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Gesellschaft

Kolumne: „Özil‐Debatte zeigt gescheiterte Integration vieler Deutschtürken”

Julian Schernthaner

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Verabschiedete sich mit einem Rundumschlag aus dem DFB-Nationalteam: Der 92-fache Internationale Mesut Özil. Bild (Özil 2011): Steindy via Wikimedia Commons [CC BY-SA 3.0]

Am vergangenen Sonntag verkündete der 92‐fache deutsche Nationalspieler Mesut Özil medienwirksam seinen Rücktritt. Seitdem blieb kein Stein auf dem anderen – das Thema polarisiert zusehends.

Kommentar von Julian Schernthaner

Alles begann im Mai mit einem vermeintlich harmlosen Bild des mit Integrationspreisen überhäuften Spielers aus Gelsenkirchen mit dem türkischen Machthaber Recep Tayyip Erdogan. Ihr wisst schon, dass ist derselbe ’nette Despot von nebenan’, der nach Bedarf „osmanische Ohrfeigen” an seine Gegner verteilt. Derselbe Erdogan, welcher willkürlich tausende Richter, Lehrer, Oppositionelle und Journalisten inhaftiert. Und auch derselbe, welcher diese Woche Israel als „faschistischstes Land der Welt” bezeichnete, in welchem der „Geist von Hitler” umgehe – Die Tagesstimme berichtete.

Özil‐Rundumschlag nach zweimonatigem Schweigen

Während sein Kollege Emre Can den Weitblick hatte, die instrumentalisierende Einladung abzuweisen, ließen sich bekanntlich Ilkay Gündogan und Mesut Özil auf das infame Treffen ein. Entgegen dem allgemeinen Stimmungsbild ließ der DFB – sonst für kleinliche Team‐Rauswürfe bekannt – Gnade walten und nahm die beiden sogar mit nach Russland. Es folge eine historisch vermurkste Weltmeisterschaft. Das Publikum quittierte dabei beinahe jeden von Özils Ballkontakten mit einem gellenden Pfeifkonzert.

Schnell war klar: die Milde half weder ihm selbst, noch den Fans, noch der notwendigen Ruhe im Mannschaftsgefüge. Am Ende dauerte es dann allerdings beinahe zwei Monate, bis Özil sein Schweigen brach. In einem dreiteiligen Rundumschlag rechnete der türkischstämmige Spieler schließlich mit Medien, Sponsoren und der DFB‐Führung ab. Das ominöse Erdogan‐Bild erklärte mit dem Respekt vor dem höchsten Amt im Lande seiner Familie. Einen Respekt, den er andererseits nie aufbrachte, wenn seine Mannschaftskameraden reihum die deutsche Hymne intonierten. Denn Özil bat stets um Verständnis, stattdessen zu beten.

Özil‐Rücktritt startet Rassismusdebatte

Was folgte, war eine selten dagewesene Lagerbildung. Während sich einige Stimmen kritisch äußerten, zeigten sich etliche Journalisten und linksgerichtete Politiker solidarisch mit dem Spieler. Denn Özil sah sich nicht als Täter, sondern als Opfer einer Rassismus‐Kampagne. Er unterstellte seinen Kritikern in der Öffentlichkeit sogar, „rechte Propaganda” zu schüren. An dieser Stelle sei erinnert – auch andere Spieler der Mannschaft haben ein Migrationshintergrund. Mangels ähnlicher Entgleisungen ersparen sie sich freilich die Pfiffe.

Die ungefragte Solidaritätsbekundungen führten letzten Endes sogar zu einem neuen Trend auf Twitter. Unter dem Hashtag #MeTwo erzählen Personen von tatsächlichen oder vermeintlichen eigenen Rassismuserlebnissen. Aus dem Rasenjungen, welcher sich – unbedacht oder beabsichtigt – mit der Antipode des europäischen Freiheitsgedanken ablichten ließ, wurde der Strohmann, welcher als Heldenbild aller abgehängten und ausgegrenzten Migranten herhalten darf. Denn der größte Feind für die offene, multikulturelle Gesellschaft bleibt der nicht näher bezeichnete ‚rechte Rassist’.

