mit ihnen beschäftigt, wird schnell merken, dass sie nicht in die rechte Ecke gehören, in die man sie hineindrückt”. Für sie sei die Musik von Rammstein „hohe Kunst, nicht einfach ein krachendes Konzert, sondern eine riesige Theaterinszenierung”.

Fesselnde Worte

Das Vermischen von Kunst und Politik ist ohnehin zu vermeiden. Musik sollte um der Musik Willen gehört werden, und nicht, weil einem die politische Ausrichtung eines Künstlers gefällt. Fakt ist, dass die Texte von Rammstein durch Lindemanns poetische Ader stets zu etwas Besonderem werden, wodurch er es auch schafft, stellenweise bizarr anmutende Texte erfolgreich an den Fan zu bringen. Lindemann versteht es wie kein anderer die Schönheit und den Reichtum der deutschen Sprache aufzuzeigen. Das beweist der Rammstein-Frontmann nicht nur mit seinen Liedtexten, sondern auch mit seinen Gedichten. Als Rammstein beim München‐Konzert am Samstag eines der ruhigeren, älteren Lieder („Ohne Dich”) anstimmten, bescherten sie ihren Fans wohl den schönsten Moment. Mit der aktuellen Tour durch Europa, die Ende August mit zwei ausverkauften Konzerten im Wiener Ernst‐Happel‐Stadion enden wird, geht der Erfolg der deutschen Gruppe – hoffentlich noch lange – weiter.

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Kultur

Fall Krause: Sächsische Kulturministerin kritisiert Ausladung

Julian Schernthaner

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ASDF Veranstaltungsort der Leipziger Jahresausstellung: Die Spinnerei. Bild Spinnerei: Don-kun via Wikimedia Commons (Bild zugeschnitten) / Bild Eva-Maria Stange (2013): Martin Rulsch via Wikimedia Commons] (umrandet) [beide CC BY-SA 4.0] / Collage: Die Tagesstimme.

Erstaunlichen Rückenwind bekommt der bekannte Künstler Axel Krause in der Causa rund um seine Ausladung von der Leipziger Jahresausstellung nun von unverhoffter Seite.

Leipzig/Dresden. – Die sächsische Kulturministerin Eva‐Maria Stange (SPD) äußerte ihr Unverständnis mit der Ausladung des renommierten Künstlers aufgrund seiner kolportierten Nähe zur patriotischen Alternative für Deutschland (AfD). Dies berichtet die Junge Freiheit unter Berufung auf die Dresdner Neueste Nachrichten.

Stange: „Ausgrenzung ist der falsche Weg”

Es ginge nicht, so Stange, dass „Menschen wegen ihrer politischen Haltung stigmatisiert und gesellschaftlich ausgeschlossen werden”. Bei der AfD handle es sich um eine demokratisch gewählte Partei. Sie verstehe zwar, dass man deren Ausrichtung „nicht teilt und aus guten Gründen ablehnt”. Man lebe allerdings in einer Demokratie.

Diese fordere die Menschen auf, sich „mit Positionen auseinanderzusetzen”. Ausgrenzung sei „der falsche Weg, damit spaltet man die Gesellschaft”. Die Ausübung der Kunst‐ und Meinungsfreiheit gelte weiters auch für konservative Verlage auf Buchmessen. Ein Ausschluss sei „keine Lösung” – zumindest solange keine extremistischen, verfassungsfeindlichen Meinungen vertreten würden.

Ausladung von Krause wegen politischer Äußerungen

Die Posse rund um die Ausladung von Krause begann wenige Tage vor dem anvisierten Beginn der 26. Leipziger Jahresausstellung. Nachdem sich einige Künstler aufgrund dessen Sympathien mit der AfD weigerten, gemeinsam auszustellen, lud man ihn kurzerhand einfach aus. Zeitweise stand dann später sogar die völlige Absage der Veranstaltung im Raum – Die Tagesstimme berichtete.