Integrationsdefizit vieler Deutschtürken

Ein gewisses Mitgefühl sollte man mit Özil allerdings vielleicht tatsächlich entgegenbringen: denn er weiß es vermutlich nicht besser. Denn bei allem kolportierten, persönlichen Näheverhältnis zu AKP‐Politikern in der Heimatregion seiner Familie – es ist ein allgemeines Stimmungsbild. Eine kürzlich veröffentlichte Studie zeigte, dass sich türkischstämmige Migranten in Deutschland im Schnitt mehr mit der alten als der neuen Heimat verbunden fühlen. Dass der schüchterne Arbeiterbub aus der Großstadt dabei keine Ausnahme ist, dürfte also kaum verwundern. Die Özil‐Debatte zeigt als vor allem eines: die gescheiterte Integration vieler Deutschtürken.

Ein städtischer Türkenbub geht oft erst in einen muslimisch geprägten Kindergarten. In der Schule und im Sportklub machen die Kinder mit demselben Hintergrund oftmals bereits die Mehrheit aus. Danach tritt er vielleicht die Lehre im Handwerksbetrieb des väterlichen Freundes an. Seine Lebensmittel kann er im türkischen Supermarkt kaufen, die Haare vom türkischen Friseur schneiden lassen. Nach Erledigungen bei der türkischen Bank kann er abends mit seinem rein türkischen Freundeskreis in die türkische Bar gehen. Am Ende steht dann oft die endogame Heirat zu einer türkischstämmigen Frau. Die Integration in die Mehrheitsgesellschaft ist für ein glückliches Leben damit schlichtweg nicht nötig.

Deutschland muss Integration einfordern

Wenn Deutschland in Hinkunft verhindern will, dass türkischstämmige Identifikationsfiguren aufgrund ihrer Loyalitäten in Ungnade fallen, muss sie die Integration einfordern. Es ist die Bereitschaft zur Einfügung ins neue Umfeld eine Bringschuld des Einwanderers – nicht der Eiertanz um dessen Befindlichkeiten die Holschuld der autochthonen Bevölkerung. Die Integration ist eine individuelle Entwicklung, deren Geschwindigkeit maßgeblich von der Anpassungsbegeisterung des Neuankömmlings abhängt. Die Schaffung eigener Parallelgesellschaften hingegen fördert dies nicht.

Anleihen, welche Impulse zu setzen sind, könnte man sich indes beim kleinen Bruder holen. In Österreich hat sich die neue Regierung zur Aufgabe gemacht, nicht länger wegzuschauen. Moscheevereine werden auf ihre Nähe zum politischen Islam durchleuchtet, das Kopftuch für Kindergarten‐ und Volksschulmädchen soll der Vergangenheit angehören. Und, auch um die Sprachkompetenz in der deutschen Umgangssprache zu fördern, fällt demnächst auch die bislang nur durch ein Entgegenkommen gedeckte Möglichkeit, seine Führerscheinprüfung in türkischer Sprache abzulegen.

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3 Kommentare

3 Comments

  1. Avatar

    Zickenschulze

    27. Juli 2018 at 21:36

    Wer was anderes erhofft hat, der lebt Illussionen.
    Und andersrum. Und warum sollte ein Türke seine eigene Identität verachten und wegschmeißen?
    Um sich in einer werteabhanden, verlebten, schrottreifen Pseudodemokratie als Fisch im Netz einer NWO unter Identitätslosen wieder zu finden?
    Hier ist die fordernde Seite jene, welche der ersten Gewissenserforschung bedarf.

  2. Avatar

    Peter Lüdin

    29. Juli 2018 at 21:29

    In spätestens 50 Jahren hat sich das Thema um Vielfalt, Integration, Toleranz etc. ohnehin völlig erledigt. Dann gibt es nur noch etwa 20 Prozent Deutsche, aber 80 Prozent Migranten in Deutschland. Die echten Deutschen können dann vergeblich nach Minderheitenschutz rufen. Heute ist man tolerant, morgen fremd im eignen Land.
    Und das mit dem Minderheitenschutz der ehemaligen Leistungsträger kann man aktuell sehr gut in Südafrika verfolgen.

    • Avatar

      Zickenschulze

      30. Juli 2018 at 11:31

      Die Baschgler der Ideologie der „Beglückung” sind ja gütig und sagen uns was sie vor haben. Wir sollten es zur Kenntnis nehmen.
      Nichts dergleichen geschieht.
      Hintennach reitet die dumme Urschl.

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Gesellschaft

Deutscher Bischof verurteilt „Kriminalisierung” von Mittelmeer‐NGOs

Monika Šimić

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ASDF Bild: In Hannover befindet sich der Sitz der Evangelischen Kirche in Deutschland / Kl Aas [CC BY 3.0], via Wikimedia Commons (Bild zugeschnitten)

Dass „Menschen, die Ertrinkende aus dem Mittelmeer retten, dafür auch noch kriminalisiert werden”, sei „eine Schande” für ganz Europa, so Bedford‐Strohm.

München. Der Münchner Bischof und Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Heinrich Bedford‐Strohm, hat die „Kriminalisierung” von privaten Mittelmeer‐NGOs verurteilt. „Menschen ertrinken zu lassen, kann keine migrationspolitische Lösung sein”, so der Bischof zur Bild-Zeitung. Es käme auch „niemand auf die Idee, einen Unfallfahrer, der unangeschnallt an einen Baum gefahren ist, zur allgemeinen Verkehrserziehung verbluten zu lassen.”

Beford‐Strohm fürchtet keinen „Sog‐Effekt”

Bedford‐Strohm bezeichnet die Tatsache, dass „Menschen, die Ertrinkende aus dem Mittelmeer retten, dafür auch noch kriminalisiert werden”, als „eine Schande” für ganz Europa. Er wies die Argumente, es könne dadurch einen „Sog‐Effekt” geben, zurück. Es gebe schon lange kaum noch Retter in den Gewässern vor Libyen und „dennoch haben fast 3.000 Menschen in den letzten 18 Monaten ihr Leben im Mittelmeer verloren”. Bedford‐Strohm lehnte auch eine Rückführung von aufgenommenen Migranten an die nordafrikanische Küste ab. Die Menschen auf den Booten kämen aus Lagern in Libyen, in denen „grausamste Zustände” herrschen. Sie seien „Zwangsprostitution, Folter und Sklavenarbeit ausgesetzt, um sich das Geld für die Überfahrt zu verdienen”, so der Bischof.

Neuer „Verteilmechanismus” notwendig

Verbrecherische Schlepperbanden” würden diese Migranten dann in Boote setzen. „Wenn man diese Menschen wieder der sogenannten libyschen Küstenwache übergibt, beginnt dieses Martyrium von neuem. Das kann keine Lösung sein”, argumentiert Bedford‐Strohm. Stattdessen fordert er eine neue Debatte über legale Flucht‐und Asylwege. „Es kann nicht sein, dass man ein Asylverfahren nur bekommt, wenn man sich zuvor auf dem Weg nach Europa in Lebensgefahr gebracht hat”, so der Bischof. Es sei ein „Verteilmechanismus, der gerettete Menschen in verschiedene Länder Europas in Sicherheit bringt”, notwendig. Er verwies auf die Bereitschaft vieler Städte, diese Migranten aufzunehmen (Die Tagesstimme berichtete).

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Gesellschaft

Neues von rechts: Sachsen, Hausdurchsuchungen und Gedenkzug 2019

Stefan Juritz

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ASDF Symbolbild Arbeitssachen: Pixnio [CC0] / Banner 'Die Tagesstimme' & Komposition: Die Tagesstimme.

Die aktuelle Ausgabe der Sezession widmet sich den widerständigen Sachsen. Bei zwei identitären Aktivisten kam es zu Hausdurchsuchungen. Michael Klonovsky sprach am Wochenende bei der Deutschen Burschenschaft über Meinungsfreiheit. Und im September wird die Plattform Gedenken 1683 wieder an die Schlacht am Kahlenberg und die Befreiung Wiens erinnern.