Es ist nicht das erste Mal, dass Krause innerhalb des Kulturbetriebs schlechte Erfahrungen wegen seiner politischen Gesinnung machte. Bereits im August des Vorjahres kündigte ihm seine langjährige Galerie, weil sie dessen Ansichten „weder teilen noch mittragen wollte”. Krause gilt als einer der wichtigsten Vertreter der sogenannten ‚Neuen Leipziger Schule’

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Kultur

Babiš: Sudetendeutscher Tag in Tschechien wäre „Provokation”

Julian Schernthaner

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ASDF Bild (Andrej Babiš): Pixabay [CC0]

Mit der Ankündigung von Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU), man wolle irgendwann einen Sudetendeutschen Tag in Tschechien abhalten, hat man im östlichen Nachbarland keine Freude.

Regensburg/Prag. – Wie der ORF am Montag berichtet, geht Ministerpräsident Andrej Babiš von der liberal‐populistischen ANO mit diesem Vorschlag nicht konform. Der Parteigründer und bekannte Unternehmer bezeichnete eine allfällige Umsetzung des Vorstoßes als „nicht zu akzeptierende Provokation”. Auch tschechische Sozialdemokraten und Konservative kritisierten die Äußerungen.

Seehofer träumt von Sudetendeutschem Tag in Tschechien

Babiš bezog sich auf eine Festrede des deutschen Bundesinnenministers Horst Seehofer (CSU) bei der Veranstaltung im oberpfälzischen Regensburg. Dieser lobte dort die Entwicklung der gegenseitigen Beziehungen hin zu einer Normalisierung. Unter anderem nahm 2016 erstmals ein tschechischer Kulturminister teil und drückte das Bedauern über die einstige Vertreibung in einer Rede aus.

Abgerundet”, so Seehofer unter großem Applaus, sei der Aussöhnungsprozess allerdings erst, wenn „wir mal einen Sudetendeutschen Tag in Tschechien begehen”. Damit erinnert er an die ursprünglich böhmische Heimat der einst etwa drei Millionen Heimatvertriebenen mit deutscher Muttersprache.

Sudetendeutscher Tag: Traditionsreiche Veranstaltung

Der Sudetendeutsche Tag findet seit 1950 immer am Pfingstwochende in wechselnden Städten im deutschsprachigen Raum statt, am häufigsten in Augsburg und Nürnberg. Stets kommen zehntausende Besucher, auch die Politik gibt sich ein Stelldichein. Regensburg kam in diesem Jahr erstmals zum Zug, das diesjährige Motto lautete „Ja zur Heimat im Herzen Europas“.

Die Veranstaltung kennt zahlreiche heimatliche Elemente. So findet alljährlich ein Volkstumsabend und ein Volkstanzfest statt, ebenso ein böhmisches Dorffest am Pfingstsamstag. Den Abschluss am wichtigen Pfingstsonntag machen Messe und Hauptkundgebung sowie Treffen an nach Heimatlandschaften und Heimatkreisen aufgeteilten Messeständen.

Ohne Entschädigung enteignet: Aussöhnung schleppend

Die Vertreibung von mindestens 2,9 Millionen Sudetendeutschen nach dem Krieg fußte auf der Einführung der 143 präsidialen sogenannten Beneš‐Dekrete. Diese erklärten den Löwenanteil der deutschen Minderheit in Böhmen und Mähren über Nacht zu Staatsfeinden. Ihr Besitz wurde beschlagnahmt, ihre Dörfer oftmals entvölkert. Die meisten von ihnen flohen nach Bayern, nur etwa 220.000 Böhmendeutsche konnten seinerzeit in der damaligen Tschechoslowakei bleiben.

Historiker streiten seitdem darüber, ob das Vorgehen als Völkermord einzustufen sei. Und rein formell sind die völkerrechtlich höchst umstrittenen Bestimmungen auch weiter in Kraft, werden aber aktuell nicht mehr durchgesetzt. Die Aussöhnung verläuft schleppend, wobei die Volksgruppen mittlerweile langsam aufeinander zugehen. Etwa bei der Restauration einer 600 Jahre alten Kirche im grenznahen Zuggers – Die Tagesstimme berichtete.

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