Nichts wurde es mit dem ersten AfD‐Oberbürgermeister in Deutschland: Im zweiten Wahldurchgang der Oberbürgermeisterwahl in Görlitz (Sachsen) musste sich der AfD‐Kandidat Sebastian Wippel dem CDU‐Kandidaten Octavian Ursu mit 44,8 zu 55,2 Prozent der Stimmen geschlagen geben. Wippel hatte den ersten Durchgang noch gewonnen. Vor der Stichwahl zogen dann jedoch Grüne und Linkspartei ihre Kandidaten zurück, um den Christdemokraten Ursu indirekt zu unterstützen und somit den ersten Oberbürgermeister aus den Reihen der AfD zu verhindern. Die Welt betitelt einen Beitrag treffend: „Leider keine rundum schöne Geschichte.”

Themenheft „Sachsen”: 90. Ausgabe der Sezession

Erst kürzlich erschien die mittlerweile 90. Ausgabe der führenden rechtsintellektuellen Zeitschrift Sezession. Das Heft widmet sich diesmal dem Thema „Sachsen”. Vertreten sind u.a.: Jörg Seidel, Maximilian Krah, Martin Lichtmesz, Uwe Tellkamp, Sebastian Hennig und Erik Lehnert. Auf dem kanal schnellroda stellen Götz Kubitschek und Benedikt Kaiser die aktuelle Ausgabe vor:

Wer schützt uns vor dem Verfassungsschutz?”

Ebenfalls auf dem kanal schnellroda findet sich seit wenigen Tagen Dr. Roland Hartwigs Vortrag „Wer schützt uns vor dem Verfassungsschutz?”, den der AfD‐Bundestagsabgeordnete am 1. Juni im Rahmen des „Staatspolitischen Kongresses” des konservativen Instituts für Staatspolitik gehalten hat. Die Textfassung des Vortrags gibt es hier.

Hausdurchsuchungen bei identitären Aktivisten

Apropos Verfassungsschutz: Am 13. Juni kam es zu Hausdurchsuchungen bei zwei Aktivisten der Identitären Bewegung Schwaben. Nach Angaben der Identitären seien Notizbücher, Computer, Festplatten und Handys beschlagnahmt worden. Hintergrund ist eine Protestaktion vor der Augsburger Außenstelle des Ankerzentrums Donauwörth im Dezember 2018. Den Identitären zufolge hatten Aktivisten damals „nach Vorfällen von Migrantenkriminalität in Augsburg” symbolisch einen Tatort markiert und Schilder mit dem Slogan „Opfer von Multikulti” aufgestellt. Die Staatsanwaltschaft Augsburg wirft den Aktivisten deshalb Volksverhetzung vor.

Österreichs Identitären‐Chef Martin Sellner sprach nach den Hausdurchsuchungen in einem Livestream auf YouTube mit einer der betroffenen Aktivisten, einer 19‐jährigen Schülerin:

Martin Lichtmesz in Graz

Am vergangenen Mittwoch hielt der Publizist und Übersetzer Martin Lichtmesz am Haus der Grazer akademischen Burschenschaft Arminia vor gut 30 Gästen einen Vortrag zum Thema „Mit Linken leben”.

In seinen Ausführungen ging Lichtmesz auf Bruchlinien und Unterschiede zwischen den sogenannten „Rechten” und „Linken” ein und zeigte Voraussetzungen und Grenzen für Diskussionen zwischen den beiden Lagern auf. Dabei betonte er jedoch, dass niemand nur „rechts” oder „links”, sondern jeder eine Art „mixed economy” sei.

Die Bruchlinien zeigen sich Lichtmesz zufolge beispielsweise zwischen „Realisten” und „Utopisten” sowie in der Haltung zu den „Mainstreammedien” – ob man ihnen blind glaubt oder ihnen misstraut. Schließlich nannte Lichtmesz auch den Bruch zwischen „Globalismus” und seinen Gegenbewegungen wie „Identitarismus”, Nationalismus, Populismus, Separatismus usw. „Rechte und „Linke” würden weiters die Wirklichkeit unterschiedlich wahrnehmen („Ich-seh-etwas-das-du-nicht-siehst”-Spiel) und auch im Bereich der Moral unterschiedliche Wertvorstellungen besitzen.

Das Buch „Mit Linken leben” kann man hier bestellen.

Martin Lichtmesz am Haus der B! Arminia. Foto: privat

DB‐Burschentag in Eisenach

Am vergangenen Wochenende fand darüber hinaus der „Burschentag” der Deutschen Burschenschaft in Eisenach statt. Neben den Sitzungen veranstalteten die Burschenschaften wie jedes Jahr auch einen Kommers. Als Festredner trat in diesem Jahr der Schriftsteller und Journalist Michael Klonovsky ans Rednerpult. Der 56‐Jährige, der auch persönlicher Referent von AfD‐Chef Alexander Gauland ist, gilt als „konservative Edelfeder” und sprach über den Zustand der Meinungsfreiheit in Deutschland. Die Rede hat Klonovsky zum Nachlesen auf seinem Blog veröffentlicht.

Gedenkzug am Kahlenberg

Auch in diesem Jahr wird die Plattform Gedenken 1683 – „ein Zusammenschluss junger patriotischer Aktivisten” – der Schlacht am Kahlenberg und der Befreiung Wiens von den Osmanen gedenken. „Trage mit uns am 7. September die Fackel der Erinnerung weiter und setze ein Zeichen für unsere Geschichte, Tradition und Identität!”, heißt es in einer ersten Ankündigung der Plattform.

Neues Weißmann‐Buch

Bereits am kommenden Freitag, den 21. Juni 2019, wird der konservative Publizist Karlheinz Weißmann sein neues Buch „1919 – Von der Revolution zum Friedensdiktat” in der Berliner Bibliothek des Konservatismus präsentieren. Die Buchvorstellung beginnt um 18 Uhr, anmelden kann man sich unter:  veranstaltungen(at)bdk-berlin.org.

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Gesellschaft

Theaterverband erfand Meuthen‐Zitat

Joshua Hahn

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am

ASDF Bild (Meuthen beim Bundesparteitag der AfD im Jahr 2017): Olaf Kosinsky [CC BY-SA 3.0 de], via Wikimedia Commons [Bild zugeschnitten]

In einem Interview mit der „dpa“ führte der Bühnenvereinspräsident ein Zitat an, welches angeblich von Jörg Meuthen (AfD) getätigt wurde. Nun stellte sich heraus, dass die Worte so nie benutzt wurden.

Berlin. – Trotz des falschen Zitats wurden die Leser zum Großteil nicht auf den Fehler hingewiesen.

Linksversiffter Kunstkadaver“

Wie die „Junge Freiheit“ berichtet, erklärte der Bühnenvereinspräsident Ulrich Khuon gegenüber der „dpa“, dass die „Neue Rechte“ lediglich ein „Gesinnungstheater“ wünsche, welches ihren Idealen entspräche. So habe Jörg Meuthen beispielsweise die Worte „linksversiffter Kunstkadaver“ benutzt. Diese Wortwahl gleiche der der Nationalsozialisten und ähnele dem Propagandabegriff der „entarteten Kunst“.

Ein Pressesprecher der Alternative für Deutschland intervenierte damals und erklärte, dass das Zitat so nie getätigt wurde. 

Der Bühnenverein sagte daraufhin aus, Khuon habe sich „geirrt“.

Keine weitreichenden Richtigstellungen

Obwohl der Bühnenverein dem AfD‐Politiker mit dem falschen Zitat und dem daraus resultierenden Vorwurf, Meuthen würde dem Nationalsozialismus nahestehen, erheblich hätte schaden können, fand keine umfassende Richtigstellung statt.

Die Nachrichtenagentur „dpa“ schickte zwar eine neue Fassung inklusive eines Korrekturhinweises an die Abonnenten und Kunden. 

Da allerdings nicht erwähnt wurde, dass ein inkorrektes Zitat gestrichen worden war, wurde zwar von den gängigen Medien die korrigierte Fassung übernommen, jedoch ohne den Hinweis, um welchen Fehler es sich handelte. 

Für den Leser war der Fehler also nicht ersichtlich. 

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